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Simulationstrainings für mehr Patientensicherheit

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Patientensimulation: Aus Fehlern lernen heißt Fehler vermeiden

Puchheim, 28. Juli 2009 - Nach einer aktuellen Umfrage verfügen 80 Prozent aller deutschen Kliniken über kein medizinisches Risikomanagementsystem. Jedoch ist ein solches notwendig, um aus Fehlern zu lernen und letztendlich die Behandlungsqualität am Patienten zu erhöhen. Nun hat auch die Politik die Dringlichkeit hinsichtlich einer offenen Fehlerkultur erkannt und forciert die Einführung von Berichtssystemen zur Dokumentation kritischer Ereignisse. In diesem Zusammenhang spielt auch Simulationstraining eine entscheidende Rolle. Als Bestandteil eines umfangreichen Risikomanagementsystems kann es die Patientensicherheit deutlich verbessern. Seine Vorteile sind unbestritten und wurden bereits beim Einsatz in verschiedenen Simulationszentren unter Beweis gestellt. Flächendeckend und verpflichtend eingeführt, könnten Simulationstrainings die Fehlerhäufigkeit dramatisch reduzieren und etwaige Schäden am Patienten vermeiden.

Arbeitsplätze in Kliniken und medizinischen Notfalldiensten sind von einer zunehmenden Komplexität sowie einer immer größer werdenden Belastung geprägt. Während zwar die Bettenzahl in Deutschland kontinuierlich sinkt, steigt die Zahl der Krankenhausfälle unaufhörlich. Nach Schätzungen des statistischen Bundesamtes wird sich allein aufgrund des demografischen Wandels die Anzahl der Krankenhausfälle von heute ca. 17 Millionen auf ca. 19 Millionen im Jahr 2030 erhöhen. Der dabei schneller werdende Durchlauf von Patienten und der gleichzeitig wachsende Behandlungsdruck illustrieren, mit welchen besonderen Herausforderungen medizinisches Fachpersonal konfrontiert wird.

Risikomanagementsysteme in der Medizin - Mangelware in Deutschland

Irren ist menschlich, und deshalb sind trotz guter Ausbildung Behandlungsfehler oftmals nicht vermeidbar. Damit diese zukünftig auf ein Minimum reduziert werden, ist eine offene Fehlerkultur essentiell. Umso erstaunlicher ist, dass etwa 80 Prozent aller deutschen Kliniken über kein medizinisches Risikomanagementsystem verfügen. Doch gerade ein solches System ist notwenig, um Schwachpunkte in Prozessen aufzudecken und entsprechende Gegenmaßnahmen einzuleiten. Aus diesem Grund wird von politischer Seite eindringlich der flächendeckende Aufbau von Risikomanagement- und Fehlermeldesystemen wie Critical-Incident-Reporting-System (CIRS) im stationären Bereich gefordert. Eine sinnvolle Ergänzung hierzu sind Simulationstrainings. Diese machen nicht nur medizinisches Personal aktiv auf Defizite in der Behandlung aufmerksam, sondern helfen außerdem, Standards zu etablieren und die Qualität von Behandlungsabläufen nachhaltig zu verbessern.

Vermeidung von Behandlungsfehlern durch Simulationstraining

In vielen Branchen, die mit hohen Risiken konfrontiert sind, gehört das Rekapitulieren von Beinahe-Fehlern und Fehlern zum Alltag. In der Luftfahrt werden bereits seit Jahren Simulationstrainings durchgeführt, um einen stetigen Qualitätsstandard zu garantieren und Arbeitsabläufe zu optimieren. Simulationstrainings in der Medizin werden an so genannten Patientensimulatoren durchgeführt. Das reicht vom Neugeborenen- und Babysimulator bis hin zur exakten Nachkonstruktion eines erwachsenen Menschen. Mithilfe von Patientensimulatoren können zahlreiche Krankheitsbilder und Notfallszenarien unter kontrollierten Bedingungen dargestellt sowie die notwendigen Behandlungsschritte trainiert werden. So ist es etwa möglich, einen Herzinfarkt oder eine Lungenembolie täuschend echt zu simulieren. Teilnehmer eines Simulationstrainings profitieren von dem großen Vorteil, auch seltene Komplikationen üben zu können und nicht erst am Patienten damit in Berührung zu gelangen. Da ein Großteil der Behandlungsfehler auf kommunikative Defizite unter den Beteiligten zurückzuführen ist, wird im Team trainiert. Dabei dient die Schulung an Patientensimulatoren vor allem der Vermittlung von "Non Technical Skills" wie Teamfähigkeit, Kommunikation, Führungsverhalten und Entscheidungsfindung.

Die Vorteile von Simulationstrainings sprechen für sich

Zusammenfassend kristallisieren sich eine Reihe von Vorteilen durch medizinische Simulationstrainings heraus. Hierzu gehören im Wesentlichen:

·Lernen unter realen, aber kontrollierten Bedingungen.
·Optimierung von Abstimmungsprozessen zwischen Ärzten und Pflegepersonal.
·Vorbereitung und Einübung von Behandlungsschritten in schwierigen Notfallsituationen.
·Förderung von Teamgeist und Teamarbeit.
·Ergänzend zur Theorie wird ein aktiver Lernprozess in der Praxis ermöglicht.
·Teilnehmer erhalten direktes Feedback auf Verhalten und Entscheidungen. Durch die begleitende Videoaufzeichnung findet eine bewusste Reflexion über eigenes Verhalten und Entscheidungsprozesse statt.
·Das stetige Üben von Behandlungsprozeduren ermöglicht die Definition optimaler Behandlungsabfolgen.

Laerdal ebnet den Weg für mehr Patientensicherheit

Das norwegische Unternehmen Laerdal entwickelt bereits seit Jahren hochmoderne Patientensimulatoren und setzt sich aktiv für die Verbreitung von Simulationstrainings ein. Die neueste Entwicklung von Laerdal ist der Patientensimulator SimMan 3G, welcher seit April 2009 erstmals europaweit an der Anästhesiologischen Klinik in Erlangen eingesetzt wird.

Gerald Kraemer, Managing Director Laerdal Medical Deutschland: "Um den Patienten eine größtmögliche Sicherheit zu garantieren, muss ein Umdenken zugunsten einer offenen Fehlerkultur stattfinden. Mit Simulationstrainings besteht die Möglichkeit, Fehler in Prozessen und Abläufen bei medizinischen Behandlungen aufzudecken, effiziente Arbeitsabläufe zu trainieren und auch richtiges Verhalten zu bestärken. Mit der Entwicklung innovativer Patientensimulatoren schaffen wir eine optimale Trainingsgrundlage und leisten so unseren speziellen Beitrag für mehr Patientensicherheit."



Laerdal Medical
Gerald Kraemer
Lilienthalstraße 5
82178 Puchheim
+49 89 86 49 54-0
+49 89 86 43 484
www.laerdal.de



Pressekontakt:
Schwartz Public Relations
Florian Kestler
Sendlinger Straße 42a
80331
München
fk@schwartzpr.de
+49 211 871 - 38
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Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Florian Kestler, verantwortlich.

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