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ZEITGEIST at work |

Die Karriere knicken, aber richtig!

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Es gibt Menschen, die einfach machen, was sie wollen. Thommy Mardo zum Beispiel. Heute ist er ein vielgefragter Fotograf, damals war er Banker. Heute besitzt er sein eigenes Studio, damals besaß er einen Stuhl in einem Großraumbüro. Heute ist er Haus-und Hoffotograf der Söhne Mannheims, damals….ja, damals war alles anders. Aber auf keinen Fall besser. Denn damals war Thommy Mardo einer unter vielen. Heute ist er vor allem er selbst und glücklich.

Sein Geschäft ist ein Geschäft ständig wechselnder Kunden und Projekte. Er fotografiert erfolgreich für Unternehmen wie Lancaster, Miss Sixty und für viele Stars und Sternchen in und außerhalb der Region.

ZEITGEIST at work: Du bist Künstler und Geschäftsmann in einem. War es für Dich eine große Überwindung den Schritt in die Unabhängigkeit zu wagen?

Thommy Mardo: Eine große Überwindung war es sicher nicht, da ich endlich das machen wollte, was mir Spaß macht – beruflich gesehen. Mein eigener Chef zu sein, selbstständig Entscheidungen treffen zu können, für diese gerade zu stehen und vor allem meine damals unterdrückte Kreativität nun frei auszuleben, passt viel besser zu mir. Ein mulmiges Gefühl hatte ich damals trotzdem, vor allem weil mir alle Verwandten und Freunde davon abgeraten haben, eine gesicherte Zukunft einfach so aufzugeben. Viele hielten mich schlichtweg für verrückt, so etwas zu tun. Aber ich finde, das Leben ist zu kurz, um sich bis ins hohe Alter mit etwas zu beschäftigen, das man selbst nicht mag und zu dem man nicht steht. Mit der Zeit haben dann auch alle gemerkt, dass ich es ernst meine und mir die volle mentale Unterstützung gegeben, die man für diesen Weg benötigt.

ZEITGEIST at work: Hilft Dir Dein erster Beruf als Banker Deine Fotografie rentabel zu machen?

Thommy Mardo: Sagen wir so, die kaufmännische Zeit hat mir eine gewisse Lebenserfahrung und ein Gefühl für Finanzen, Marketing und Vertrieb verschafft und ich möchte sie auf keinen Fall missen. Ich sehe mich selbst als Künstler, Netzwerker und Kaufmann – manch „reiner“ Künstler hat leider das Problem, dass er brutto mit netto verwechselt und wohin das führt, kann man sich leicht ausrechnen.

ZEITGEIST at work: Seine Leistung zu präsentieren, gehört für einen selbständigen Experten dazu. Welche Wege nutzt Du, um Aufträge an Land zu ziehen?

Thommy Mardo: Klassische Werbung habe ich noch nie gemocht. Der Papierkorb ist der beste Freund der Werbung. Außerordentlich wichtig dagegen sind Empfehlungen. Damit das funktioniert, muss die Qualität des Produkts stimmen und das Netzwerk nicht nur groß, sondern auch qualitativ wertvoll sein. Und dazu zähle ich auch Kontakte die über Businessportale entstehen. Gepaart mit stets neuen Ideen und kreativen Ansätzen läuft damit- zumindest in meiner Berufssparte- fast alles wie von selbst.

ZEITGEIST at work: Würdest Du anderen zu diesem Schritt in die Selbständigkeit raten und wenn ja, wie muss man gestrickt sein, um diesen Switch erfolgreich zu meistern?

Thommy Mardo: Ich persönlich würde den Schritt jederzeit wieder wagen, aber auch nur, weil ich mich selbst und meine Stärken und Schwächen sehr gut kenne und mit ihnen umzugehen weiß. Ich würde vielen Menschen dazu raten, es mir gleich zu tun. Die Betonung liegt bei „vielen“, denn nicht für jeden ist dieses Modell sinnvoll. Um herauszufinden, für wen es sich lohnt, bedarf es sicher einiger Analysen, seien es persönliche Charakteranalysen oder die schlichte Durchleuchtung des Vorhabens in Form eines Business-Plans. Man muss sich eben darüber im Klaren sein, was eine Selbständigkeit bedeutet: Das fängt bei der finanziellen Unsicherheit an und endet bei einem täglichen Arbeitseinsatz, der nicht mit einer Festanstellung zu vergleichen ist. Aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt.

ZEITGEIST at work: Was hat sich in Deinem Leben zum Besseren verändert, seit Du das machst, was Dir wirklich am Herzen liegt?

Thommy Mardo: Ganz drastisch ausgedrückt: Ich könnte niemals wieder in einer Festanstellung arbeiten, unter keinen Umständen und sei das Gehalt auch noch so sicher und noch so hoch. Die frühere kaufmännische Zeit hat mir nicht nur den Weg in die Selbstständigkeit geebnet und mir Lebens- und Berufserfahrung gebracht, sie ermöglicht mir auch einen direkten Vergleich zwischen damals und heute. Und ich schätze mich heute als einen sehr glücklichen Menschen. Was macht es da schon aus, sechzehn bis achtzehn Stunden am Tag zu arbeiten und das Wort „Wochenende“ nicht mehr zu kennen, wenn man die Arbeit gar nicht als Arbeit empfindet?! Für mich ist das alles ein riesiges Strategiespiel mit ernstem Hintergrund. Nur findet dieses Spiel nicht virtuell auf einem Rechner oder in einer Spielerkonsole statt, sondern im echten Leben. Wen würde man gerne kennenlernen; wem könnte man welches Projekt vorschlagen; welchen Partner nimmt man bei welchem Projekt mit ins Boot; wie viel Budget habe ich für neues Equipment; welche Programme sollte ich sinnvoller Weise anschaffen; wie viel Zeit kann ich diesen Monat für freie Projekte aufbringen etc. Ich denke, ich kann uneingeschränkt sagen, dass sich meine Lebensqualität um ein Vielfaches verbessert hat.

ZEITGEIST at work: Welches war bisher Dein Lieblingsprojekt?

Thommy Mardo: Eines meiner Lieblingsprojekte ist die Söhne-Mannheims-Tournee 2004. Es war einfach toll, mit den Musikern im Tourbus und auf der Bühne zu sein, alles hautnah zu erleben, Erfahrung zu sammeln, viel Spaß zu haben und dann später ein Bildband daraus entstehen zu lassen. Leider wird man durch einen solchen “Kunden“ auch immer ein wenig „reduziert“ – in jedem Artikel ist zu lesen „…der durch Xavier Naidoo und die Söhne Mannheims bekannt gewordene Fotograf Thommy Mardo….“ – aber ganz ehrlich: Es macht einen natürlich auch stolz, etwas tolles geschaffen zu haben und es gibt schlechtere „Reduktionen“.

ZEITGEIST at work: Wie muss ein Auftraggeber beschaffen sein, damit Du alles gibst?

Thommy Mardo: Das ist natürlich eine gefährliche Frage, auf die es nur eine Antwort geben kann und darf: Sobald ich einen Job annehme, verpflichte ich mich, alles zu geben. Wie der Auftraggeber beschaffen ist, spielt also gar keine Rolle. Eher wie der Job beschaffen ist und ob ich mir zutraue, ihn perfekt abliefern zu können.

ZEITGEIST at work: Gab es auf Deinem Weg auch Durststrecken?

Thommy Mardo: Glücklicherweise nein. Ich hatte von Anfang ein so gutes Netzwerk, das ich ausreichend Kunden und Aufträge hatte. Die Insolvenz zweier Kunden mit hohen ausstehenden Zahlungen tat sehr weh, aber durch die Masse meiner Auftraggeber konnte ich größeres Unglück abwenden. Durch meine erste Berufslaufbahn habe ich gelernt, dass es besser ist, für viele kleinere Kunden zu arbeiten, als mich auf zwei Größere zu konzentrieren.

ZEITGEIST at work: Kannst Du Dir vorstellen nochmals in Deinen alten Beruf zurückzukehren und wieder als Banker zu arbeiten?

Thommy Mardo: Ja, für vier Wochen als Vorstand, um meinem damaligen Ausbildungsleiter im Hochsommer mit Anzug und Krawatte unter das Flachdach der Postabteilung ohne Kundenverkehr zu verbannen.

Lale Ertopcu für ZEITGEIST at work


Web: http://www.zeitgeist-at-work.com


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Nicole Okaj, verantwortlich.

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