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IFAT CHINA + EPTEE + CWS 2010: Variantenreiche Biogas-Nutzung mit hohem Ausbaupotenzial

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? Steigende Klima- und Umweltschutzansprüche in China erfordern Großanlagen und Biogaskraftwerke auf technologisch hohem Niveau ? IFAT CHINA + EPTEE + CWS präsentiert Innovationen und Lösungen im Biogasbereich

Die Erzeugung von Biogas, gerade in kleinen, dezentralen Einheiten, hat in China schon eine jahrzehntelange Tradition. Im vergangenen Jahr kochte etwa jede zehnte Familie in den ländlichen Regionen Chinas mit Biogas. Den umweltfreundlichen Brennstoff erzeugten zum überwiegenden Teil die 18 Millionen autarken Haushaltsanlagen in kleinstem Maßstab. Hinzu kamen 1,4 Millionen Haushalte, die von größeren Einheiten über 700 Verteilernetze mit Biogas als Kochenergie versorgt wurden. Der Atmosphäre blieben damit die Emissionen von umgerechnet über elf Millionen Tonnen Steinkohleeinheiten erspart. Diese dezentrale Bioenergienutzung soll nach dem Willen der chinesischen Regierung weiter ausgebaut werden. So sieht das nationale Biogas-Entwicklungskonzept vor, bis zum Jahr 2020 bis zu 70 Prozent der ländlichen Haushalte mit Biogas auszustatten.

Seit einigen Jahren wird das energiereiche Abbauprodukt in China verstärkt auch zur Stromerzeugung genutzt. "Besonders gefragt sind Biogas-Kraftwerke mit Kapazitäten von über 500 kW installierter elektrischer Leistungen", weiß der deutsche Bioenergie-Experte Heinz-Peter Mang der als vom Centrum für Internationale Migration und Entwicklung (CIM) geförderter Berater für Bioenergie und nachhaltiges Sanitärmanagement an der Universität für Wissenschaft und Technik in Beijing tätig ist. Hintergrund ist die Behandlung großer Mengen von Abfällen, Abwässern und Schlämmen, zum Beispiel aus der industriellen Tierhaltung, aus kommunalen Kläranlagen oder der städtischen Abfallsammlung.

Angekurbelt werden Biogas-Großprojekte im Reich der Mitte zudem durch die Förderung als Klimaschutzmaßnahmen und die Mechanismen des weltweiten Emissionshandels. So wurden in den Jahren 2008 und 2009 in China bisher vier große Biogas-Kraftwerke mit elektrischen Leistungen zwischen einem und drei Megawatt in Betrieb genommen. Nach Informationen von Mang sind derzeit 90 weitere Projekte mit jeweils über einem Megawatt Leistung im Bau oder in der Planung. Der langfristige Markt wird auf 7.000 solcher Anlagen geschätzt.

Allerdings gibt es in China momentan noch eine Reihe von Hindernissen für den erfolgreichen Betrieb von Biogasanlagen. "Ein Hauptproblem ist, dass die Politik in China gegenwärtig die Wirtschaftlichkeit von Biogasanlagen nicht ausreichend unterstützt", sagt Mang. "Gefördert wird gezielt der Bau und weniger der wirklich erfolgreiche Betrieb von Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien. So gibt es kaum spezifische Anreize für die Produktion und Nutzung von Biogas und seinen Restprodukten. Auch wird die gesamte, bei der Biogaserzeugung entstehende Produktpalette - Gas, Strom, Wärme und Dünger - nicht optimal vermarktet. In Punkto Technologie mangelt es den chinesischen Biogas-Planungs- und Bauunternehmen häufig an Sachkompetenz, was die Innovationspotenziale beschränkt. Außerdem werden speziell Großanlagen vor dem Hintergrund der hohen Preiskonkurrenz oft mit kurzlebigen Technikkomponenten und Baumaterialien gebaut."

Generell liegt die Entwicklung von effizienten und Energie optimierten großen Biogasanlagen nach Einschätzung von Mang noch immer sieben bis zehn Jahre hinter dem deutschen Stand der Technik zurück. Dies eröffnet deutschen und anderen ausländischen Unternehmen eine Reihe von Geschäftsmöglichkeiten. Aussichtsreich erscheinen zum Beispiel generelle Dienstleistungen für Anlagenbetreiber, die Lieferung von Zubehörteilen sowie von Mess- und Regeltechnik, die Entwicklung hocheffizienter Fermentationstechnologien, die Einführung von neuen Materialien für Reaktorbau und Gasspeicher, Komponenten zur Hochdruck-Biogasspeicherung, Blockheizkraftwerke mit effizienter Wärmenutzung sowie Ausbildungsangebote im Bereich der Technologieentwicklung.

Eine Gelegenheit, sich über den Markt für Umwelttechnologien generell und im Speziellen auch über die Besonderheiten des Biogas-Geschäfts in China zu informieren, bietet die Umweltmesse IFAT CHINA + EPTEE + CWS, die vom 5. bis 7. Mai 2010 in Shanghai stattfindet.

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.ifat-china.com und www.eptee.com

Über die IFAT CHINA + EPTEE + CWS


Die Messe München International (MMI), Organisator der IFAT CHINA, und die Messegesellschaft Shanghai ZM International Exhibition Co., Ltd., Organisator der China EPTEE + CWS Show for Water, Air, Waste, Energy and Recycling, veranstalten vom 5. bis 7. Mai 2010 mit der IFAT CHINA + EPTEE + CWS eine gemeinsame Veranstaltung im Shanghai New International Expo Centre (SNIEC). Die IFAT CHINA 2008 konnte 362 Aussteller und über 10.500 Besucher begrüßen. Dabei lag der Anteil der internationalen Aussteller mit über 50 Prozent erneut sehr hoch. Die EPTEE + CWS präsentierte sich mit insgesamt 756 Ausstellern und über 32.000 Besuchern im Jahr 2009 als starke nationale Messe in China. Durch die international starke Position der IFAT CHINA und die national starke EPTEE + CWS ergänzen sich die beiden Fachmessen aussteller- und besucherseitig. Zur Veranstaltung 2010 werden bis zu 1.100 Aussteller und rund 38.000 Besucher erwartet. Die IFAT CHINA + EPTEE + CWS 2010 wird vier Hallen des SNIEC und damit eine Gesamtfläche von 40.000 Quadratmetern belegen.





Messe München International
Sabine Wagner
Messegelände
81823
München
sabine.wagner@messe-muenchen.de
(+49 89) 949-20246
http://www.ifat-china.com


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Sabine Wagner, verantwortlich.

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