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Hessen-PIUS vor Ort

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Erfolgreicher Praxistest: Arnold AG präsentiert PIUS-Ergebnisse


Der Produktionsintegrierte Umweltschutz (PIUS) ist ein wirksames Instrument um Kosten zu sparen.

Viele Unternehmen, die PIUS-Maßnahmen umgesetzt haben, melden spürbare Einsparungen, vor allem bei den Energiekosten. Ein Beispiel dafür ist die Friedrichsdorfer Arnold AG. Im Rahmen der Veranstaltung "Hessen-PIUS vor Ort", die am 4. November in der IHK Frankfurt stattfand, stellte das mittelständische Industrieunternehmen Umbaumaßnahmen vor, die auf den Ergebnissen eines PIUS-Beratungsprojektes basieren.

Im Zuge einer Erweiterung seiner Produktionsflächen in Friedrichsdorf hatte der Metallverarbeitungsspezialist die Möglichkeiten von PIUS genutzt und daraus ein ganzheitliches Standortkonzept entwickelt. Die Bilanz kann sich sehen lassen: Im Vergleich zum Jahr 2008 wurde beim Energieverbrauch ein Einsparpotenzial in Höhe bis zu 25 Prozent ermittelt. Damit wurde die These "PIUS hilft vor allem Kosten einzusparen und wirtschaftlicher zu produzieren", die Dagmar Dittrich von der Aktionslinie Hessen-Umwelttech auf der Frankfurter Veranstaltung vorgetragen hatte, eindrucksvoll bestätigt. Doch nicht allein die Zahlen, sondern auch der hohe technische Standard des Beratungsprojektes wurden in diesem Rahmen vorgestellt. Auf der Informationsveranstaltung erläuterten Frank Lohmann, Assistent des Vorstandsvorsitzenden der Arnold AG, und Gert Fischer (Fischer Technology Consulting GmbH), wie sich diese Einsparungen im Detail realisieren lassen.

Einsparpotenziale dank Wärmefluss-Schema
Denn bei jedem individuellen Projekt sind die baulichen und produktionstechnischen Gegebenheiten bestimmend dafür, welche Maßnahmen überhaupt sinnvoll eingesetzt werden können. So musste etwa bei der Arnold AG grundsätzlich zwischen zwei Werksteilen unterschieden werden, für die jeweils ein eigenes Konzept entwickelt wurde. Nur so konnte dann ein sinnvolles Wärmefluss-Schema erstellt werden, das hilft, die organisatorischen und technischen Maßnahmen detailliert umzusetzen. Weitere Einsparpotenziale wurden bei einer genauen Analyse in der Lackiererei entdeckt.

Bemerkenswertes Ergebnis bei der Arnold AG: Die im Verlauf des Produktionsprozesses entstehende Wärme kann zurückgewonnen und an anderer Stelle nutzbar gemacht werden. So können beispielsweise Büroräume geheizt werden. Ein weiteres Ergebnis: Ein bereits vorhandener Öltank kann nach dem Umbau mit Wasser statt mit Öl befüllt und so als Wärmespeicher eingesetzt werden. Auch für die Produktionshallen wurde ein neues Heizkonzept entwickelt. Dort sollen Infrarotdeckenstrahler für eine punktgenaue Heizwirkung sorgen.

Förderung von PIUS-Projekten möglich
Um den Produktionsintegrierten Umweltschutz (PIUS) zu fördern, hat das Hessische Wirtschaftsministerium ein Beratungsprogramm speziell für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) aufgelegt, das von der RKW Hessen GmbH betreut wird. Zudem gibt es eine bundesweite KfW-Förderung von PIUS-Maßnahmen. Interessierte Betriebe können sich direkt an Jürgen Müller oder Kay Uwe Bolduan von der die RKW Hessen GmbH in Eschborn (www.rkw-hessen.de, Tel.: 06196 / 970240) wenden. Weitere Informationen gibt es auch unter www.hessen-pius.de.

Die Veranstaltung war Teil der Informationsreihe "Hessen-PIUS vor Ort: Umwelt schützen, Kosten senken", die im Rahmen der Aktionslinie Hessen-Umwelttech des Hessischen Wirtschaftsministeriums in enger Zusammenarbeit mit dem RKW Hessen und dem Kooperationspartner IHK Arbeitsgemeinschaft Hessen durchgeführt wird.

Web: http://www.hessenagentur.de


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Uwe Berndt, verantwortlich.

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