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Studie: Mehr Perspektiven für ältere Arbeitnehmer

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Nach dem Abschied vom Jugendwahn fordert die Generation 50Plus bessere Trainings- und Weiterbildungsangeboten


Kronberg/Düsseldorf, 4. Dezember 2009 - Lange waren sie vom Jugendwahn geprägt, die deutschen Unternehmen. Nun stehen sie vor einem ganz anderen Problem. Denn der demografische Wandel lässt die Belegschaften deutscher Betriebe schneller altern, als diese Angebote wie Weiterbildung oder Entlohnungsmodelle anpassen. Das sorgt für steigende Unzufriedenheit bei älteren Arbeitnehmern. Aus Sicht der Generation 50Plus trauen Unternehmen in Deutschland den Älteren zu wenig Entwicklungspotenzial zu und bieten ihnen keine interessanten beruflichen Perspektiven, wie eine Studie der Managementberatung Accenture http://www.accenture.de belegt.

Viele Maßnahmen, die sich speziell an ältere Mitarbeiter richten, kommen bei der Zielgruppe offenbar nicht an. Nur ein Drittel der Älteren sind laut Studie mit den Trainings- und Weiterbildungsangeboten in ihrem Unternehmen zufrieden. Rund 63 Prozent der Befragten bemängelt, dass ihre Bedürfnisse in Bereichen wie Gesundheit, Mitarbeiterführung und Karriereentwicklung zu wenig berücksichtigt werden. 60 Prozent gaben zudem an, dass die Entlohnungsmodelle ihrer Arbeitgeber angepasst werden sollten. Kritik gibt es auch an den Vorgesetzten: Knapp zwei Drittel fühlt sich nicht motiviert, über das normale Rentenalter hinaus zu arbeiten. Lediglich im Bereich Arbeitszeitgestaltung gelingt es den deutschen Unternehmen, die Ansprüche von immerhin jedem zweiten älteren Beschäftigten zufrieden zu stellen.

Nach Ansicht von Experten gehören aber gerade die älteren Kollegen keineswegs auf das firmeninterne Abstellgleis: „In einer mühsamen gesellschaftlichen Debatte sind wir endlich zu dem Schluss gekommen, dass eine Politik der Frühverrentung, der Ausgrenzung Älterer und der Bevorzugung junger Mitarbeiter auf Dauer fatal ist. Die demografischen Daten lassen eine solche Politik nicht mehr zu“, sagt Udo Nadolski, Geschäftsführer des auf Technical Recruitment und Outsourcing Services spezialisierten Beratungshauses Harvey Nash http://www.harveynash.de in Düsseldorf. „Erfahrung, Kompetenz, Zuverlässigkeit und Leistungsbereitschaft sind bei der älteren Generation jederzeit abrufbar. Dieses Potenzial zu vernachlässigen, wäre sträflich für jeden Betrieb“, so der Personalexperte, der auch auf den steigenden Fachkräftemangel verweist.

Laut Accenture-Studie konzentrierten sich die meisten Unternehmen „bisher meist darauf, das Ausscheiden älterer Mitarbeiter aus dem Berufsleben vorzubereiten", beobachtet Fred Marchlewski, Geschäftsführer im Bereich Talent und Organization Performance bei Accenture. „Angesichts des Fachkräftemangels und steigender Lebensarbeitszeiten müssen sie künftig verstärkt Programme entwickeln, die speziell Ältere fördern und motivieren." Zumindest einige Unternehmen haben jedoch bereits die Herausforderung des demografischen Wandels erkannt und Schritte eingeleitet, um das Potenzial der Älteren weiter zu nutzen und zu entwickeln. Rund ein Viertel der Unternehmen bieten altersgerechte Programme zur Gesundheitsförderung und immerhin 22 Prozent flexible Arbeitszeitmodelle. In anderen Bereichen bleibt allerdings noch viel zu tun: Nur zehn Prozent der Unternehmen haben altersgerechte Entlohnungsmodelle, neun Prozent berücksichtigen die Bedürfnisse der Älteren in der Mitarbeiterführung, lediglich sieben Prozent verfügen über angepasste Programme zur Karriereplanung.

Positives vermeldet die Bundesagentur für Arbeit http://www.arbeitsagentur.de mit Blick auf ältere Beschäftigte: Denn Arbeitnehmer im Alter über 50 Jahre sind nach einer Studie der Agentur wieder mehr gefragt. „Waren im März 2005 in der Gruppe der 50- bis 54-Jährigen noch 2,891 Millionen Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt, so stieg deren Zahl bis März 2009 auf 3,282 Millionen“, so ein Bericht des Manager Magazins http://www.manager-magazin.de. Und weiter: „Bei den 55- bis 59-Jährigen ist die Entwicklung noch positiver: Waren es hier im März 2005 noch 1,961 Millionen Beschäftigte, zählte die Bundesagentur vier Jahre später 2,564 Millionen Beschäftigte.“ Gleichwohl sei diese Entwicklung nicht nur mit der gegenüber 2005 besseren Arbeitsmarktlage zu begründen, sondern auch auf den Abbau von Vorruhestandsregelungen zurückzuführen.

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