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Der Weltmarkt für Inflight Entertainment und Fluggastkommunikation

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Inflight Entertainment: WLAN und Passagiertelefone helfen über derzeitige Marktturbulenzen


Der 11. September 2001 hatte der schon damals stark gebeutelten Luftfahrtindustrie einen mächtigen Tiefschlag versetzt, aber der aktuelle Irak-Krieg vernichtet allen Hoffnungen auf eine vorzeitige Markterholung. Da alle kommerziellen Fluggesellschaften ums Überleben kämpfen, sind kurzfristig tiefgreifende Investitionsrückgänge für den Flugzeug-Unterhaltungsservice (Inflight Entertainment; IFE) zu erwarten. Trotz dieser schwierigen Marktverhältnisse konnte der Weltmarkt für Inflight Entertainment und Fluggastkommunikation laut einer aktuellen Analyse der Unternehmensberatung Frost & Sullivan (www.aerospace.frost.com) im Jahr 2002 seinen Umsatz um immerhin ein Prozent auf 2,18 Milliarden US-Dollar ausweiten.

Innerhalb dieser Größe zeichnete die kommerzielle Luftfahrt für 92,4 Prozent und die allgemeine Luftfahrt (Privat- und Business-Flugzeuge) für 7,6 Prozent der Umsätze verantwortlich. Der zunehmende Marktanteil des zweiten Segments geht auf sicherheitsbedingte Verzögerungen und Ungewissheiten beim Reisen zurück. Daher kaufen Unternehmen immer öfter firmeneigene Jets, nehmen an gemeinschaftlichen Jet-Nutzungsmodellen teil oder nutzen Lufttaxis und Charterdienste, um ihre Geschäftsreisen abzuwickeln.

Trend zu satellitengestützten Content-Systemen


Dank bezahlbarer Direktvermittlungssatelliten (Direct Broadcast Satellite; DBS) ist es mittlerweile möglich, Content - also das gezeigte Unterhaltungs- und Nachrichtenprogramm - zu erschwinglichen Preisen anzubieten. "Hersteller von Inflight Entertainment-Radio/TV-Systemen und Programmanbieter haben die Bandbreitenbegrenzungen für DBS-basiertes Radio und Fernsehen erfolgreich bewältigt, wodurch sie als Applikationen erschwinglicher werden. Während diese Systeme in Business-Jets schon heute Standard sind, erwartet man einen deutlichen Umsatzzuwachs im Marktbereich der kommerziellen Fluggastbeförderung", erklärt Jerry Weltsch, Principal Analyst bei Frost & Sullivan.

Technologische Überalterung wird als die zentrale Bedrohung für herkömmliche Ausstattungen angesehen, die auf Kopfhörer aufgebaut sind. So sind beispielsweise die DVD-basierten TV-Programme nicht nur unfähig, Beiträge 'live' zu präsentieren, sondern können den Passagieren zudem keine freie Programmwahl einräumen. Diese Nachteile werden die langfristigen Marktperspektiven für solche Produkte einschränken.

WLAN senkt Kosten dank Treibstoffeinsparung

Im Moment sind die Anbieter von On-Bord-Internetdienstleistungen von verkabelten Ethernetnetzwerken abhängig, um im Flugzeug den Internetzugang zu ermöglichen. Das zusätzliche Gewicht führt aber zu einem höheren Treibstoffverbrauch – und somit steigen die Betriebskosten. Die kostensensiblen Fluggesellschaften konzentrieren sich daher auf das WLAN. Hier können sich die Passagiere mittels drahtloser Modems ins Netzwerk des Flugzeugs – und somit ins Internet – einklinken, ohne eine physische Steckverbindung herstellen zu müssen.

Inflight Telecommunications: Massenproduktion garantiert Markterfolg

Die On-Bord-Telekommunikation wird als kräftiger Wachstumsbereich eingeschätzt, wobei besonders für die On-Bord-Datenkommunikation milliardenschwere Umsätze erwartet werden. "Tritt jedoch keine Wirtschaftlichkeit durch Massenproduktion ein, wie es z.B. bei der stimmgelagerten On-Bord-Kommunikation geschehen ist, wird die On-Bord-Datenkommunikation nur ein begrenztes langfristiges Potenzial erfahren," warnt Weltsch. "Heute müssen Unternehmen, die um einen Marktanteil im Nischenbereich der On-Bord-Internet- und Emaildienstleistungen konkurrieren, einen Geschäftsplan und ein Marktmodell aufstellen, die einen Rationalisierungseffekt für die On-Bord-Datenkonnektivität mit sich bringen. Dies ist förderlich für den Masseneinsatz und für einen regelmäßigen Umsatz, während sich gleichzeitig ein langfristiger Markterfolg einstellt", fügt er an.

Airbus und Boeing dominieren den Zulieferermarkt

Der Markt verfolgte kritisch das Bemühen größerer Flugzeughersteller – besonders von Airbus und Boeing Commercial Airplane Groups, ihren Marktanteil im kommerziellen Luftfahrtsegment auszubauen, indem sie mit Zulieferern Vorzugsverträge abschließen. "Unternehmen, die ihre Produkte nicht in den Bauteilekatalogen von Airbus und Boeing unterbringen können, laufen Gefahr zwischen 35 und 65 Prozent des potenziellen Marktes zu versäumen. Wer im Bereich Flugzeugneubau nicht mitwirkt, kann nur noch im Sekundärmarkt aktiv werden. Wird das Bauteil in keinen der beiden Kataloge aufgenommen, gibt es langfristig kaum Erfolgschancen in diesem Marktsegment", warnt Weltsch.

Asiatisch-pazifischer Regionalmarkt wächst am stärksten

Aus geografischer Sicht wird der europäische Anteil am IFE-Weltmarkt bis 2004 auf rund 23 Prozent prognostiziert, wobei die Schätzung von einer Zunahme der internationalen Flugbewegungen ausgeht. Die Einführung des Airbus A380 wird die langfristige Expansion belebend unterstützen. Auf den übrigen regionalen Marktplätzen erwartet man für den Prognosezeitraum vor allem im asiatisch-pazifischen Raum die besten Zuwachsraten. Die traditionell dominanten nordamerikanischen Märkte erfahren hingegen einen Abschwung.

Marktkonsolidierung und Paradigmenwechsel: Fluggesellschaften kaufen Content Provider

Die kürzliche Übernahme von Airshow (ein wichtiger Anbieter in der allgemeinen Luftfahrt) durch Rockwell Collins Passenger Systems (ein Hauptakteur in der kommerziellen Luftfahrt) veranschaulicht die zunehmende Branchenkonsolidierung. Während führende Konkurrenten danach streben, Gesamtsysteme für IFE-Ausstattung und Content anzubieten, hängt das Ergebnis ihrer Bemühungen davon ab, wie stark die Systeme tatsächlich integriert werden. Der Kauf von LiveTV durch JetBlue Airways deutet einen Paradigmenwechsel in der Dynamik zwischen Fluglinien und Inflight Entertainment Anbietern an. Dieses Verhalten weist darauf hin, dass die Fluggesellschaften die Kontrolle für ihre Produktangebote übernehmen wollen. Für eine endgültige Erfolgsanalyse ist es allerdings noch zu früh.

Weltsch bemerkt abschließend: "Langfristig liegt der Erfolgsschlüssel für den IFE-Markt in der permanenten technischen Weiterentwicklung. Sie sollte fortschrittliche Systeme, Anlagen und Dienstleistungen bereitstellen, die skalierbar, sehr zuverlässig und günstig nachrüstbar sind."

Titel der Analyse:
Frost & Sullivan's End-User Survey of the World Inflight Entertainment and Passenger Communications Markets
(Report A187)


Die Unternehmensberatung Frost & Sullivan beobachtet ständig eine Reihe wichtiger Hightech-Branchen und befragt diese auf neue Markttrends, Kennzahlen und Unternehmensstrategien.

Frost & Sullivan wurde 1961 in New York gegründet und ist heute als internationale Unternehmensberatung auf den Geschäftsfeldern Marktforschung und Marketingberatung aktiv.

Mit rund 750 Mitarbeitern liefert Frost & Sullivan seinen Kunden in allen Hochtechnologiebranchen wichtige Daten für strategische Entscheidungen. Seminare, Konferenzen und Managementtrainings ergänzen das Angebot.

Frost & Sullivan verfügt über europäische Büros in London, Paris und Frankfurt sowie über eigene Forschungszentren in Kalifornien, London und Singapur.


Weitere Informationen:

Stefan Gerhardt
Public Relations Manager

Frost & Sullivan
Clemensstrasse 9
60487 Frankfurt/Main
Tel. 069-77033-11
Fax 069-234566



Web: http://www.presse.frost.com


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