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Der Europamarkt für Multimediakiosksysteme

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Schlechtes Image schadet dem Markt für Multimediakioske


Sinkende Wachstumsraten, verzögerte Entscheidungen und fehlgeschlagene Pilotprojekte schreien nach einer PR-Initiative seitens der Anbieter von Multimediakiosken, um das schädliche 'PC-in-a-box'- Image abzuschütteln. Dieses Image stellt eine branchenweite Bedrohung dar und verklärt - nach Ansicht der Anbieter - den tatsächlichen Nutzwert der Kiosksysteme.

Nach aktuellen Studienergebnissen der Unternehmensberatung Frost & Sullivan muss sich der Markt für Multimediakioske allerdings radikal ändern, um wiederaufleben zu können. Nur so kann er die hohen Erwartungen erfüllen, die in den späten 90ern als Kapitalanlage in diese Technologie investiert wurden. Auf dem Markt herrscht die Branchenmeinung, dass die minimale Funktionalität der Kiosksysteme bisher die weitläufige Akzeptanz und die Verbreitung der Systeme verhinderte.
Aber trotz ökonomischer Ungewissheiten haben die Verkäufe von Kiosksystemen in Frankreich, Deutschland, UK und Italien im Jahr 2002 einen Umsatz von 129 Millionen Euro erreicht. Für 2005 geht man von einem Umsatzsprung auf 146,9 Millionen Euro aus. Dies entspricht einer Zunahme von 28.060 auf 34.633 gelieferte Einzelstücke im jeweiligen Jahr.

Branchengrößen wohlauf - Imageschäden durch mindere Qualitätsstandard der Kleinanbieter

IBM, Wincor Nixdorf und NCR haben ihre Position auf dem europäischen Markt für Multimediakiosksysteme weiterhin bestärkt, indem sie einen Performancemix aus Marktdurchdringung, Unternehmensgröße, Herstellungskapazitäten und Dienstleistungen etablieren konnten. Neben diesen Anbietern und einigen wenigen bemerkenswerten Ausnahmen (z.B. NeoProducts aus Großbritannien, IER aus Frankreich) versammeln sich zahlreiche kleinere Hersteller auf dem Europamarkt, die um ihren Platz in der dominanten Einzelhandelssparte konkurrieren. Jedoch mühen sich viele dieser kleinen Anbieter vor allem deshalb auf dem Markt für Kiosksysteme ab, weil ihr Produkt nur wenig mehr Nutzwert als ein 'PC-in-a-box' anbietet. Sie integrieren nur wenige Dienstleistungen, konzentrieren sich auf eine kleine Gewinnmarge und verkaufen gegenwärtig nur in geringen Stückzahlen. Der übrige Markt leidet an diesen Anbietern, da sie für das Kiosksystem ein Image von minderem Nutzwert manifestieren.

Lösung: Marktbereinigung durch Qualitätssicherung, Serviceorientierung und bedarfsgerechte Kundenbetreuung

Kiosksysteme müssen auf die spezifischen Bedürfnisse der Kunden anpassbar sein und Funktionen bereithalten, die mit handfesten geschäftlichen Vorteilen verbunden sind. So schaffen sie das notwendige Vertrauen bei den Kunden, um die Verkaufszahlen auf diesem hart umkämpften Markt wieder nach oben zu schrauben. Obwohl Merkmale wie etwa 'Selbstbedienung' helfen werden, die hochwertigen Kioskeinheiten von minderwertigen PC-in-a-box-Lösungen zu unterscheiden, sollte der eigentliche Installationsgrund für ein Kiosksystem darin liegen, dass es einen erkennbaren wie vorhandenen Geschäftsbedarf befriedigt. "Den Anbietern ist anzuraten, dass sie exakt feststellen, wie die Kiosksysteme die Geschäftsziele ihrer Kunden unterstützen und wie sie in deren Geschäftsstrategie passen. Gleichzeitig sollten sie die Bereiche genau identifizieren, in denen andere Technologien besser geeignet sind als Kioske", berichtet Andrew Tanner-Smith, Senior Industry Analyst bei Frost & Sullivan. "Der Europamarkt für Multimediakiosksysteme ist übervoll mit Anbietern, die am Fließband Kiosklösungen der kleinstmöglichen Qualitätsstufe produzieren, nämlich als 'PC-in-a-box'. Sicherlich, sie sind billig herzustellen und für den Kunden günstig zu erwerben, aber sie haben keinerlei Nutzwert", bekräftigt Tanner-Smith weiterhin. "Es gibt nur sehr wenige Einkaufszentren, die nach zusätzlichen Kiosksystemen zum Websurfen schreien - sie befriedigen keinen Geschäftsbedarf und sie gründen auf Geschäftsmodellen, die als wenig zukunftsfähig einzustufen sind. Aber für ein Geschäft, ein Hotel, eine Fluglinie, ein Kino, eine Bank oder einen Arbeitgeber, auf der Suche nach Wegen, um schnell und bequem Zugang zu ihren Dienstleistungen zu gewähren, könnte echter Nutzwert entstehen", fügt er hinzu.
Die Kleinanbieter, die minderwertige Kiosksysteme zum Verkauf anbieten, sind durch diese widrigen Marktverhältnisse besonders hart getroffen, aber sie sind auch die Urheber ihrer Misere. Wenn diese Marktakteure einzig und allein auf ihren Produktionsdurchsatz vertrauen, ist ihr Niedergang vorgezeichnet. "Diese Zulieferer sollten sich jetzt ihre Potenziale genau anschauen - und die Notwendigkeit einer Ausstiegsstrategie keineswegs von der Hand weisen", betont Tanner-Smith.

Fazit: Neuorientierung der Branche schafft Profitaussichten

Geschäftstüchtigere Anbieter erkennen mittlerweile, dass sie ihre Profitmargen erhöhen können, wenn sie sich innerhalb ihres bestehenden Kundenkreises auf das Wiederholungsgeschäft konzentrieren, das aus vorherigen, erfolgreich installierten Kiosksystemen resultiert. Diese Anbieter suchen nach realitätstauglichen Lösungen für wirklichkeitsnahe Geschäftsanliegen - und von denen ist das Kiosksystem vielleicht nur ein Baustein. Obwohl sie dem wirtschaftlichen Abschwung nicht entkommen konnten, haben sie gute Optionen zu überleben und zu florieren. Um sich einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen, muss die gesamte Industrie für Kiosksysteme ihre geschäftliche Grundeinstellung prinzipiell hinterfragen und neu ausrichten. Mehr kundenspezifische Ausrichtung anstatt Massenproduktion von Standardware sowie mehr Zeit für die Analyse, den Verkauf und die Erfüllung des kundenspezifischen Geschäftsbedarfs zählen zu den Erfolgsfaktoren, die in der Analyse von Frost & Sullivan angeführt werden. Tanner-Smith ist daher grundsätzlich optimistisch und räumt ein, dass schon jetzt viele führende Marktanbieter neue Strategien integrieren, um sich auf dem Markt neu zu positionieren.
Allerdings ist eine beträchtliche Zahl von Anbietern in allen Belangen zu inkompetent, um auf dem dienstleistungsorientierten Markt mithalten und sich gegen etablierte Anbieter von Kiosksystemen durchsetzen zu können. Und gleichzeitig müssen sie mit Systemintegratoren wie Accenture, EDS und IBM Global Services konkurrieren (oder auch zusammenarbeiten), die sich um Komplettlösungen für den Handel bemühen.

(Frost & Sullivan definiert ein Kiosksystem als eine unabhängige computer-basierte Baueinheit, die der Öffentlichkeit oder einer festgelegten Nutzergruppe den Zugang zu festintegrierten oder online verfügbaren Informationen und/oder Dienstleistungen ermöglicht. Ausgenommen sind hierbei Geldautomaten, Lotterie- und Spielgeräte.)



Titel der Analyse:
Frost & Sullivan's Analysis of the European Market for Multimedia Kiosks
(Report B185)


Abdruck der Pressemitteilung honorarfrei - Belegexemplar erbeten


Die Unternehmensberatung Frost & Sullivan beobachtet ständig eine Reihe wichtiger Hightech-Branchen und befragt diese auf neue Markttrends, Kennzahlen und Unternehmensstrategien.

Frost & Sullivan wurde 1961 in New York gegründet und ist heute als internationale Unternehmensberatung auf den Geschäftsfeldern Marktforschung und Marketingberatung aktiv.

Mit rund 750 Mitarbeitern liefert Frost & Sullivan seinen Kunden in allen Hochtechnologiebranchen wichtige Daten für strategische Entscheidungen. Seminare, Konferenzen und Managementtrainings ergänzen das Angebot.

Frost & Sullivan verfügt über europäische Büros in London, Paris und Frankfurt sowie über eigene Forschungszentren in Kalifornien, London und Singapur.


Weitere Informationen:

Stefan Gerhardt
Public Relations Manager

Frost & Sullivan
Clemensstrasse 9
60487 Frankfurt/Main
Tel. 069-77033-11
Fax 069-234566







Web: http://www.presse.frost.com


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Stefan Gerhardt, verantwortlich.

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