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marcus evans (Europe) Limited |

CFOs und Change Management: Soziales Engagement, Politik und Finanzen auf dem Prüfstand

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Im Vorfeld des Sechsten CFO Gipfels sprach Professor Dr. Hans-Olaf Henkel mit marcus evans (Europe) Limited über zukünftige Wirtschaftskrisen, aktuelle Herausforderungen an den CFO und erklärte, wie Staat und Unternehmen durch ein neues Verständnis von verantwortungsvollem Handeln Veränderungen bewirken und somit künftigen Entwicklungen erfolgreich entgegentreten können.

Wie Mechanismen der Weltwirtschaft auch Deutschland beeinflussen können

Wenn man einen Blick in die Zukunft wagt, kann man derzeit schwer voraussagen, welche Krisen die nationale und internationale Wirtschaft in den kommenden Jahren noch tangieren werden und welche Blasen platzen werden. Ein CFO jedoch ist theoretisch immer auf der Jagd nach Blasen und analysiert ständig, wo neue Risiken entstehen könnten, wenn diese Blasen platzen würden.

Für die Weltwirtschaft stellt derzeit China einen regelrechten Konjunkturmotor dar und ist großer Hoffnungsträger auch für die deutsche Automobilindustrie und den Maschinenbau. Die gewaltigen Investitionen in chinesische Immobilienprojekte sind jedoch kritisch zu betrachten. Sollte diese Blase platzen, hätten die Folgen nicht nur extreme Auswirkungen auf den chinesischen und deutschen Markt. In Deutschland selber könnten in den nächsten Jahren die Beschäftigungsblase, die Sozialversicherungsblase und die Schuldenblase platzen, und hätten somit weitreichende und vor allem langfristige Auswirkungen auf die komplette Gesellschaft.

Neue Aufgaben für den CFO

Die Herausforderungen an den CFO sind im Kern immer gleich. Man kann jedoch eine Akzentverschiebung je nach Branche, Firma und Zeitgeschehen feststellen: Derzeit müssen sich Finanzmanager viel mehr mit den Kapitalmärkten auseinandersetzen. Darüber hinaus ist es schwieriger geworden, Kredite zu erhalten, weil die Bankenwelt selbst ins Wanken geraten ist. Waren CFOs früher vor allem für Controlling und interne finanzielle Belange zuständig, spielt jetzt die externe Sicht und die Kooperation mit den Kapitalgebern eine wichtige Rolle.

Außerdem wurde dem Thema Compliance bis vor einigen Jahren weniger Beachtung geschenkt, heute jedoch spielt es eine immer größere Rolle. Was früher akzeptiert wurde, wird heute nicht mehr akzeptiert, beispielsweise Bestechung. Gesetze, die früher das Tagesgeschäft regelten, sind heute nicht mehr zeitgemäß für die schnelllebigen Märkte. Der CFO muss diese Änderungen immer wieder klar machen und nicht nur zu Zeiten des Jahresabschlusses auf die Einhaltung der aktuellen Gesetze und Regeln achten. Die peinlich genaue Einhaltung dieser Maßgaben stellt eine besondere Verantwortung dar.

Wie soziales Engagement die Weltwirtschaft rettet – oder auch nicht

Corporate Social Responsibility (CSR) ist in der Regel Aufgabe des CEO und gehört nicht in das Tagesgeschäft eines CFO. Dieses Thema wird allerdings sehr oft personalisiert. Das bedeutet, mit einem neuen CEO gelangt meist auch ein neues Hobby in die Firma, auf welches die CSR dann ausgerichtet wird. Kein Firmenprojekt allerdings dient dem Selbstzweck, auch soziale oder nicht dem Kerngeschäft entsprechende Vorhaben. Sie müssen immer auch dem Unternehmen nutzen und dürfen nicht zur Selbstverwirklichung des CEO genutzt werden. Daher obliegt auch hier dem CFO eine besondere Verantwortung, die Intention solcher Projekte eventuell in Frage zu stellen und vor allem die daraus entstandenen Kosten genauestens zu prüfen.

Mangelndes soziales Engagement oder stark ausgeprägte Gier sind nicht die Auslöser der Finanzkrise – diese Eigenschaften waren schon immer präsent. Fast alle Banken hatten neben dem Ankauf toxischer Papiere genügend Interesse und Geld, gleichzeitig auch Segelrennen oder sonstige Projekte zu fördern. Diese Taten konnten die Finanzinstitute allerdings nicht vor den aufkommenden Schwierigkeiten bewahren und halfen auch nicht, die negativen Folgen für die gesamte Wirtschaft vorauszusehen. Im Gegenteil, die CFOs und CEOs der Finanzbranche hätten ihre Bemühungen eher der Bewertung der Qualität anzukaufender Papiere und den in Gang gesetzten Marktmechanismen schenken müssen, anstatt die Zeit in CSR-Maßnahmen zu investieren.

Was tatsächlich hilft, damit unerwartete Marktveränderungen nicht das Unternehmen ruinieren

Vor allem in schwierigen Zeiten ist Turnaround Management als Instrument unverzichtbar für ein Unternehmen und für eine Gesellschaft gleichermaßen. Die Firma muss sich auf neue Wettbewerber einstellen, die durch zunehmende Globalisierung den Markt beeinflussen. Wenn demografischer Wandel und neue technologische Entwicklungen die Kundenbedürfnisse verändern, kann die Produkt- und Servicepalette nicht die gleiche bleiben wie bisher. Wenn die Kunden sich verändern, muss sich auch das Unternehmen verändern.

IBM beispielsweise hatte bereits um 1960 ein Change Management System, zu einer Zeit, als es den Begriff quasi noch gar nicht gab. Nur weil sich IBM stetig an das veränderte Marktumfeld angepasst hat, konnte es, im Gegensatz zu den meisten Konkurrenten der damaligen Zeit, erfolgreich bestehen. Überträgt man diese Notwendigkeit der Veränderung nun auf Deutschland, stellt man fest, dass solch ein System hier nicht existiert oder zumindest in der Praxis nicht angewendet wird.

Es herrscht immer noch das politische Entscheidungssystem aus den 50er Jahren vor. Etwa alle 90 Tage findet hierzulande eine nationale Wahl statt, die den Politikern keine Zeit lässt, die eigentlichen Vorhaben umzusetzen und wirkliche Veränderungen zu bewirken. Auf der anderen Seite sind die Parteien übermächtig geworden und die Bürger haben keine Handlungsmöglichkeiten. Der Parteienstaat hat sich erheblich von der Realität entfernt und lässt Deutschland als unbeweglichen Apparat zurück. Daher ist eine Reform der Reformfähigkeit, also quasi Change Management auf Bundesebene, unabdingbar, bevor sich Deutschland wieder den Reformen im Gesundheits-, Wirtschafts- oder Bildungssektor widmen kann.

Der Schlüssel zum Erfolg

Heute ist es fast leichter, einen guten CEO zu finden, als einen guten CFO, denn durch die Bankenkrise haben sich die Anforderungen an den Leiter der Finanzen geändert. Mehr als je zuvor ist langjährige Erfahrung in dieser komplexen Branche und die Bereitschaft, sich an die veränderten Marktbedingungen anzupassen, der Schlüssel für ein erfolgreiches Finanzmanagement.


Zur Person
Als Keynote Referent des Sechsten CFO Gipfels stellt Professor Dr. Hans-Olaf Henkel im Hotel Fairmont Le Montreux Palace auf Basis seines 2009 erschienen Buches das Thema „Die Abwracker – Die Hall of Shame der Finanzkrise“ vor. Nach knapp 40 Jahren bei IBM in verschiedenen Managementpositionen und als Vorsitzender der Geschäftsführung nutzte Professor Henkel seine Erfahrungen anschließend als ehrenamtlich tätiger Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie und ist derzeit Mitglied von Aufsichts- und Beiräten verschiedener kleiner und großer Unternehmen.
Zur Veranstaltung
Jährlich treffen sich CFOs aus unterschiedlichen Industriesektoren, um sich über aktuelle Gegebenheiten und Neuerungen in der Finanzbranche zu informieren und über Problemstellungen zu diskutieren. Vom 20. bis 22. Juni 2010 wird der marcus evans Summit in der Schweiz stattfinden. Weitere Informationen zur Veranstaltung und zum Veranstalter finden Sie auf www.cfogipfel.com/henkel

Ihre Kontaktmöglichkeit
Verena Reith
Public Relations Summit Division
marcus evans (Europe) Limited
T: 00357 22 849 422, F: 00357 22 849 355
pr@marcusevanscy.com www.marcusevans.com/summits

Bei einer Veröffentlichung bitten wir um Benachrichtigung oder Zusendung eines Belegexemplars.


Web: http://www.cfogipfel.com/henkel


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Verena Reith, verantwortlich.

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