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Biosphärenhaus Pfälzerwald-Nordvogesen |

Mondscheinwanderungen: Burgen unterm Sternenhimmel

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Immer dem Nordstern nach: Mit allen Sinnen auf besonderer Tour durch die nächtliche Natur und zu sagenhaften Felsen und Ruinen im Pfälzerwald

Die grandiose Natur im Biosphärenreservat Pfälzerwald bezaubert jeden Besucher - jetzt auch nachts. Bei Mondscheinwanderungen kann man den Sternenhimmel vom Hochplateau mächtiger Burgen aus erforschen, den Zauber bizarrerer Sandsteinmassive im Dämmerlicht entdecken, Bachtäler auf Holzstegen im Nebel durchqueren und Fledermäuse im dunklen Wald orten.

Wenn sich an der Grenze zum Elsass in Deutschlands größtem zusammenhängenden Waldgebiet Fuchs und Hase gute Nacht sagen, schlägt die Stunde der Mondscheinwanderer. Dann versammeln sie sich unter Deutschlands erstem Baumwipfelpfad am Biosphärenhaus in Fischbach, rund 40 Kilometer von Kaiserslautern entfernt. "Der Mensch ist ein Augentier, wir sind daran gewöhnt uns auf unseren Sehsinn zu verlassen", sagt Ulrich Diehl, Diplombiologe und Geschäftsführer des Biosphärenhauses. Nachts allerdings kommt es auf ganz andere Sinne an. "Man glaubt gar nicht, wie intensiv man im Dunkeln riecht, man kann sogar die Bäume schnuppern. Es ist ein ganz neues Wahrnehmungserlebnis", weiß Diehl aus Erfahrung. Mit geschärften Sinnen geht es hinein ins Nachtleben des Pfälzerwaldes. Orientierung bietet den Wanderern auch die Natur selbst. Wer am Himmel den Nordstern ausgemacht hat, der kennt schon mal die Grobrichtung. Auch Geländemerkmale wie die Wetterseite von Bäumen oder Bachläufe bieten Orientierung. Eine echte Herausforderung - nicht nur für Städter! Zur Not helfen die Erfahrung der Wanderführer, Kompass und GPS nach.

Die erste Etappe der rund 20 Kilometer langen Wanderung ist das Königsbruch, ein Bachtal, das mit etwas Glück im Abenddunst liegt. Dann wird es bei der Überquerung auf einem 400 Meter langen Holzsteg stimmungsvoll und leicht gruselig. Je nach Höhe der Nebelschwaden geht es mitten durch sie hindurch oder - dann mehr schwebend als laufend - über sie hinweg. Vielleicht ist hier auch die ein oder andere Fledermaus auszumachen. Denn rund um Fischbach sind sie besonders aktiv. Aber keine Angst: "Die einheimischen Fledermäuse machen nur Jagd auf Insekten," beruhigen die fachkundigen Wanderbegleiter.

Durch das Rumbachtal mit seinen offenen Wiesen und den typischen Schilfgürteln, gelangen die Nachtschwärmer in das idyllische Fachwerkdorf Nothweiler. Dort beginnt der Anstieg zur sagenhaften Ruine Wegelnburg. Der Weg führt jetzt durch geschlossenen Wald, es wird richtig finster. Wer die Ohren spitzt, hört eine der sieben heimischen Eulenarten, mit etwas Glück ist auch der seltene Sperlingskauz dabei, der erst seit ein paar Jahren wieder im deutsch-französische Grenzgebiet heimisch ist. Auch Wildschweine, Dachse und Rehe sind hier unterwegs. "Ihnen zu begegnen ist allerdings Glückssache, denn die Tiere hören natürlich besser als wir Menschen und machen sich meist schon rechtzeitig aus dem Staub", schmunzelt Ulrich Diehl.

Nach einer knappen Stunde tauchen die Schatten des mächtigen Fundaments der Wegelnburg vor den Nachtschwärmern auf: Nur noch wenige Meter über Leitern und die Wanderer haben die höchst gelegene Burgruine im Pfälzerwald erklommen. Von ihrem 572 Meter hohen Plateau aus eröffnet sich ein grandioser Blick auf den nächtlichen Pfälzer Wald und die nahe gelegenen Ruinen Hohenburg und Löwenburg auf französischer Seite. Über den Abenteurern spannt sich ein zauberhafter Nachthimmel, unzählige Sterne funkeln wie Glühwürmchen, von keinerlei künstlichem Licht beeinträchtigt. "Viele fragen sich dann, welche Sternbilder kenne ich überhaupt? Da dieses Wissen für den modernen Menschen bedeutungslos ist, wird es oft nicht mehr vermittelt", bedauert Ulrich Diehl. Doch nachts auf der Wegelnburg, die wie ein Schiff im dunklen Wald vor Anker liegt, lernt man wieder etwas über Mythen und Figuren der Sternenbilder.

Der Abstieg führt zum Hirtzfelsen, einem beeindruckenden Sandsteinmassiv, wie es typisch ist für diese Region. "Selbst Kenner dieser bizarren Felsen sind überrascht, wie anders sie bei Nacht wirken", so Biologe Ulrich Diehl. Im letzten Dorf vor der französischen Grenze Hischtal wartet eine heiße Suppe auf die Wanderer wartet. Gut gestärkt kann es weitergehen Über den Ort Schönau geht es wieder zurück durch das Königsbruch, vorbei am Königsweiher, in dem sich das Mondlicht spiegelt.

Die Wanderer, die gegen 2 Uhr mit vielen neuen Eindrücken zum Baumwipfelpfad zurückkehren sind sich einig: Das Fischbacher Nachtleben ist spannender als das mancher Großstadt!

Ausgangs- und Endpunkt der Wanderung ist Deutschlands erster Baumwipfelpfad. Besucher können hier ganz sicher über einen Holzsteg auf bis zu 35 Meter steigen und die Natur in Höhe der Baumkronen erleben. Nebenan im Biosphärenhaus ist der Lebensraum Wald und das Zusammenwirken von Mensch und Natur Thema.

Infos: Biosphärenhaus Pfälzerwald / Nordvogesen, Am Königsbruch 1, 66996 Fischbach, Telefon 06393/92 100,
Internet: www.wipfelpfad.de Angebote: Große Burgen-Nachtwanderung, Vollmondwanderung zu den Altschlossfelsen, Große Mondwanderung.



Biosphärenhaus Pfälzerwald-Nordvogesen
Ulrich Diehl
Am Königsbruch 1
66996 Fischbach bei Dahn
06393 92100

www.wipfelpfad.de



Pressekontakt:
ideemedia GmbH
Uwe Schoellkopf
Karbachstr. 22
56567
Neuwied
u.schoellkopf@idee-media.de
02631 99960
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Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Uwe Schoellkopf, verantwortlich.

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