info@PortalDerWirtschaft.de | 02635/9224-11
Suchmaschinenoptimierung
mit Content-Marketing - Ihre News
FranchisePORTAL GmbH |

FranchisePORTAL exklusiv: DFV-Präsident Dr. h.c. Dieter Fröhlich im Interview

Bewerten Sie hier diesen Artikel:
1 Bewertung (Durchschnitt: 2)


Die Gründerkultur fördern, Internationalisierung vorantreiben, Innenstädte beleben: Für seine vierte Amtszeit hat sich Dr. h.c. Dieter Fröhlich, der Präsident des Deutschen Franchise-Verbands (DFV), viel vorgenommen.

FranchisePORTAL: "Wir sind anders als die anderen" lautete das Motto der diesjährigen DFV-Tagung. Welche Themen kamen unter dieser Überschrift zur Sprache?

Dr. h.c. Dieter Fröhlich: Unser Hauptthema in diesem Jahr war "Innovation", also die beständige Verbesserung und Erneuerung von Unternehmen - mit Änderungen sowohl nach innen als auch nach außen. Denn gerade in dieser Hinsicht sind Franchise-Systeme anders als andere Unternehmen. Sie können Know-how bündeln und weitergeben und haben ein besonders hohes Innovationspotenzial. Wie dieses in der Produktion, der Administration oder auch im Verkauf genutzt werden kann, haben wir bei der Tagung diskutiert.

FranchisePORTAL: Ist der Ruf nach Innovation auch eine Folge der Wirtschaftskrise? Wie stark spüren Ihre Mitglieder die Krise?

Dr. h.c. Dieter Fröhlich: Nein, Innovation braucht es immer, ganz unabhängig von der Wirtschaftslage. Die Franchise-Wirtschaft ist wahrscheinlich der einzige Bereich, der 2009 und auch in diesem Jahr viele neue Arbeitsplätze geschaffen hat. Die Zahl der Franchise-Systeme ist weiter gewachsen. Natürlich ist die Krise in manchen Bereichen zu spüren: Auch bei Franchise-Systemen liegen beispielsweise im Einzelhandel die Umsätze niedriger als gewohnt. Doch im Handwerk oder bei Dienstleistungen sieht es weiterhin sehr gut aus, und ich gehe insgesamt auch von weiterem Wachstum aus.

FranchisePORTAL: Ein Schwerpunkt Ihrer bisherigen Vorstandsarbeit war das Thema Finanzierung von Gründungen in Franchise-Systemen. Was haben Sie in diesem Bereich erreicht?

Dr. h.c. Dieter Fröhlich: Inzwischen gibt es fünf auf die Franchise-Wirtschaft zugeschnittene Angebote, die die Finanzierung für Franchise-Nehmer leichter machen. Die Deutsche Bank, der Deutsche Sparkassen- und Giroverband, die UVW Leasing, die KfW und alle 16 Bürgschaftsbanken der Bundesländer haben ein spezifisches Verfahren entwickelt, bei dem das Franchise-System als solches nicht mehr für jeden einzelnen Gründer überprüft wird. Stattdessen werden die Systeme als Ganze betrachtet und für die Partner der Unternehmen, die generell als finanzierungswürdig angesehen werden, greift ein vereinfachtes Verfahren. Damit haben wir bisher gute Erfahrungen gemacht. Die Finanzierungsmöglichkeiten für Franchise-Gründer haben sich - anders als die für Einzelgründer - in den vergangenen drei Jahren zunehmend verbessert.

FranchisePORTAL: Gibt es trotzdem noch weitere Ziele in diesem Bereich?

Dr. h.c. Dieter Fröhlich: Ja. Zum einen wollen wir noch die Raiffeisen- und Volksbanken mit ins Boot bekommen, da gibt es erste Ansätze. Und wir werden uns auch dafür stark machen, die Finanzierungsmöglichkeiten für neue Franchise-Systeme zu verbessern. Denn jungen Franchise-Gebern mit guten Ideen geht in den ersten Jahren oft das Geld aus. Da fehlt es an weitergehenden Kreditangeboten.

FranchisePORTAL: Neben diesem Thema: Welche weiteren Pläne haben Sie für die kommenden drei Jahre?

Dr. h.c. Dieter Fröhlich: In diesem Jahr wollen wir das Wirtschaftsministerium bei seiner Initiative zur Belebung der Gründerkultur in Deutschland unterstützen. 2011 steht dann das Thema Internationalisierung auf der Agenda: Wir planen eine Reihe von Aktivitäten unter dem Motto "Franchising - das modernste Exportgut: Know-how". Geplant ist auch, die Präsidenten der Franchise-Verbände aus anderen Ländern zu einem Treffen nach Berlin einzuladen. Bis 2012 haben wir uns zudem vorgenommen, ein "Sparbuch für Kommunen" zu entwickeln, das bei der Privatisierung von bisher kommunalen Dienstleistungen helfen soll. Dort sollen dann Franchise-Systeme aufgeführt werden, die entsprechende Leistungen anbieten. In Zusammenarbeit mit etablierten Franchiseunternehmen sollen zudem neue Systeme gefördert werden, die die Kommunen bei ihren Aufgaben unterstützen bzw. entlasten können. Für 2013 ist die Innenstadtbelebung in kleineren Städten unser Thema. Denn auch da können Franchise-Systeme einen sinnvollen Beitrag leisten.

FranchisePORTAL: Planen Sie als Verband auch neue Serviceleistungen für Franchise-Geber?

Dr. h.c. Dieter Fröhlich: Sofern Bedarf besteht, selbstverständlich. Aktuell führen wir eine Mitgliederbefragung durch und werden die Ergebnisse im September bei unserer Vorstands-Strategiesitzung vorliegen haben. Dann können wir auf Basis dieser Daten sehen, welchen Bedarf es gibt.

FranchisePORTAL: Seit fünf Jahren überprüft der DFV seine Mitglieder mit dem sogenannten Systemcheck und sichert so die Qualität der Mitgliedsunternehmen. Doch nur etwa ein Viertel der Franchise-Unternehmen in Deutschland sind DFV-Mitglied. Wäre es daher nicht sinnvoll, sich für gesetzlich festgeschriebene Mindeststandards für alle einzusetzen?

Dr. h.c. Dieter Fröhlich: Ich sehe dafür keinen Bedarf, denn das wäre aus unserer Sicht eine Überregulierung. Schon jetzt haben künftige Franchise-Nehmer durch die vorvertragliche Aufklärungspflicht die Möglichkeit, umfangreiche Informationen über ein System zu erhalten und dann ein eigenes Urteil zu fällen. Auch ein Franchise-Gründer ist ein Unternehmer und sollte über eine entsprechende Urteilskraft verfügen. Das Gesetz kann und muss uns nicht alles abnehmen.

FranchisePORTAL: Welchen Rat geben Sie Gründern, die sich als Franchise-Partner selbstständig machen - auch angesichts der doch nicht ganz einfachen Wirtschaftslage?

Dr. h.c. Dieter Fröhlich: Zum einen haben diese Menschen Recht, sich einem Franchise-System anzuschließen, denn sie haben dadurch eindeutig bessere Chancen als Einzelgründer. Viele Fehler, die Existenzgründern unterlaufen, sind durch gute Systeme ausgeschlossen. Ansonsten rate ich: Entscheiden Sie sich für das, wofür Ihr Herz schlägt. Denn nur wer hinter dem steht, was er tut, wird damit erfolgreich und zufrieden werden.

FranchisePORTAL: Vielen Dank für das Gespräch.



FranchisePORTAL GmbH
Ulrich Kessler
Heidestraße 30a
53797
Lohmar
presse@franchiseportal.de
0 2241 - 25509-0
http://www.franchiseportal.de


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Ulrich Kessler, verantwortlich.

Pressemitteilungstext: 772 Wörter, 6058 Zeichen. Als Spam melden

Unternehmensprofil: FranchisePORTAL GmbH


Kommentare:

Es wurde noch kein Kommentar zu diesem Thema abgegeben.



Ihr Kommentar zum Thema





Weitere Pressemitteilungen von FranchisePORTAL GmbH lesen:

FranchisePORTAL GmbH | 16.09.2016

FranchisePORTAL: Deutlich mehr Gründeranfragen nach Relaunch

Im Juli 2016 vollzog das Franchiseportal den größten Relaunch in seiner 20-jährigen Unternehmensgeschichte. Das komplette Angebot des führenden deutschsprachigen Onlineportals zum Thema Franchising wurde noch lebendiger, informativer und benutzer...
FranchisePORTAL GmbH | 02.12.2010

FranchisePORTAL Erfolgstory: Selbstständig als SB-Bäcker mit Middelberg's Baking Friends

Unternehmergeist und Optimismus klingen gleichermaßen durch, wenn Volker Klinke von seinem neuen Geschäft erzählt. Vor wenigen Wochen erst hat er gemeinsam mit seiner Ehefrau Marion Klinke die SB-Bäckerei in der Brandenburger Straße eröffnet - ...
FranchisePORTAL GmbH | 16.11.2010

Franchiseportal und DFV veranstalten Live-Chat anlässlich der Gründerwoche Deutschland

Der Deutsche Franchise-Verband (DFV) und das Franchiseportal.de veranstalten am 17. November 2010 anlässlich der Gründerwoche Deutschland einen Live-Chat für Franchise-Interressierte mit DFV-Geschäftsführer Torben L. Brodersen. Die Gründerw...