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RKW Hessen GmbH |

50 Jahre AG Materialfluss und Logistik

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Wenn Konkurrenten gemeinsame Sache machen


Im Austausch mit Konkurrenten dazulernen zu dürfen, vertrauensvoll, offen, aber auch gut strukturiert: Das ist seit 50 Jahren das Erfolgsgeheimnis der Arbeitsgemeinschaft "Materialfluss und Logistik" des RKW Hessen. Auch bei der 50-Jahr-Feier stand der inhaltliche Austausch im Vordergrund.

Darmstadt, 31. Mai 2010 --- In feierlichem Ambiente im Jagdschloss Kranichstein blieb sich die Arbeitsgemeinschaft treu und widmete sich vor allem fachlichen Vorträgen. Hochkarätige Referenten gaben Einblicke in die Bereiche Distribution, Produktionslogistik und Güterverkehr. Sascha Gutzeit, Geschäftsführer des RKW Hessen unterstrich mit großer Zustimmung der Jubiläumsgäste den wichtigsten Erfolgsfaktor der Arbeitsgemeinschaft: "Das größte Erfolgsgeheiminis der Arbeitsgemeinschaft Materialfluss und Logistik sind Sie, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer." Die Bedeutung des vertrauensvollen Austauschs untereinander betonte auch der fachliche Leiter der AG, Harald Deichmann von der Radeberger Gruppe. "Wir alle haben die Erfahrung gemacht, wie wechselhaft und emotional das Logistikgeschäft ist. Schon allein das gesammelte Know-how, das die Mitglieder einbringen, bietet da eine gute Unterstützung. Und wir haben immer die Themen bearbeitet, die uns im Teilnehmerkreis besonders bewegt haben", blickte er auf 50 erfolgreiche Jahre zurück.

Erfahrungsaustausch erhöht die Effizienz
Ein Beispiel für den offenen Austausch innerhalb der Arbeitsgemeinschaft bot der Vortrag von Jörg Wörner, Logistikleiter der Römheld GmbH aus Laubach. Er berichtete vom 1987 begonnenen Aufbau einer eigenen Logistikabteilung bei dem mittelständischen Hersteller von Spanntechnik-Systemen für produzierende Unternehmen. "Wir konnten die Durchlaufzeiten unserer Aufträge auf weniger als ein Viertel der Ausgangszeit senken, ohne dass unsere Mitarbeiter schneller arbeiten mussten", verriet er. "Heute haben wir es sogar geschafft, unsere Produktion durch die Logistikabteilung steuern zu können", ist er mit den Erfolgen zufrieden. Um in der Integration der Supply Chain weitere Effizienzgewinne erzielen zu können, berät sich die Römheld GmbH seit 2007 intensiv mit ihren Lieferanten und Kunden in Sachen Logistik.

Kunden wollen "Grüne Logistik"
Einblicke in die fortschreitende Integration eines europäischen Großkonzerns bot Eckart Fricke, Leiter des Vorstandsressorts Produktion Einzelwagenverkehr und Ganzzugverkehr der DB Schenker Rail Deutschland AG. Er stellte heraus, dass sein Unternehmen im vergangenen Jahr mit einem Umsatz von 15,3 Milliarden Euro zur Nummer zwei der weltweit tätigen Transportdienstleister aufgestiegen ist. Weil Deutschland ein Transitland sei, erhole sich der Schienengüterverkehr hierzulande im Vergleich mit den europäischen Nachbarländern schneller von den Folgen der Wirtschaftskrise. Mit ausschlaggebend dafür sei auch der direkte Anschluss an die Seehäfen mit einer breiten Abfertigungspalette. Dort beginne eine stetig wachsende Zahl von Hinterlandverkehren. "Mehr als 60 Prozent unseres Betriebs sind grenzüberschreitende Verkehre", unterstrich der Güterverkehrsvorstand Deutschlands günstige geographische Lage. Die Güterverkehrsparte der Bahn strebt derzeit besonders die Entwicklung branchenspezifischer Logistiklösungen an, die eng auf die Bedürfnisse der Kunden zugeschnitten sind. "Der Trend zeigt dabei ganz klar eine deutlich steigende Nachfrage nach grüner Logistik", verdeutlichte Fricke aktuelle Entwicklungen. Deshalb bemühe man sich um den Ausbau sogenannter intermodaler Verkehre, bei denen Ladungen sowohl auf der Straße als auch auf der Schiene transportiert werden. Für diese wolle man neue Logistikmodelle und eine flexiblere Infrastruktur bereitstellen. Um die Akzeptanz des Schienengüterverkehrs durch geringere Lärmemissionen weiter zu steigern, will die DB Schenker Rail AG ihre Wagen künftig auf sogenannte Flüsterbremsen umrüsten. "Wir haben Kunststoffbremssohlen in einer Millionenstückzahl bestellt. Die vermindern nicht nur den Lärm beim Bremsen, sondern sorgen mit ihrer Funktionsweise auch für einen ruhigeren Radlauf", erklärte er die Vorteile.

Optimierte Intralogistik senkt Kosten
Die Möglichkeiten automatischer Intralogistik-Systeme stellte Marco Kambeck von der psb GmbH aus Pirmasens vor. Das rheinland-pfälzische Unternehmen ist spezialisiert auf die Konzeption, Produktion und Montage von Gesamtsystemen für Produktion und Distribution. Dabei fertigt psb sämtliche Bestandteile selbst - und das mithilfe eigener Anlagen. Am Firmensitz in Pirmasens können Unternehmen nicht nur die Produktpalette einmal live in Augenschein nehmen. "Wir halten auch ein Versuchsfeld bereit, in dem die Firmen unsere neuen Anlagen ausführlich prüfen können, bevor sie sie in ihre Produktion übernehmen. Erst wenn alle Komponenten wunschgemäß optimiert wurden, bauen wir dann vor Ort auf." In der Geschirrspülerproduktion von Miele in Bielefeld konnte beispielsweise mit einer neuen psb-Anlage die Montagedurchlaufzeit um 50 Prozent gesenkt werden. Und mit vier voneinander unabhängigen Montagesystemen kann der Hausgerätegigant seitdem besser mehrere Produktvarianten parallel fertigen. Auch in puncto Arbeitsergonomie bedeutete die neue Produktionsstraße einen Meilenstein. Weitere Praxisbeispiele aus der Produktion von Solarzellen und Lkw-Kotflügeln verdeutlichten die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten der automatisierten Intralogistiktechnik.
Das breite inhaltliche Spektrum der Fachvorträge belegte erneut die Stärken der Arbeitsgemeinschaft Materialfluss und Logistik. Stellvertretend für die Organisatoren des RKW Hessen und die Teilnehmer zog die eigens für die Jubiläumsveranstaltung engagierte Comedy-Putzfrau Erna das Fazit der Veranstaltung: "Logistik ist spannend - hätt ich gar nicht gedacht!"
Weitere Informationen: www.rkw-hessen.de

Pressekontakt:
Mainblick - Agentur für Öffentlichkeitsarbeit
Edeltraud Kruse
Wilhelmshöher Str. 35
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info@mainblick.com

Unternehmenskontakt:
RKW Hessen GmbH
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Düsseldorfer Str. 40
65760 Eschborn
Tel.: 0 6196 / 97 02 - 21
s.gutzeit@rkw-hessen.de

Beratungspartner des Mittelstands
Das RKW Hessen ist eine hessische Institution, die seit ihrer Gründung kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) Zugang zu externem Know-how und Fördermitteln des Landes und der EU für Beratungen ermöglicht. Dabei nimmt ihnen das RKW Hessen die Arbeit bei der Fördermittelbeantragung ab und sorgt mit seiner Qualitätssicherung für den wirtschaftlichen Erfolg der Beratung - bei jährlich über 1.000 betreuten Beratungsprojekten in Hessen. www.rkw-hessen.de

Web: http://www.rkw-hessen.de


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Uwe Berndt, verantwortlich.

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