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Jahrestagung des RKW Hessen

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Mit Transparenz zu mehr Liquidität - Finanzierungstipps für den Mittelstand


Wie kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) in der Krise ihre Liquidität sichern können, war das zentrale Thema der RKW-Jahrestagung 2010 in Langen. Offenheit und Realismus empfahlen die Referenten als zentrale Strategien.

Langen, 16. Juni 2010 --- Langens Bürgermeister Frieder Gebhardt freute sich, die rund 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in der umgebauten Stadthalle begrüßen zu können. "Wir in Langen sind für die Zukunft gut aufgestellt", zeigte er sich stolz über die gute Infrastruktur der Stadt. "Auch der hessische Mittelstand hat die Krise alles in allem gut bewältigt", ist Thomas Payer, Vorstandsmitglied des RKW Hessen, überzeugt. "Allerdings kommt es immer noch zu Liquiditätsengpässen, und die Finanzierung innovativer Projekte bereitet Schwierigkeiten", so der Geschäftsführer der Wagner & Co. Solartechnik GmbH aus Cölbe zum Auftakt der Tagung.
Die Ursachen dieser Situation verdeutlichte Professor Frank Wallau vom Institut für Mittelstandsforschung in Bonn. 2009 sei die hessische Wirtschaft um 4,3 Prozent geschrumpft, eine Zahl die aber noch unter dem Bundesdurchschnitt liege. Davon seien besonders die KMU betroffen. "Sie setzen über 70 Prozent aller Beschäftigten in Deutschland ein, erzielen aber nur einen Anteil von 47 Prozent an der Wertschöpfung", erklärte der Dozent an der Fachhochschule der Wirtschaft in Paderborn. Bis zu drei Jahre werde es wohl dauern, so der Experte, bis diese Unternehmen wieder denselben Stand erreicht hätten, an dem sie sich vor der Krise befanden. Da stoße man fast zwangsläufig auf zeitweilige Liquiditätsprobleme.
Um denen rechtzeitig entgegenzusteuern, empfahl Martin Detzner von der FutureValue Group AG aus Leinfelden-Echterdingen, regelmäßige Prognosen über den zu erwartenden eigenen Jahresabschluss anzustellen. So erhalte man frühzeitig Hinweise, falls sich das Kreditranking-Ergebnis des Unternehmens verschlechtere. "Wer diese Zahlen kennt, kann rechtzeitig handeln und sich das nötige Kapital besorgen, bevor seine Bonität in Frage gestellt wird", empfahl der Prognosespezialist. Diesen Rat unterstütze auch der erfahrene Sanierungsberater Dr. Reinhard Wilhelm aus Butzbach. "Viele Unternehmen bitten zu spät um Hilfe, weil sie ihre Lage nicht rechtzeitig erkennen", ist der Geschäftsführer der GKM Gesellschaft für Krisenmanagement und Unternehmensberatung überzeugt. Dabei verschlechtere sich die Situation von Unternehmen oft stufenweise bis hin zur Insolvenzreife. Als Abwehrmaßnahmen empfiehlt er Offenheit und Veränderungsbereitschaft: "Suchen Sie sich rechtzeitig einen kompetenten Berater."
Die abschließende Podiumsdiskussion verdeutlichte, dass die Finanz- und Wirtschaftskrise das Vertrauensverhältnis zwischen Banken und Unternehmern stark belastet hat. Rudolf Barget, Geschäftsführer der KWB Maschinenbau GmbH aus Freigericht schilderte, wie ihm trotz einer Bürgschaft für einen Betriebsmittelkredit von der Bürgschaftsbank Hessen durch Unstimmigkeiten mit seinen Hausbanken die liquiden Mittel knapp wurden. Die anwesenden Vertreter von Sparkasse, Volksbank und Commerzbank wurden sich schnell einig: Unzufriedene Bankkunden sollten das Gespräch mit ihrer Bank suchen und dafür selbst beim Chef vorstellig werden. Denn den Banken sei viel an einer harmonischen Partnerschaft mit den Firmen gelegen. "Kreditvergabe ist Vertrauenssache. Bitte vertrauen Sie Ihrer Bank", zog Klaus Kahlert, Direktor und Leiter der Regionalfiliale Offenbach der Commerzbank AG, das Fazit aus dem Bericht des engagierten Unternehmers. "Seien Sie transparent und offen und legen sie alle Zahlen auf den Tisch", pflichteten ihm Wolfgang Resch, Direktor Firmenkunden bei der Sparkasse Langen-Seligenstadt und Stephan Schader, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Dreieich eG bei.
Kurzfristig nicht an der Jahrestagung teilnehmen konnte der hessische Wirtschaftsminister Dieter Posch, weil der Hessische Landtag in einer Sondersitzung seine Vertreterinnen und Vertreter für die Bundesversammlung bestimmte. Vertreten wurde Posch durch den Leiter der Abteilung für Wirtschaftspolitik und Wirtschaftsförderung, Klaus-Dieter Jäger. Der unterstrich, dass auch die hessische Landesregierung Unternehmen mit Zahlungsschwierigkeiten unterstützt habe. Er empfahl Firmen, die sich in einer Krise befinden, Kontakt zum RKW Hessen aufzunehmen, das zahlreiche Förderprogramme koordiniere. "Dort weiß man, wer in welcher Situation am besten helfen kann."
Weitere Informationen: www.rkw-hessen.de

Beratungspartner des Mittelstands
Das RKW Hessen ist eine hessische Institution, die seit ihrer Gründung kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) Zugang zu externem Know-how und Fördermitteln des Landes und der EU für Beratungen ermöglicht. Dabei nimmt ihnen das RKW Hessen die Arbeit bei der Fördermittelbeantragung ab und sorgt mit seiner Qualitätssicherung für den wirtschaftlichen Erfolg der Beratung - bei jährlich über 1.000 betreuten Beratungsprojekten in Hessen.
www.rkw-hessen.de

Pressekontakt:
Mainblick - Agentur für Öffentlichkeitsarbeit
Tobias Loew
Wilhelmshöher Str. 35
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Telefon 0 69 / 40 56 29 54
tobias.loew@mainblick.com

Unternehmenskontakt:
RKW Hessen GmbH
Sascha Gutzeit
Düsseldorfer Str. 40
65760 Eschborn
Tel.: 0 6196 / 97 02 - 21
s.gutzeit@rkw-hessen.de

Web: http://www.rkw-hessen.de


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Uwe Berndt, verantwortlich.

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