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Das Fleisch und die Hitzewelle

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- Mindesthaltbarkeitsdatum bietet kaum ausreichenden Schutz

Bonn/Potsdam, 01. Juli 2010 - Die Hitzewelle schwappt über Deutschland und das Fußball-Viertelfinale steht kurz vor der Tür. Ideale Bedingungen für bundesweite Grill-Orgien. Doch wie ist es bei Temperaturen von bis zu 38 Grad um die Lebensmittelsicherheit bestellt? Sicherlich kennen Sie es: Die Milch schmeckt plötzlich säuerlich, vermeintlich frischer Fisch unangenehm fischig, der Saft hat einen Beigeschmack oder Sie landen schlimmstenfalls nach dem Verzehr von Geflügel mit Magenschmerzen im Bett.

Bislang ist den Deutschen trotz zahlreicher Lebensmittelskandale der Appetit auf Fleisch nicht vergangen. Und auch die Wirtschafts- und Finanzkrise hat den Konsum nicht reduziert. Mit einem Gesamtverzehr von 60,5 Kilogramm pro Kopf blieb der Verbrauch 2009 nur 100 Gramm unter dem Vorjahresniveau. Das geht aus einem Bericht der AMI Agrarmarkt Informations-Gesellschaft hervor. „Die Grillsaison in Verbindung mit der Fußball-WM sollte den Konsum von Schweinefleisch ankurbeln. Neben Zuwächsen beim Einkauf von Hackfleisch dürfte auch frisch gekühltes Geflügelfleisch stärker gefragt sein“, sagt Matthias Kohlmüller, Marktanalyst Fleischwirtschaft der AMI.

Doch gerade im Sommer ist beim Konsum leichtverderblicher Lebensmittel Vorsicht geboten. Denn das Mindesthaltbarkeitsdatum bietet dem Konsumenten gerade in heißen Zeiten kaum ausreichenden Schutz. Es prognostiziert lediglich, wie lange ein Produkt haltbar wäre, vorausgesetzt jeder Transporteur, Zwischenhändler und auch der Verbraucher halten die Kühlkette lückenlos ein. Schon beim Kauf oder spätestens nach der Heimfahrt im heißen Auto kann der schnelle Verderb des Lebensmittels eintreten. „Ein zu Beginn harmloser Prozess, dessen Geschwindigkeit allerdings maßgeblich vom Verhalten des Verbrauchers abhängt. Denn die Zahl der Keime steigt explosionsartig an, sobald die Kühlkette an irgendeiner Stelle unterbrochen wird – zum Beispiel im Auto oder im zu warmen Kühlschrank“, sagt die Bonner Wissenschaftlerin Judith Kreyenschmidt.

Technologiehersteller arbeiten daher schon seit längerem an so genannten Frische-Indikatoren, um die Lücken des Mindesthaltbarkeitsdatums zu füllen. Das Unternehmen Bizerba aus Balingen setzt dabei auf das TTI-Systemetikett. Claudia Gross, Director Global Marketing and Communication bei Bizerba, erklärt: „Das Produkt, etwa eine Hackfleischpackung, wird vom Lebensmittelproduzenten mit dem TTI-Label etikettiert. Im Inneren des Etiketts befindet sich eine Farbe, die mit UV-Licht aufgeladen wird. Zu Beginn erscheint diese in einem tiefen Blau. Sie entfärbt sich im Laufe der Transportkette in Abhängigkeit von Zeit und Temperatur. Ein vollständig ausgeblichenes Etikett signalisiert Zwischenhändlern und letztlich auch dem Verbraucher: Hier wurde die Kühlkette unterbrochen – beispielsweise durch unnötig lang geöffnete Türen während des Umladens“.

Bei warmer Lagerung von leichtverderblichen Lebensmitteln gedeihen Salomonellen. Sie sind die häufigsten Verursacher einer bakteriellen Magen-Darm-Erkrankung. Mit bloßem Auge sind sie nicht erkennbar, ihre Auswirkungen dafür umso mehr: Typische Symptome der so genannten „Salmonellose“ sind Fieber, Durchfall, Erbrechen und Kopfschmerzen. Das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) hat deshalb einige einfache Regeln zusammengestellt, die helfen können, eine Salmonellen-Infektion zu vermeiden. So sollte man in der warmen Zeit frisches Fleisch möglichst in Kühltaschen nach Hause bringen, besonders Hackfleisch noch am selben Tag verzehren und Grillgut stets gut durchbraten. Denn eine vollständige Erhitzung tot die Salmonellen in der Regel ab.


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Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Sonja Hergarten, verantwortlich.

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