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Expertenstreit: Outsourcing und das Ende des schlanken Betriebes

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Düsseldorf/Stuttgart, www.ne-na.de - In den neunziger Jahren galt er als das Ideal: der ,schlanke Betrieb', der zahlreiche Aufgaben an Fremdfirmen delegiert und ganze Abteilungen aufgibt und auslagert, im Managerjargon "Outsourcing" genannt. Doch der Traum sei nach Meinung einiger Wirtschaftsexperten vielfach ausgeträumt: Die Idee des schlanken Betriebs erfülle in der Realität selten die Erwartungen. Unternehmenslenker, die mit spitzem Bleistift nachrechnen, müssten ernüchtert feststellen, dass die Kosten für ausgelagerte Tätigkeiten oft höher sind als vergleichbare interne Leistungen. Zur Abgabe von Leistungen geselle sich ein Kontroll- und Informationsverlust im eigenen Hause. Branchenübergreifend sei eine Welle der Rückverlagerung zu beobachten.

"Die ,Insourcer' liegen im Trend. Denn etwa jedes vierte Unternehmen holt Aufgaben wieder zurück, die früher an Fremdfirmen vergeben wurden. So erwächst der ,Outsourcing-Welle' eine ebenbürtige Gegenbewegung", berichtet die Wochenzeitung "Die Zeit". Andere Experten halten den angeblichen Trend zum "Anti-Outsourcing" im deutschen Markt für eine eher initiierte Kampagne. Denn internationale Marktreports zeigen deutlich, dass besonders im Sektor Telekommunikation und Informationstechnik (ITK) in etwa fünf Jahren rund 50 Prozent der gesamten Budgets in Nordamerika und Europa für Outsourcing-Dienste aufgewandt werden.

Udo Nadolski, Geschäftsführer der Düsseldorfer IT-Personalberatung Harvey Nash http://www.harveynash.de sieht in den aktuell kolportierten Aussagen populistische Versuche, der Unsicherheit über die Wirtschafts- und Gesellschaftssituation das scheinbar heile Bild vom vertikal integrierten Hersteller entgegenzuhalten. Verkannt werde dabei, dass die Markt- und Wettbewerbsentwicklung für die große Masse der Unternehmen die Frage nach der Profitabilität sei. Für wenige Großunternehmen mag sich das rechnerisch anders darstellen, aber auch bei Ihnen würde das geschlossene, quasi auf Autonomie ausgerichtete Geschäftsprozessmodell des Unternehmens unterstellen, dass das Konzerngefüge längerfristig stabil ist. "Die Pressemeldungen und Spekulationen über den Konzernumbau von Bayer etwa zeigen gerade, dass dieser Wunsch nach langfristiger Kontinuität utopisch ist. Die notwendige Flexibilität für den An- und Verkauf von Konzernsparten kann nur über ein durchdachtes und leistungsfähiges System von externen Dienstleistern erreicht werden", so Nadolski.

Auch beim ITK-Systemintegrator NexitiraOne http://www.nextiraone.de in Stuttgart sieht man das Thema Outsourcing im Aufwärtstrend. "Es ist sehr kurzsichtig, das Thema Outsourcing als überholt zu bezeichnen, nur weil einige wenige Projekt nicht erfolgreich verlaufen sind", so die Einschätzung von Kay Ohse, Marketingleiter von NextiraOne. So verzeichnet sein Unternehmen eine verstärkte Nachfrage zu sogenannten Managed Services-Verträgen, einer flexibel auf Kundenbedarf und Kundennutzen ausgerichteten Form von Outsourcing. "Outsourcing heißt nicht für den Auftraggeber, jegliche Kompetenz und Verantwortung abzugeben", skizziert Ohse die erfolgreiche Vorgehensweise in Managed Services Projekten.

"Über gut definierte Schnittstellen und Prozessabläufe werden die externen Dienste in die Geschäftsprozesse des Kunden eingebunden, bei tatsächlich niedrigeren Kosten und ohne seine finanzielle Situation hinsichtlich Basel-II negativ zu belasten. Ein gemeinsames Projektteam zwischen Kunde und Dienstleister legt Projektablauf, Ziele und Qualitätsmaßstäbe zur Erfolgsmessung fest", führt Ohse weiter aus. NextiraOne sei sich sicher, dass der Bedarf an gemanagten Diensten noch erheblich zunehmen würde. Dies zeigten auch die Erfahrungen des Unternehmens auf dem nordamerikanischen Markt. "Im globalen Rahmen werden sich Unternehmen aller Branchen weiterentwickeln müssen. Nicht nur die reine Produktion von Hard- und Software, auch die Pflege und Ausführung der ITK-Dienste wird zunehmend in weltweiter Arbeitsteilung erledigt werden. Europäische Unternehmen müssen sich in Zukunft viel stärker auf Innovationen konzentrieren, ihr Kerngeschäft viel mehr im Bereich Forschung, Entwicklung, Marketing und Vertrieb suchen. Der Betrieb eines ITK-Supportcenters für 20.000 oder mehr Arbeitsplätze ist dagegen mit Sicherheit keineswegs das Kerngeschäft einer Bank, eines Automobilherstellers oder eines Energieversorgers", so Ohse.


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Claudia Klemp, verantwortlich.

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