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Herstellervereinigung BAU + DIY e.V. |

Rohstoffe, Transport und Energie verteuern Heimwerkerprodukte

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Einzelhandelspreise im Do-it-yourself-Bereich deutlich gestiegen


Ratingen, 26. Juli 2010 – Die aktuellen Erhebungen des Statistischen Bundesamtes zeigen deutlich: die Einzelhandelspreise für Bau- und Heimwerkerprodukte sowie Anstrichmittel sind im zurückliegenden Jahr spürbar gestiegen.

Im Schnitt verteuerten sie sich um 5 Prozent. Dies war eine deutliche Zunahme im Vergleich zum Vorjahr, in dem die Teuerungsrate durchschnittlich bei 2,5 Prozent lag. Fachleute erwarten, dass sich dieser Teuerungstrend auch in 2010 fortsetzt.

Nach einer zwischenzeitlichen Beruhigung an den Rohstoffmärkten steigen die Preise für Rohstoffe seit Jahresbeginn wieder. Dies gilt insbesondere für die deutschen Stahlpreise. Bis zum Mai stiegen diese am Spotmarkt auf das zweithöchste jemals erreichte Niveau an. Neben den Stahl - und NE-Metallpreisen bleibt auch Rohöl weiterhin über dem Stand von 2009. Rohöl ist damit ein anhaltender Kostentreiber für viele Bau- und Heimwerkerprodukte. Insbesondere die rohölnahen Sparten aus den Bereichen Kunststoffe, Farben/Lacke und Bauchemie bekommen dabei zudem die Abwertung des Euros zu spüren. Die Währungsparität vom Euro zum Dollar stellt für alle rohstofforientierten Produzenten und Fertigwarenimporteure eine merkliche Verteuerung ihrer Einstandspreise dar. Auch die Bezugspreise für Energie und Transportleistungen sind unmittelbar mit den Rohölpreisen verknüpft. „Dieser massiv gestiegene Kostendruck auf Seiten der Hersteller wird zu neuen Preisrunden mit dem Einzelhandel führen. Zudem wird durch die Abkehr von verbindlichen Jahrespreisen auf Seiten der Vormaterialproduzenten, beispielsweise bei den Stahlproduzenten, die verarbeitende Industrie gemeinsam mit den DIY-Einzelhändlern zeitnah über neue gemeinsame Preismodelle in volatilen Rohstoffmärkten nachdenken müssen“, erklärt Ralf Rahmede, Geschäftsführer vom Verband BAU + DIY e.V.

Wenn die großen Stahlproduzenten keine verbindlichen Jahrespreise über Langfristverträge mehr eingehen, kommt die verarbeitende Industrie bei ihren Abgabepreisen an den Handel in ein Kalkulationsproblem. Kurzfristige Stahlpreisfestsetzungen und damit größere Abhängigkeit von spekulativen und hochvolatilen Spotmärkten verlangen ein kostenträchtiges Beschaffungsmanagement und einen ausreichenden Risikopuffer. Bisher war es in der DIY-Branche nicht üblich einen variablen Preis für das Endprodukt mit gesonderten Rohstoffaufschlägen zu bestimmen, wie dies beispielsweise im Fachhandel über Materialteuerungszuschläge praktiziert wird. Aber auch Dieselpreiszuschläge sind heute im Bereich der Logistikdienstleistungen bereits ein praktiziertes Modell. Für ihn ist klar: „Der Risikoaufschlag für die Planungssicherheit von Produzent und Einzelhandel muss im Interesse des Endverbrauchers so niedrig wie möglich gehalten werden“.




Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Guido Müller, verantwortlich.

Pressemitteilungstext: 319 Wörter, 2581 Zeichen. Als Spam melden


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