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re-scha/Dipl.-Ing. agr. Ulrich Schäfer |

Probiotika oder probiotische Arzneimittel

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Genaues Hinschauen lohnt sich


Probiotische Präparate, also Zubereitungen, die lebende Mikroorganismen enthalten, stehen hoch im Kurs bei Züchtern und Haltern. Bemüht um Gesundheit und Vitalität ihrer Heimtiere, sind nicht wenige von ihnen bereit zu entsprechenden Investitionen in Präparate mit probiotischem Anspruch. Umso wichtiger ist es, die Spreu vom Weizen zu trennen. Möglich ist dies jedoch nur, wenn man die auf dem Markt erhältlichen Nahrungsergänzungen mit unspezifischer probiotischer Zusammensetzung von echten, staatlich zugelassenen und wirksamen Laktobazillen-Arzneimitteln zu unterscheiden weiß. Probiotika, wie wir sie kennen, enthalten Mikroorganismen, die als Nahrungsmittelergänzung nicht für eine gezielte Behandlung eines Krankheitsbildes sondern „nur“ für die Ernährung geeignet sind. Auf dem Markt finden sich mittlerweile Produkte, die die unterschiedlichsten Mikroorganismen beinhalten. Das sind Mikroorganismen wie z.B. Hefen, Enterokokken, Pediokokken aber auch Laktobazillen. Die Kennzeichnung dieser Produkte lässt für den Anwender oft viele Fragen offen.

Werbung und Wirklichkeit

Der Begriff „Laktobazillen“ ist wohl mittlerweile nahezu jedem geläufig, folglich wird von Anbietern kräftig die Werbetrommel in dieser Richtung gerührt. Bei näherem Hinsehen oder entsprechender Prüfung enthalten deren Produkte aber gar keine Laktobazillen, sondern andere Mikroorganismen wie Enterokokken, Pediokokken etc. Im Zweifel rate ich dazu, sich ein Prüfzertifikat der entsprechenden Charge zeigen lassen. Ein ordentliches Prüfzertifikat, erstellt von einem lizenzierten Labor, sagt nicht nur etwas über die vorhandenen Probiotika-Mikroorganismus-Stämme aus, sondern verrät noch viel mehr, zum Beispiel die tatsächliche Anzahl der vorhandenen Probiotika-Keime (angegeben in KBE, also koloniebildende Einheiten pro Gramm) sowie ggf. die Kontamination des Produktes mit Schadkeimen.

Ein weiterer Punkt: Leider wird nicht jedes Präparat zulassungsgemäß in den Handel gebracht. Deshalb ist wichtig zu wissen: Probiotika dürfen nur bei solchen Tieren angewandt werden, für die sie offiziell zugelassen sind. Eine Auslobung für andere Tierzielarten, die in der Zulassung nicht erwähnt bzw. von dieser gar nicht erfasst sind, ist nicht statthaft und daher gesetzlich unter Strafe gestellt.

15 Jahre Grundlagenforschung

Ich selbst beschäftige mich mittlerweile seit 15 Jahren auf wissenschaftlichem Niveau mit Probiotika. Am Anfang stand für mich die Frage: Welche Mikroorganismen sind für einen gezielten Einsatz im tierischen Bereich am besten geeignet?
Hefen kamen für mich aufgrund ihrer Stoffwechselprodukte und deren schwieriger Kontrollierbarkeit im Dünndarm erst gar nicht in Frage. Erwischt man einen Hefestamm, der sich nach der Verabreichung durch Zufall im Dünndarm ansiedelt, so hat man ein Problem.
Viele Untersuchungen hinsichtlich der Beschaffenheit der Dünndarmflora haben mir gezeigt, dass in der Regel der Dünndarm von Enterokokken und Pediokokken überflutet ist. Warum noch etwas hinzugeben, das schon in ausreichender Menge vorhanden ist? Hinzu kam die Befürchtung, dass sich artfremde kokkenartige Spezies negativ auf die schon vorhandenen arteigenen Bakterienstämme auswirken können.

Laktobazillen – der Schlüssel zum Erfolg

Auf Laktobazillen bin ich bei meinen Untersuchungen am wenigsten gestoßen. Also musste der Schlüssel zum Erfolg in dieser Richtung liegen. Inspiriert wurde ich zu dieser Zeit von Frau Prof. Dr. Dr. Gerlach. Sie hatte entdeckt, dass sich möglicherweise Laktobazillen an Rezeptoren (Anheftungsstellen) im Dünndarm andocken lassen, die dann schädlichen Bakterien den Raum wegnehmen. Einen derartigen Laktobazillus gab es aber nicht. Auch lassen sich Bakterien nicht technisch soweit verändern, dass sie im Dünndarm jeder Tierart zur Ansiedlung kommen können. Behauptungen in dieser Richtung sind barer Unfug. Technisch veränderte, d.h. genmanipulierte Bakterien bedürften einer speziellen Zulassung.
Die Suche nach einem geeigneten Laktobazillus, der all meinen Anforderungen genügte, gestaltete sich für mich viel schwieriger als zunächst erwartet. Es wurden mehrere hundert Stämme Laktobazillenspezies aus der Natur, also aus dem Dünndarm gesunder Vögel, isoliert und auf Siedlungsaktivität getestet. Zu jener Zeit habe ich den Begriff „Siedlungsaktivität“ geprägt und nur für Laktobazillen verwendet, die sich durch überragende Anpassungsfähigkeit im Dünndarm verschiedenster Vogelspezies ausgezeichnet haben. Dieser Begriff „siedlungsaktiv“ ist mittlerweile zum Verkaufsslogan geworden und wird leider auch für Bakterienspezies benutzt, die diesen gar nicht verdienen.

Lactobacillus salivarius als Basis für das Arzneimittel PT-12

Neben der Siedlungsaktivität sollte sich der Laktobazillenstamm auch durch eine hohe Verdrängungsleistung in Bezug auf pathogene (= krankmachende) Keime auszeichnen. Hinzu kommen eine entsprechend hohe Stoffwechselaktivität, industrielle Produzierbarkeit und Lagerungstoleranz. Das Endprodukt meiner jahrelangen Forschungsarbeit ist PT-12 geworden. Er enthält den speziellen Lactobacillus salivarius, der all diesen Anforderungen gerecht wird. PT-12 mit dem Lactobacillus salivarius ist als Arzneimittel gelistet. Das bedeutet für den Anwender: Wirksamkeit und Sicherheit. Im Arzneimittelbereich werden besonders strenge Maßstäbe angelegt. Anders als bei einigen probiotischen Nahrungsergänzungen kann bei PT-12 auf Mikroverkapselung der Laktobazillen vollständig verzichtet werden, denn der einzigartige Lactobacillus salivarius übersteht die Magenpassage ausgezeichnet. Natürlich ist dies ein besonders wichtiges Alleinstellungsmerkmal meines Arzneimittels, wenn man sich vergegenwärtigt, dass die Technik der Mikroverkapselung von Mikroorganismen unausgereift ist. Viele Bakterien sterben schon bei der Verkapselung ab. Hinzu kommt, dass sich die Verkapselung im oberen Teil des Dünndarms vollständig auflösen muss, da ansonsten die verkapselten Bakterien, ohne eine nachhaltige Wirkung im Dünndarm zu hinterlassen, ausgeschieden werden. Vor hoher Umgebungsluftfeuchtigkeit würde Mikroverkapselung die Laktobazillen wohl schützen, aber eine Tiefkühllagerung aus Gründen einer guten Lagerstabilität dennoch zwingend erforderlich machen.

PT-12 wird seit mehreren Jahren von einer wachsenden Zahl an Ziervogel- und Taubenhaltern mit sehr gutem Erfolg angewandt. Wir liefern das Arzneimittel mittlerweile bis weit über die Grenzen Europas aus. Mit der wachsenden Verbreitung von PT-12 erreichen uns verstärkt Anfragen von Vogelparks und spezialisierten Tierärzten. „Wir setzen PT 12 bei Vögeln ein, die wir mit Antibiotika behandeln. Auch bei immunschwachen Tieren und bei der Aufzucht von Jungvögeln empfehlen wir PT 12“, betonen beispielsweise Dr. Marcellus Bürkle und Dr. Britsch von der Ziervogel- und Exotenpraxis Dr. Bürkle/Dr. Britsch in Karlsruhe. Dr. Bürkle ist Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat der AZ (Vereinigung für Artenschutz, Vogelhaltung und Vogelzucht e.V.) und beratender Tierarzt des Vogelparks Walsrode.

Wirksamkeit und Sicherheit durch lückenlose Qualitätskontrollen

Das Produkt wird beginnend von der Herstellung (Züchtung bzw. Vermehrung, Gefriertrocknung und Mischung) über die Verpackung und Lagerung ständig von einem externen Prüflabor überwacht. Ein Chargenprodukt des PT-12 wird erst von einer externen, sachkundigen Person freigegeben, wenn alle Arzneimittelanforderungen erfüllt sind. In diesem Zusammenhang möchte ich auf die Lagerstabilität (d.h. Lebensfähigkeit der enthaltenen Laktobazillen) eingehen. Es hat sich gezeigt, dass die Anzahl der lebenden Laktobazillen-Keime im Arzneimittel PT-12 bei sachgerechter Lagerung über fünf Jahre hinweg nicht abnimmt. Das hat mehrere Gründe: Das Produkt hat eine sehr geringe Wasseraktivität, d.h. es ist sehr trocken. So schadet eine hohe Umgebungsluftfeuchtigkeit gefriergetrockneten Bakterien genauso wie langfristig hohe Temperaturen. Die Verpackungsfirma darf erst bei einer Raumluftfeuchte von < 40 % abfüllen. Auch wird die Bulkware bei der Hersteller- und Verpackungsfirma gekühlt gelagert. Die Lagerung der Fertigware ist für den Vertreiber unter Tiefkühlbedingungen ein Muss für ein qualitativ hochwertiges Produkt. Da PT-12 sehr trocken ist und luftdicht in kleinen Sachets (Beuteln à 5 g) verschweißt wird, ist es im Hinblick auf Haltbarkeit auch bei höheren Temperaturen nicht so kritisch zu betrachten wie viele Probiotikaprodukte, die scheinbar noch nicht einmal eine normale Kühllagerung benötigen. Langzeitstudien des Kulturenherstellers haben gezeigt, dass PT-12 bei einer permanenten Lagerung von 25° Celsius über ein ganzes Jahr nur eine Zehnerpotenz an lebenden Laktobazillen verliert. Selbst bei einer Lagerung unter „worst-case“-Bedingungen bei Brutschranktemperatur von 38° Celsius war keine Reduktion der lebenden Laktobazillen feststellbar. Aufgrund dieser „worst-case“-Prüfung hat mir das Land Nordrhein-Westfalen den Versand unter normalen, ungekühlten Bedingungen weltweit erlaubt.

Wie man sieht, ist Qualität kein Zufall. Mittlerweile ist das Arzneimittel PT-12 seit sechs Jahren erhältlich und wird von vielen Züchtern, Tierärzten, Kliniken sowie zoologischen Gärten sehr geschätzt.

Web: http://www.re-scha.de


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Frank Kosching, verantwortlich.

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