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VDEB-Infotag spiegelt positive Erwartungen wider

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Wachstum in der IT-Branche 2004 bei 2,2 Prozent. Weiterhin Bedarf für innovative IT-Security-Lösungen. Unternehmensnetzwerke ein Modell für die Zukunft. Softwarepatentierung auf Eis gelegt.

Aachen, 25. November 2004. Am 7. November 2004 fand der traditionelle Infotag des Verbands der EDV-Berater e.V. (VDEB) statt. Zum sechsten Mal lud der VDEB renommierte Referenten zu aktuellen Themen der IT-Branche nach Aachen ein. Dipl.-Ing. Oliver Grün, Vorsitzender des VDEB, präsentierte in seinem Eröffnungsvortrag die positive Erwartung der IT-Branche für das nächste Jahr. Nach zwei Jahren der Rezension kann nun 2004 erstmals nach Erhebungen durch das European Information Technology Observatory (EITO) wieder mit einem Wachstum von 2,2 Prozent gerechnet werden. Als Zukunftsmärkte machte der VDEB insbesondere die Marktsegmente Outsourcing, IT-Services und Health Care aus. Auch im Bereich ERP ist mit einem weiteren Wachstum zu rechnen, wie eine aktuelle Marktstudie des VDEB ergab. Demnach überlegen derzeit 10 Prozent der befragten kleineren und mittleren Handelsunternehmen, ihr eingesetztes Warenwirtschaftssystem in den nächsten 12 Monaten zu erneuern.

Der Markt für IT-Security-Lösungen zeigt weiterhin ein überdurchschnittliches Wachstum. Spezialisierte Software-Unternehmen können dem verunsicherten Mittelstand überzeugende Lösungen anbieten. Toralv Dirro, Security Lead System Engineer bei Network Associates GmbH, verdeutlichte die Gefahr, die durch immer besser getarnte Trojaner ausgeht. In den Medien spiegelt sich zumeist nur die Spitze des Eisbergs. Jürgen Loga, Leiter der Fachgruppe IT-Security beim VDEB, machte jedoch auch deutlich, daß der Einsatz von Technik allein nicht ausreicht. Entsprechend einer Studie des VDEB Anfang 2003 weist die Ausbildung in den IT-Fachberufen gravierende Mängel in den Bereichen Datenschutz und Datensicherheit auf. "Wenn jemand die Gefahren nicht einschätzen kann, weil er nie darin geschult worden ist, dann nützt die beste Technik nichts. Erst das Erkennen der Gefahr ermöglicht den Einsatz von Schutzmechanismen", so Jürgen Loga. Die aktuellen Statistiken geben ihm Recht. Bei 14 Prozent unerkannter Angriffe, so das Ergebnis einer Studie von Information Week, und einer finanziellen Schädigung von 56 Prozent der betroffenen Unternehmen besteht dringender Handlungsbedarf.

Eine Softwarepatentierung kann zwar nicht vor Angriffen durch Viren, Würmer und DoS-Attacken schützen, doch brächte eine entsprechende Neuregelung, wie sie das europäische Parlament zunächst vorgeschlagen hat, dem gebeutelten IT-Mittelstand eine zusätzliche Trumpfkarte. Softwarepatente könnten einen wichtigen Faktor im Dilemma von schlechter Eigenkapitalausstattung und neuer Basel-II-Regelung spielen. Dr. Wolfgang Tauchert vom Deutschen Patent- und Markenamt - inzwischen zum Patentgericht berufen - macht auf dieses Potential aufmerksam, käme es doch rund zwei Drittel der KMUs zu Gute. Der Verlauf bisheriger Patentierungen läßt aber auch Zweifel aufkommen, denn die Bearbeitung ist langwierig. Im Schnitt dauert eine Patentierung drei Jahre und der Schutz wird von den Patentnehmern nach dem siebten Jahr zumeist nicht verlängert. Neben den Gebühren dürfte eine effektive Verfolgung der Rechte ein finanzielles und personelles Problem der KMUs sein, so die Bedenken des VDEB. Die Entscheidung des Europäischen Parlaments wurde bekanntlich auf massiven Protest hin vertagt. Mit einer Entscheidung ist frühestens nach der Neukonstituierung des Parlaments im Sommer 2004 zu rechnen.

Eine andere Möglichkeit die eigene Marktposition zu stärken, sieht Dr. Jürgen Howaldt vom Landesinstitut Sozialforschungsstelle Dortmund (sfs) in der Bildung von Unternehmensnetzwerken als Organisationsform. Das Potential wird in der IT-Branche bisher kaum genutzt, denn ein erfolgreiches Netzwerk entsteht nicht allein aus der Entscheidung der Geschäftsführung heraus. So erfolgt die Auswahl der Partner zu 72 Prozent aus bisherigen Geschäftspartnern, nur sieben Prozent finden über die Vermittlung von Unternehmensberatern zueinander. Wichtigstes Kriterium für eine partnerschaftliche Zusammenarbeit ist die Senkung von Kosten. Outsourcing, aktuelles Thema in der IT-Branche, könnte ein erster Schritt auf dem Weg zum engen Zusammenschluß von Unternehmen sein. "Sicherlich auch eine Form des Netzwerkes, wenn nach dem Outsourcing die engen Kooperationsbeziehungen erhalten bleiben", so Jürgen Howaldt. Ähnliches gilt im übrigen für die Arbeit eines Verbandes: gemeinsame Interessen und Kompetenzen der Mitgliedsunternehmen zu bündeln und produktiv zu machen.

Web: http://www.vdeb.de


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Marc Houben, verantwortlich.

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