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aktion tier überreicht Europaabgeordneten Nadja Hirsch 22.700 Unterschriften gegen den Verzehr von Gänsestopfleber

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aktion tier sammelte über 22.700 Unterschriften, mit denen gegen den Konsum von Entenstopfleber protestiert wird.


aktion tier überreicht Europaabgeordneten Nadja Hirsch 22.700 Unterschriften gegen den Verzehr von Gänsestopfleber\r\n

Judith Brettmeister von aktion tier überreichte heute die unterschriebenen Listen mit einer Plüschgans, die symbolisch an die vielen leidenden Gänse und Enten erinnern soll, der Europaabgeordneten Nadja Hirsch, FDP. Die Abgeordnete versicherte: "Mein Ziel ist es, den Konsumenten in Deutschland vor Augen zu führen, welche Qualen die Gänse bei der Produktion erleiden. Einer schön verpackten Dose im Feinkostregal sieht man das tierische Leid nicht an. Wenn wir aufgeklärte Konsumenten wollen, ist diese Diskussion längst überfällig."
"Foie gras" oder auch als Gänsestopfleber bezeichnet, ist eine Delikatesse, die in Deutschland immer mehr an Beliebtheit gewinnt. Mehr als 135 Tonnen wurden 2009 aus Frankreich, Polen und Ungarn nach Deutschland importiert, Tendenz steigend. Vor wenigen Jahren war sie nur Reichen und Adeligen vorbehalten; doch nun zieht die umstrittene Delikatesse auch in Supermärkte ein. Gänsestopfleber kostete vor zehn Jahren noch 12.-EUR/100g, heute gibt es ein Döschen Foie gras mit Schweineschmalz gestreckt, für 3,99 EUR/100g.
Die Stopfleber ist die um ein Vielfaches künstlich vergrößerte Leber einer Gans oder Ente. Während eine gesunde Entenleber ca. 70g wiegt, wiegt eine Entenstopfleber bis zu 1.000 g. Diese Gewichtzunahme wird erreicht, indem man die Tiere zwangsfüttert - das sogenannte Stopfen. Hier wird dem Tier durch ein 50 cm langes Metallrohr mehrmals am Tag gesalzener Maisbrei mittels Pressluft zugeführt. Bei dem brutalen Stopfvorgang werden den Tieren Halszerrungen und Prellungen zugefügt. Des weiteren werden durch das Metallrohr Speiseröhre und Mageneingang stark strapaziert und oft verletzt. Dem Wassergeflügel steht nicht einmal Wasser zur Verfügung. Judith Brettmeister von der aktion tier - Geschäftsstelle beschreibt die Tierfolter: "Durch das mehrmals am Tag stattfindende Stopfen erleiden die Tiere furchtbare Qualen. Jedes zehnte Tier stirbt während der Mast. Damit sie die Torturen überstehen, werden ihnen Unmengen von Medikamenten verabreicht, vor allem Antibiotika, das sich überwiegend in der Leber absetzt".
Während das so genannte Stopfen in jedem anderen westeuropäischen Land aus Tierschutzgründen verboten wurde, wurde es in Frankreich zum Kulturerbe erklärt und somit unantastbar. Durch die gesteigerte Nachfrage von so genannten Gourmets in den Ländern, in denen diese Tierquälerei verboten ist, wurde diese verabscheuungswürdige Produktion in Frankreich sogar noch gesteigert.


aktion tier - menschen für tiere e.V.
Judith Brettmeister
Kaiserdamm 97
14057
Berlin
Info@aktiontier-pressestelle.org
089-75 969 252
http://www.aktiontier.org


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Judith Brettmeister, verantwortlich.

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