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Vorsorgender Katastrophenschutz in Karlsruhe

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Lagedokumentation mit Cadenza liefert im Ernstfall Entscheidungsgrundlage


Um im Katastrophenfall wie zum Beispiel einem Hochwasser, Chemieunfall oder Munitionsfund aus dem Zweiten Weltkrieg angemessen reagieren zu können, muss ein Krisenstab zahlreiche Informationen ad-hoc zusammenführen können. Das geht nur mit einem entsprechend...

Karlsruhe, 04.12.2013 - Um im Katastrophenfall wie zum Beispiel einem Hochwasser, Chemieunfall oder Munitionsfund aus dem Zweiten Weltkrieg angemessen reagieren zu können, muss ein Krisenstab zahlreiche Informationen ad-hoc zusammenführen können. Das geht nur mit einem entsprechend vorbereiteten Informationssystem.

Bei jeder "großflächigen Gefahrenlage", wie die Katastrophe im Amtsdeutsch heißt, ist die Lagedokumentation die zentrale Entscheidungsgrundlage für einen Krisenstab. Und die für die meisten Betroffenen im Ernstfall wichtigste Frage ist die, ob und wohin sie evakuiert werden können oder müssen. Das ist auch das Szenario, das dem jetzt in Karlsruhe vom Liegenschaftsamt aufgebauten Informationssystem zur Lagedokumentation zu Grunde liegt. Mit ihm soll im Katastrophenfall der so genannte Verwaltungsstab VB2 innerhalb des Krisenstabes sämtliche Informationen sammeln sowie auswerten und so ein Bild der aktuellen Gesamtsituation gewinnen. Auch Prognosen zur voraussichtlichen Weiterentwicklung sind dann gefragt. Das Entscheidende dabei ist die Fähigkeit eines entsprechenden Informationssystems, neu einlaufende Daten beispielsweise zur Hochwasserentwicklung oder der Ausbreitung einer Giftgaswolke schnell und sicher räumlich darzustellen. Darüber hinaus sind umgehend aktuelle Daten zu den betroffenen Gebieten bereitzustellen und beide Informationen ad-hoc zu verknüpfen.

Karlsruhe hat sich bei dieser Aufgabe für die Software Cadenza des örtlichen IT-Anbieters Disy Informationssysteme GmbH entschieden. Das Programm ist darauf spezialisiert, Daten aus zahlreichen Quellen unter einer Bildschirmoberfläche zu vereinen und integriert auszuwerten, also genau das zu tun, was in der Katastrophenvorsorge und beim akuten Krisenmanagement gefragt ist. Integriert auswerten heißt zum Beispiel, ein Gebiet auf einer digitalen Karte per Mauszeichnung frei zu markieren und beliebige Informationen darüber frei abfragen zu können, etwa zur Einwohnerzahl und Altersstruktur dieser Einwohner. Solche Informationen sind wichtig zur Vorbereitung von Evakuierungen. Dafür müssen die Informationen zuvor nicht nur verfügbar gemacht werden, sondern es muss auch sichergestellt werden, dass diese Datengrundlagen regelmäßig aktuell bleiben. In Karlsruhe nutzt man Cadenza dafür als Desktoplösung auf dem Laptop, der zweimal im Jahr aktualisiert wird.

Rein technisch betrachtet könnte Cadenza die Daten auch von verschiedenen Servern automatisch per Internet beziehen und allein auf dem jeweils neuesten Stand halten und zwar umgehend, jedes Mal nachdem ein angeschlossener Datenbestand aktualisiert wurde. So wird Cadenza bei vielen anderen Anwendungen etwa im Umweltbereich auch genutzt. Aber im Fall des Katastrophenschutzes hat man auf diese Infrastruktur verzichtet - unter Umständen sind im Ernstfall auch Datenzentralen beispielsweise von längeren Stromausfällen betroffen.

Daher machen sich die Verantwortlichen die Mühe, die Daten regelmäßig händisch zusammen zu führen. Unter anderem sind Einwohnerdaten, Daten von Schulen und Kindertagesstätten, Daten zu Krankenhäusern und Seniorenwohnheimen, Standorte von Hydranten, Daten zu genehmigungsbedu?rftigen Anlagen sowie gefährdete Objekte aus Sicht der Feuerwehr und nicht zuletzt sämtliche für den Hochwasserschutz relevanten Daten, wie zum Beispiel die Überflutungsbereiche, im System hinterlegt. Die verschiedenen Ämter der Karlsruher Stadtverwaltung liefern dabei dem für die kartographischen Daten zuständigen Liegenschaftsamt alle relevanten Datensätze zu.

Auf dieser Datenbasis kann das System in jedem beliebig ausgewählten Gebiet nicht nur die Einwohnerzahlen und ihre Altersstruktur angeben, sondern auch mögliche Sammelunterkünfte darstellen und zeigen, ob mit Krankenhäusern oder Seniorenwohnheimen schwierig zu evakuierende Objekte im gewählten Gebiet liegen. Entsprechend lassen sich die Einsätze planen. Dabei muss es sich nicht gleich um eine "große" Katastrophe handeln, denn Fragen zu Evakuierungen von Stadtgebieten stellen sich bereits bei jedem Munitionsfund aus dem Zweiten Weltkrieg und den zwangsläufig folgenden Bombenentschärfungen.


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