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Bundeswehr, Rheinmetall und IAI/ELTA testen Schiffsschutzsysteme MASS und NavGuard erfolgreich

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Die Bundeswehr, Rheinmetall und die zu Israel Aerospace Industries zugehörige ELTA-Gruppe haben die Schiffsschutzsysteme MASS und NavGuard erfolgreich getestet. Die Erprobungen erfolgten unter Federführung des Marinekommandos Ende 2013 im Raum Hohwachter...

Düsseldorf, 21.03.2014 - Die Bundeswehr, Rheinmetall und die zu Israel Aerospace Industries zugehörige ELTA-Gruppe haben die Schiffsschutzsysteme MASS und NavGuard erfolgreich getestet. Die Erprobungen erfolgten unter Federführung des Marinekommandos Ende 2013 im Raum Hohwachter Bucht. An den Versuchen nahm auch die 2. Kompanie des Panzergrenadierlehrbataillons 92 aus Munster teil.

Den Erprobungen lag ein asymmetrisches Bedrohungsszenario zu Grunde. Ziel dabei war es, die Bedrohung seegehender Einheiten durch landseitig gestartete passive Lenkflugkörper abzuwehren. Im Rahmen ihrer Richtschützenausbildung fungierten dabei die Panzergrenadiere als "Angreifer". Sie schossen vom Truppenübungsplatz Todendorf aus Panzerabwehrlenkraketen des Typs MILAN auf das in der Hohwachter Bucht liegende deutsche Hohlstablenkboot HL 352 Auerbach.

Um die Bedrohungen abzuwehren, war die Auerbach mit dem Rheinmetall-Täuschkörpersystem Multi Ammunition Softkill System (MASS) in der Variante MASS_ISS (Integrated Sensor Suite) ausgestattet. MASS_ISS verfügt über verschiedene Sensoren zur Detektion von Radar-, Laser- oder elektrooptischen Bedrohungen. Das neuartige Radaraufklärungssystems ELTA NavGuard bildet eine jüngst ergänzte Komponente, die aktiv vor anfliegenden Raketen oder Lenkflugkörpern warnt.

In diesem Szenario galt es, die passiven Lenkflugkörper MILAN mittels NavGuard unmittelbar nach Abschuß aufzuklären und die Bekämpfung durch MASS einzuleiten. Abschließend sollte die von MASS ausgelöste Abwehrmaßnahme den Flugkörper zum Absturz bringen. Die Herausforderung lag zum einen in der zuverlässigen Detektion der passiv geleiteten und sehr kleinen Flugkörper und zum anderen in der extrem kurzen Zeitspanne für die erfolgreiche Abwehr. So blieben nur 14 Sekunden für Detektion, Alarmierung, Auslösung der MASS-Gegenmaßnahme und Wirkung auf die MILAN.

In insgesamt fünf Durchläufen wurden alle anfliegenden Raketen innerhalb kürzester Zeit fehlerfrei von NavGuard aufgeklärt und in der Folge von MASS erfolgreich bekämpft. Die durchgeführten Versuche zeigten damit sehr gute Ergebnisse, die einen weiteren Meilenstein auf dem Weg hinsichtlich neuer Technologien zur Bekämpfung asymmetrischer Bedrohungen darstellen.

Rheinmetall beabsichtigt, die Serienreife des MASS_ISS mit integriertem NavGuard- System im Jahr 2015 zu erreichen.


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