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Studie zeigt: CFOs müssen neue Maßstäbe zur Unternehmensbewertung ansetzen

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Aufgrund der zunehmenden Digitalisierung müssen Finanzverantwortliche ihre Rolle neu definieren und innovative Kennzahlen zur Messung immaterieller Vermögenswerte entwickeln


Im Zeitalter der Digitalisierung müssen Chief Financial Officer (CFO) die Bewertung ihres Unternehmens neu denken. Dies ist das zentrale Ergebnis der aktuellen Studie „The Digital Finance Imperative“, die der britische Berufsverband für Management Accounting, Controlling und Rechnungslegung, Chartered Global Management Accountant® (CGMA®), in Kooperation mit Oracle in der EMEA-Region durchgeführt hat. Denn heute beruhen Firmenwerte zu einem großen Teil auf immateriellen Vermögensgegenständen wie Kundenzufriedenheit und Markenbekanntheit. Gleichzeitig aber haben aktuell nur die wenigsten Finanzvorstände Zugang zu den entsprechenden Daten, um diese Assets bewerten zu können.



Je stärker aber sich digitale Geschäftsmodelle verbreiten, desto wichtiger wird es, immaterielle Vermögenswerte durch innovative Kennzahlen in der Unternehmensbewertung berücksichtigen zu können. Denn die Bedeutung solcher Kennzahlen wird weiter zunehmen. Schon heute machen immaterielle Güter 80 Prozent des Wertes der im US-Index „S&P 500“ gelisteten Unternehmen aus[1]. Als wichtigste immaterielle Werte identifizierten die befragten Finanzexperten die Kundenzufriedenheit (75 Prozent), die Qualität der Geschäftsprozesse (62 Prozent) sowie die Kundenbeziehungen (62 Prozent).

 

Obwohl sie um den Einfluss der immateriellen Werte wissen, steht die Mehrheit der Controller vor der Herausforderung, an die notwendigen Daten zu kommen, um diese analysieren und bewerten zu können. Beispielsweise haben lediglich 16 Prozent der Befragten Zugang zu Daten zur Kundenzufriedenheit. Informationen über den Einfluss der Marke auf das Geschäft erhalten ebenfalls nur 16 Prozent. Und gerade einmal 29 Prozent gaben an, die Qualität von Geschäftsprozessen messen zu können.

 

„Finanzabteilungen verfügen grundsätzlich über die Möglichkeiten, innovative Geschäftsprozesse voranzutreiben. Dafür benötigen sie jedoch moderne, Cloud-basierte ERP-Systeme und Lösungen für das Performance Management, um Zugang zu den entsprechenden Daten aus dem gesamten Unternehmen zu bekommen", sagt Laurent Dechaux, Vice President Oracle Applications. „Ansonsten besteht die Gefahr, dass andere Abteilungen mit mehr Digital-Know-how die Finance-Abteilung übergehen und ihre Strategievorschläge direkt mit der Geschäftsführung diskutieren.“

 

Die Frage nach dem Ausmaß der Berücksichtigung und Unterstützung neuer Werttreiber durch die Finanzabteilung hat gezeigt, dass nur zehn Prozent der Finanzexperten aktuell in der Lage sind, andere Metriken als die üblichen Finanzkennzahlen für die Strategieentwicklung zur Verfügung zu stellen.

 

Dr. Noel Tagoe, CGMA, Executive Director of Education bei CIMA und einer der Autoren der Studie kommentiert: „Da Unternehmen es durch die Digitalisierung immer schwerer haben, sich vom Wettbewerb abzugrenzen, wird die Qualität der Entscheidungsfindung ein zentraler Faktor für den Geschäftserfolg. Finanzabteilungen können hier eine Vorreiterrolle einnehmen. Sie haben den Überblick über das gesamte Unternehmen und verfügen über die notwendigen Fähigkeiten, um mit sämtlichen internen Stakeholdern zusammenzuarbeiten. So können sie sicherstellen, dass die Geschäftsführung die richtigen Daten analysiert und für ihre Entscheidungen nutzt.“

 

Für die Studie wurden 367 Führungskräfte in 29 Ländern der EMEA-Region befragt.

 

[1]   Ocean Tomo, zitiert im The Wall Street Journal, 2014


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Josef Thaurer (Tel.: 08917959180), verantwortlich.


Keywords: Oracle, CIMA, Studie, Digitalisierung

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