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IfKom: Ingenieurausbildung auf hohem Niveau erhalten - Korrekturbedarf nach 15 Jahren Bologna-Reform!

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Auch nach der Reform der Hochschulstudiengänge sind Anpassungen erforderlich. Wer Ingenieurwissenschaften studiert, soll sich auch Ingenieur nennen dürfen!

Die Hochschulen und Universitäten in Deutschland scheinen sich 15 Jahre nach der so genannten Bologna-Reform der Studiengänge auf die veränderte Situation eingerichtet zu haben. Dennoch sieht der Verband der Ingenieure für Kommunikation (IfKom e. V.) Handlungs- und Korrekturbedarf. Wenn 25% der derzeitigen Studenten der Ingenieurwissenschaften gar nicht wissen, dass sie sich "Ingenieur" nennen dürfen, scheint es sich zunächst vermeintlich um ein Informationsdefizit zu handeln. Für den Ingenieurverband IfKom ist das Problem jedoch vielschichtiger. Die Studiengänge gelten häufig als zu verschult, die Fachrichtungen zu spezialisiert und die Abschlüsse geben nicht eindeutig den Qualifikationsstand wieder.



Anlässlich ihrer Tagung Anfang April in Berlin haben sich Bundesvorstand und Verbandsrat des Ingenieurverbandes mit der Ausbildung der Ingenieure befasst. "Deutschland hat anspruchsvolle Herausforderungen im Zusammenhang mit der zunehmenden Digitalisierung der Wirtschaft und auch der privaten Lebensbereiche zu bewältigen. Dazu gehören sowohl eine exzellente Telekommunikations-Infrastruktur als auch eine führende Position im Bereich Industrie 4.0, um im globalen Wettbewerb bestehen zu können. Insbesondere bei Hochtechnologieprodukten kommt qualifizierten Ingenieuren in einem Exportland wie Deutschland eine besondere Rolle zu", betont der IfKom-Bundesvorsitzende Heinz Leymann.



Für den IfKom-Verbandsrat, dem Gremium der Bezirks- bzw. Landesvorsitzenden des Verbandes, erklärt dessen Vorsitzender Lutz Zenker: "Die Hochschulausbildung unterliegt zwar den Zuständigkeiten der Bundesländer. Das darf aber nicht dazu führen, dass die Länder in ihren Ingenieurkammergesetzen uneinheitliche Regelungen treffen. Insbesondere darf die Bezeichnung Ingenieur nicht von einer zusätzlichen Genehmigung einer Kammer abhängig sein, sondern muss alleine aufgrund des erworbenen akademischen Grades geführt werden dürfen. Es kann nicht sein, dass ein Studienabsolvent in einem Bundesland Ingenieur ist und in einem anderen nicht!".



Ausdrückliche Zustimmung der IfKom findet die Forderung des Präsidenten des VDI, die akademischen Grade eindeutig als ingenieurbezogen auszuweisen, und zwar mit dem Bachelor of Engineering, dem Master of Engineering oder dem Master of Science in Engineering. Die IfKom fordern außerdem die gleichwertige Berechtigung zur Führung des Titels "Diplom-Ingenieur". Der Begriff "Ingenieur" ist ein deutsches Markenzeichen mit besonderer globaler Anerkennung für eine hohe, qualitative wissenschaftliche Berufsbezeichnung auf einem technischen Gebiet.



Schließlich fordern die IfKom mehr Ingenieure in Führungspositionen, um Deutschlands Wirtschaft im globalen Wettbewerb zu stärken. Dazu bedarf es einer stärker auf Managementaufgaben vorbereitenden Ausbildung, die in den natur- und technikwissenschaftlichen Studiengängen neben den wirtschaftswissenschaftlichen Grundlagen auch Führungs-, Management- und Marketingkompetenz vermittelt.


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Herr Heinz Leymann (Tel.: 0231 93699329), verantwortlich.

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