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Der Online-Glücksspielmarkt wächst dank der Millennials

Von D.AI.SY

Die Online-Glücksspielbranche verzeichnete im letzten Jahr ein deutliches Gewinnwachstum. So wuchs der Weltmarkt von 2015 zu 2016 um fast fünf Milliarden US Dollar. Besonders die britischen Betreiber von Online-Casinos verzeichneten einen Sprung in Einnahmen, generiert durch eine stetig wachsenden Zahl von jüngeren Spielen, sogenannten Millennials. Dieser Trend, so berichtet die Branche, könnte die kommenden Jahre über nachhaltiges Wachstum generieren.

Laut der britischen Gambling Commission ist der Online-Markt mit 33% Anteil der größte Teil der Glücksspielbranche in Großbritannien. Im Gegensatz dazu ist die Anzahl der örtlich gebundenen Casinos und Wettgeschäfte zurückgegangen. Dies liegt zum Teil an einer größeren Akzeptanz von Online-Glücksspielen unter jüngeren Spielern sowie einem schwindenden Interesse an einem Casinobesuch. So stellte zum Beispiel eine Studie im Auftrag von einem Casinobetreiber fest, dass Millennials vergleichsweise weniger Geld für Spiele mit hohen Einsätzen oder kleineren Gewinnchancen ausgeben als ältere Spieler. Im Vergleich mit der vorherigen Spielergeneration ist hier ein deutlicher Rückgang zu erkennen. Die jüngeren Spielern geben nun, wenn sie ein Casino besuchen, mehr Geld für Getränke sowie Tischspiele mit niedrigem Einsatz (und Margen für den Betreiber) aus.

 

Laut Prognosen, unter anderem von H2 Gambling Capital, wird der Markt für Online-Glücksspiele weltweit mit über 10% pro Jahr bis mindestens 2018 stetig weiter wachsen. Somit wird das Branchenwachstum in den nächsten Jahren weiterhin zulegen. Derzeit sind die größten Märkte für Online-Glücksspiele in Europa und Asien, dies liegt unter anderem auch daran, dass die Casinos in den USA immer noch einen vergleichsweisen hohen Umsatz einholen. Die stärkste Wachstumssteigerung im Online-Bereich ist nach wie vor in Europa zu verzeichnen. Es ist anzunehmen, dass durch das attraktiv bleibende Angebot, welches sich dauernd und schneller als im örtlichen Casino weiterentwickelt, und die breite Akzeptanz des Spielens im Internet, sowie durch die Mobilen-Zugangsmöglichkeiten dieser Trend auch weiterhin anhalten wird.

 

Die zukünftige Aussicht für das Online-Segment des Marktes ist weltweit als gut und in Europa und Asien als besonders gut einzuschätzen, dies belegt zum Beispiel eine Studie von PwC. Interessant ist diese allgemein internationale positive Tendenz, da die Branche verschiedenen nationalen Richtlinien unterliegt, jedoch scheinen diese keine signifikanten  Auswirkungen auf das Wachstum zu haben.

 

In Deutschland unterliegt das Online-Glücksspielangebot strenger Regulierung, welches traditionell eher als Wachstumsbremse gesehen wird. Seit dem sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Jahr 2010 stabilisiert haben, fährt auch der deutsche Online-Markt Milliardengewinne ein.  Dies wirft wiederum Einnahmen für die verschiedenen Länder ab, da die Regulierung des Marktes in Deutschland den Bundesländern unterliegt. Dies ist entscheidend da die Länder seit der Finanzkrise 2007 einen massiven Einnahmerückgang der Abgaben von Spielbanken hinnehmen mussten. So fielen die Steuereinnahmen der Bundesländer von traditionellen Spielbanken stetig; 2007 betrugen diese noch insgesamt 46,2 Milliarden Euro, 2014 waren es nur noch 18,5 Milliarden Euro. Ab 2015 is mit einem kleinen Einnahme-Plus von 3,1 Milliarden Euro eine Stabilisierung der Spielbank-Branche zu erkennen, jedoch ist es unwahrscheinlich dass sich diese in den kommenden Jahren wieder zu einem Stand wie vor der Finanzkrise erholen wird.

 

Die weitergehende Privatisierung des Online-Glücksspielmarktes in Deutschland ist daher auch eine logische Folge vom Einnahmeschwund der Länder von traditionellen Spielbanken und wird somit auch das Wachstum der Online-Branche in den kommenden Jahren unterstützen.

 

Letztendlich spielt auch die Einbindung und das Zusammenspiel von dem Online-Glücksspielangebot und den sozialen Netzwerken eine Rolle bei dem anhaltenden Wachstum der Branche. Hier sind es auch primär die sogenannten Millennials, die diesen Wachstum antreiben. Sollte die Branche es also schaffen, und davon ist auszugehen, diese jüngere Generation langfristig zu binden, dann sollte sich der Online-Markt die kommenden fünf bis zehn Jahre mit einer ausgezeichneten Bilanz weiterentwickeln.

24. Mrz 2017

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