info@PortalDerWirtschaft.de | 02635/9224-11
Suchmaschinenoptimierung
mit Content-Marketing - Ihre News
Deutsches Tierschutzbüro e.V. |

PM zum 1. Mai: Horror für Mensch und Tier - Arbeitsbedingungen in Schlachthöfen weiter unzumutbar

Bewerten Sie hier diesen Artikel:
0 Bewertungen (Durchschnitt: 0)


Die Arbeitsbedingungen in deutschen Schlachthöfen sind weiterhin miserabel. Das belastet die Belegschaft und verursacht Verstöße gegen das Tierschutzgesetz.

Zum Tag der Arbeit am 1. Mai 2017:

Horror für Mensch und Tier - Arbeitsbedingungen in Schlachthöfen weiter unzumutbar



Berlin, 27.04.2017. Seit Jahren beschäftigt sich das Deutsche Tierschutzbüro mit den unhaltbaren Zuständen in der Massentierhaltung und in Schlachtunternehmen. So werden bei Schlachtungen im Akkord bis zu 1.500 Schweinen in der Stunde getötet und viele davon nicht richtig betäubt. Das führt zu vermeidbaren Schmerzen und verstößt gegen das Tierschutzgesetz. Insgesamt herrschen in Schlachthöfen desaströse Arbeitsbedingungen, die zu Mehrbelastungen für Menschen und Tiere führen.



Über 50% aller Beschäftigten in deutschen Schlachthöfen sind Leiharbeiter oder besitzen Werkverträge. Die Kritik der Gewerkschaften reicht von extremen Arbeitszeiten, fehlenden Zuschlägen bei Nachtarbeit, Abschlägen für überteuerte Unterkünfte und Arbeitsmaterialien über falsche Stundenerfassungen, das Vorenthalten von Sozialversicherungsbeiträgen, unrechtmäßige Lohnabzüge und fehlende Lohnfortzahlungen im Krankheitsfall bis zu Mobbing-Vorwürfen und der Androhung von Gewalt. Dahinter verbirgt sich ein kalkuliertes System, das mit Leiharbeit und Werkverträgen, weiterhin Mindestlöhne und Tarifverträge unterläuft, Belegschaften spaltet und Mitbestimmungsrechte aushebelt. Daran ändert auch die am 1. April 2017 in Kraft getretene Änderung des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes (AÜG) nichts, durch die eine Höchstdauer für Leiharbeit von 18 Monaten in einem Betrieb gilt. Beschäftigte müssen weiterhin nicht übernommen werden, sondern können vorher an andere Schlachthöfe weitergereicht werden. So wird es nichts mit höheren Standards, die die Bedingungen für Tiere und Menschen verbessern sollen.



"Keine Betäubungen und Fehlbetäubungen sind die Auswirkungen eines unter enormem Zeitdruck stehenden Personals, das im Akkord Tiere in Schlachthöfen töten muss. Hierdurch wird systematisch das Tierschutzgesetz verletzt. Mangelnde und schlecht durchgeführte Kontrollen der überlasteten Veterinärämter können die Situation nicht entlasten",



sagt Philipp Evenburg, Pressesprecher des Deutschen Tierschutzbüros, und ergänzt:



"Es bleibt noch sehr viel an intensiver Aufklärungsarbeit zu tun, um einen nachhaltigen gesellschaftlichen Wandel in Bewusstsein und Konsum herbeizuführen, damit diese Zustände mehrheitlich nicht mehr akzeptiert werden und effektive gesetzliche Reformen greifen."







Das Deutsche Tierschutzbüro e. V. ist ein eingetragener Verein, der sich für mehr Rechte von Tieren einsetzt. Die bundesweit tätige Organisation ist als besonders förderungswürdig anerkannt und gemeinnützig.



Weitere Informationen:

Philipp Evenburg, Pressesprecher, Tel.: 030 2700496 - 11

(E-Mail: Philipp.Evenburg@tierschutzbuero.de)



Deutsches Tierschutzbüro e.V.

Pressestelle

Gubener Straße 47

10243 Berlin

Tel.: 030-2700496 - 11

Fax: 030-270049610

E-Mail: presse@tierschutzbuero.de

Internet: http://www.tierschutzbuero.de








Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Herr Jan Peifer (Tel.: 030 - 2902825343), verantwortlich.

Pressemitteilungstext: 382 Wörter, 3289 Zeichen. Als Spam melden

Unternehmensprofil: Deutsches Tierschutzbüro e.V.


Kommentare:

Es wurde noch kein Kommentar zu diesem Thema abgegeben.



Ihr Kommentar zum Thema





Weitere Pressemitteilungen von Deutsches Tierschutzbüro e.V. lesen:

Deutsches Tierschutzbüro e.V. | 13.06.2018

Emnid-Umfrage zeigt: Große Mehrheit befürwortet Undercover-Recherchen durch Tierschutzorganisationen

Über 80 Prozent der Bevölkerung in Deutschland befürworten die Anfertigung von Undercover-Aufnahmen in landwirtschaftlichen Betrieben, um damit Tierleid und Missstände aufzudecken. Dies zeigen die Ergebnisse einer repräsentativen Emnid-Umfrage, ...
Deutsches Tierschutzbüro e.V. | 04.06.2018

Weltmilchtag am 1. Juni: Aktivisten des Deutschen Tierschutzbüros klärten in Bonn über die Milchindustrie auf

Berlin/Bonn, 01.06.2018. Anlässlich des Weltmilchtags am 1. Juni haben Aktivisten des Deutschen Tierschutzbüros Passanten in der Bonner Innenstadt über die Missstände in der Milchindustrie und ihre Folgen aufgeklärt. Um darauf aufmerksam zu mach...
Deutsches Tierschutzbüro e.V. | 30.05.2018

Aktivisten des Deutschen Tierschutzbüros klären am Weltmilchtag (1. Juni) in Bonn über die Milchindustrie auf

Berlin/Bonn, 30.05.2018. Anlässlich des Weltmilchtags klären Aktivisten des Deutschen Tierschutzbüros am kommenden Freitag, dem 1. Juni, Passanten in der Bonner Innenstadt über die Missstände in der Milchindustrie und ihre Folgen auf. Dabei soll...