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Nach Enthüllungsaufnahmen von Tierrechtlern: ALDI Leverkusen und Meerbusch nehmen Bio-Eier aus dem Sortiment

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"Das sind keine Einzelfälle - Bio ist Massentierhaltung", betont das Deutsche Tierschutzbüro

Dass die Haltung von Hühnern in Käfigen und in der Bodenhaltung für Tierquälerei steht, ist vielen Verbrauchern bekannt. In den letzten Jahren ist primär deswegen die Nachfrage an Eiern aus Freilandhaltung und Biohaltung massiv gestiegen. Gerne wird im Supermarkt nach der vermeintlich tiergerechten Alternative gegriffen. Pro Jahr werden rund 1,2 Milliarden Bio-Eier in Deutschland verzehrt. Ein Großteil der Bio- und Freilandeier stammt aus den Niederlanden.



Das Deutsche Tierschutzbüro hat in den letzten Wochen umfangreiche Undercover-Recherchen durchgeführt und auch Filmmaterial in Biobetrieben erstellt, die zum Zeitpunkt der Aufnahmen u.a. an ALDI Süd Eier geliefert haben. "Wir haben Testkäufe bei ALDI in Mannheim, Meerbusch und Leverkusen durchgeführt, anhand des Eiercodes fanden wir die Betriebe; sie befanden sich in den Niederlanden", so Jan Peifer, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Tierschutzbüros.



Die Aktivisten filmten heimlich in den Betrieben und konnten so darstellen, wie die Tiere dort gehalten werden. Die Aufnahmen zeigen Hühner, die übereinandergestapelt auf mehren Etagen gehalten werden. In einem Betrieb wurden die Tiere am gesetzlich vorgeschriebenen Auslauf gehindert. "Wir haben einen Stromdraht an den Auslaufklappen gefunden, das ist hochgradig gesetzeswidrig", so Peifer, der die Aufnahmen erstellt hat. In einem anderen Betrieb lagen dutzende, zum Teil schon verweste, Hühner. Der Tierhalter gab an, dass die Tiere bereits seit Wochen dort liegen würden. In den Betrieben werden zwischen 12.000 und 25.000 Hühner gehalten. Das Bildmaterial zeigt eine nicht artgerechte Haltung von Hühnern, die so gar nicht zu der heilen Bio-Idylle passen will.



Gegen die Betriebe hat das Deutsche Tierschutzbüro bereits Anzeige erstattet und auch ALDI hat reagiert und die Betriebe "bis zur Aufklärung der Vorwürfe" gesperrt. "Dies sind aber keine Einzelfälle", betont Peifer. Die Tierrechtler haben in den letzten Wochen sehr umfangreiche Undercover-Recherchen in Bio- und auch Freilandbetrieben durchgeführt. Insgesamt wurden die Zustände in 8 Betrieben in Deutschland und den Niederlanden dokumentiert. In einem Stall in Rhenoy (Niederlande) gab es augenscheinlich überhaupt keine Auslauffläche, dennoch wurden die Eier als Freilandeier verkauft. Aber auch die Zustände in deutschen Betrieben sind nicht besser. Bei einem Biostall in Niedersachsen, der in der Vergangenheit u.a. Eier an EDEKA geliefert hat, lagen tote Tiere achtlos im Stall, das Federkleid der Hühner war völlig zerrupft. Zudem wurden ungestempelte Eier verkauft. "Bio ist Massentierhaltung", so Peifer.



Bei den Recherchen stießen die Aktivisten auch immer wieder auf das KAT-"Qualitätssiegel". Es prangt auf fast allen Eierverpackungen im Supermarkt und gaukelt dem Verbraucher Qualität und Sicherheit vor. Es würden angeblich regelmäßig Kontrollen stattfinden, heißt es auf der Website des Verbandes. Fakt ist, alle 8 dokumentierten Betriebe waren zum Zeitpunkt der Aufnahmen KAT-zertifiziert. "Bei Kontrollen durch KAT hätten die Gesetzesverstöße auffallen müssen, entweder wurde nicht richtig kontrolliert oder es fanden überhaupt keine Kontrollen statt; aus unserer Sicht ist das Siegel wertlos", so das Fazit von Jan Peifer. Mittlerweile hat auch KAT auf die Recherche reagiert und einige Betriebe gesperrt.



Anfang der Woche hat das Deutsche Tierschutzbüro eine Aufklärungskampagne unter dem Titel "Hinter jedem Ei steckt Tierquälerei" gestartet. Ziel ist es, die Verbraucher über Hühnerhaltung in Bio- und Freilandbetrieben zu informieren. "Wer diese Tierquälerei nicht weiter unterstützen möchte, dem empfehlen wir auf Ei-Alternativen auszuweichen", so Peifer abschließend. Weitere Informationen, Fotos und ein Video finden Sie hier: https://www.tierschutzbuero.de/ei-tierquaelerei/



In einer Petition auf Change.org fordern die Tierrechtler von dem EU-Kommissar für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit Vytenis Andriukaitis sich dafür einsetzen, dass die Tierquälerei in den Hühnerställen beendet wird. Innerhalb der ersten 24 Stunden haben über 4.000 Menschen die Petition unterzeichnet: http://www.change.org/tierquaeler-EI





Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Herr Jan Peifer (Tel.: 030-27004960), verantwortlich.

Pressemitteilungstext: 607 Wörter, 5013 Zeichen. Als Spam melden

Unternehmensprofil: Deutsches Tierschutzbüro e.V.


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