Diese Webseite verwendet Cookies. Mehr Infos

Suchmaschinenoptimierung
mit Content-Marketing - Ihre News
MENTOR - Die Leselernhelfer Bundesverband e.V. |

Warum lesen Jungs schlechter als Mädchen?

Bewerten Sie hier diesen Artikel:
0 Bewertungen (Durchschnitt: 0)


In fast allen Ländern, die an der jüngsten Pisa-Studie teilnahmen, lesen 15-jährige Mädchen besser als gleichaltrige Jungs. Um ein Schuljahr sind die Mädchen im Schnitt voraus.

Gründe und mögliche Lösungsansätze für das Problem erörterten Experten beim 4. Fachtag des MENTOR-Kompetenzzentrums NRW in Detmold. Frank Münschke vom Projekt "boys & books" der Universität zu Köln fasste die Erkenntnisse der wissenschaftlichen Forschung zum Leseverhalten so zusammen: "Viele Jungs machen schon früh negative Leseerfahrungen. Zudem fehlen ihnen männliche Lesevorbilder, die ihnen zeigen, dass Lesen auch eine männliche Kulturpraxis sein kann. Verschiedene Studien zeigen einen ‚ersten Leseknick' bei Jungs ab der 3. Klasse. Das heißt: Sie wenden sich vom Lesen ab, widmen sich eher anderen Freizeitbeschäftigungen."



Dieser ‚Leseknick' ereignet sich also zu einem Zeitpunkt, wo die Jungs noch gar nicht flüssig lesen können. Das gilt vor allem für längere Texte. Für Huguette Morin-Hauser von MENTOR - Die Leselernhelfer e.V. ist das ein Problem, mit weitreichenden Folgen für manche Kinder: "Nur wer lesen kann und den Sinn der Texte wirklich erfasst, hat die Chance, sein Leben selbst in die Hand zu nehmen. Denn Lesekompetenz und Sprachverständnis sind Schlüssel für einen angemessenen Schulabschluss, eine Berufsausbildung und gesellschaftliche Teilhabe. Daher fördern unter dem Dach des Bundesverbandes von MENTOR - Die Leselernhelfer e.V. über 11.000 Lesementoren 14.000 Lesekinder an den Schulen," erläuterte die zweite Vorsitzende des Bundesverbandes. Lesementorinnen und -mentoren berichteten, dass es auch in ihren Lesestunden meist einfacher sei, Mädchen zu begeistern. Um jedem Kind gerecht zu werden, betreut ein Mentor in den wöchentlichen Lesestunden nur ein Lesekind. Die Kinder bestimmen, worauf sie Lust haben: Ob Pferde, Weltall oder ferne Länder, die Mentoren wählen die passenden Bücher aus und fördern die Kinder ganz individuell.



Wer Jungs für das Lesen begeistern möchte sollte ebenso vorgehen. Frank Münschke von "boys & books" rät: "Wer ein Buch sucht, dass Jungs wirklich gut finden, sollte die Interessen des jungen Lesers in den Vordergrund stellen, z.B. Hobbys beachten und passende Leseangebote machen. Die Hauptfigur im Buch sollte etwa so alt wie der Leser sein und eine Identifikationsfigur mit starkem, aktiven Charakter. Geschichten kommen meist gut an, wenn sie spannend und auch gefährlich sind und einen schnellen Einstieg haben."



Das MENTOR-Kompetenzzentrum NRW möchte Kindern helfen, Bildungschancen zu ergreifen. Es gehört zum MENTOR - Die Leselernhelfer Bundesverband e.V. und setzt sich dafür ein, die Lese- und Lernförderung nach dem 1:1-Prinzip in NRW möglichst flächendeckend zu verbreiten.




Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Frau Agnes Gorny (Tel.: 0221 16844745 ), verantwortlich.

Pressemitteilungstext: 403 Wörter, 3149 Zeichen. Pressemitteilung reklamieren

Unternehmensprofil: MENTOR - Die Leselernhelfer Bundesverband e.V.


Kommentare:

Es wurde noch kein Kommentar zu diesem Thema abgegeben.



Ihr Kommentar zum Thema





Weitere Pressemitteilungen von MENTOR - Die Leselernhelfer Bundesverband e.V. lesen:

MENTOR - Die Leselernhelfer Bundesverband e.V. | 20.03.2019

Nordhorn: Gut vernetzte Leseförderung ermöglicht Kindern eine bessere Zukunft


In Nordhorn und im Kreis Grafschaft Bentheim werden die betroffenen Kinder und Jugendlichen aufgefangen und gefördert. Dazu haben die wichtigsten Institutionen, die in der Leseförderung tätig sind, ein lebendiges Netzwerk gegründet. Wie sie damit mehr Kinder und Jugendliche optimal fördern, stellten die Beteiligten beim regionalen Fachtag des MENTOR - Die Leselernhelfer Bundesverbands e.V. in...
MENTOR - Die Leselernhelfer Bundesverband e.V. | 18.03.2019

Stärkung der ehrenamtlichen Leseförderung


Ziel des Projekts ist es, die digitale Medienkompetenz von ehrenamtliche Lesementoren "Ü60" zu stärken. Sie sollen digitale Angebote in der Leseförderung von Schülern vollumfänglich und flexibel nutzen können. So kann es gelingen, Kindern und Jugendlichen, die sich mit dem Lesen gedruckter Texte schwertun, einen attraktiveren Anreiz für das Lesen lernen zu schaffen. Idealerweise kann durch ...
MENTOR - Die Leselernhelfer Bundesverband e.V. | 27.02.2019

Für Landshuter Schüler: Start von MENTOR - Die Leselernhelfer mit Übergabe einer Lesebox durch ALDI SÜD


Damit übernimmt die Agentur ein bundesweit erfolgreiches Konzept, bei dem ehrenamtliche Lesementoren Schüler mit Lese- und Sprachschwierigkeiten individuell fördern. Der Bedarf ist hoch, jeder 5. Viertklässler kann nicht richtig lesen, ermittelte die letzte IGLU Studie. Der Bayerische Bildungsbericht 2018 folgert für seinen Testbereich Deutsch-Lesen: "Für die Kinder auf den unteren Kompetenz...