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Über 200 Aktivisten stoppten Tiertransporter bei einer Mahnwache vor einem Schlachthof in Perleberg

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Bei einer vom Deutschen Tierschutzbüro und Save Movement Germany organisierten Mahnwache in Perleberg gaben 200 Aktivisten den Tieren ein letztes Geleit.

Am heutigen Freitag haben mehr als 200 Aktivisten aus ganz Deutschland an einer vom Deutschen Tierschutzbüro und dem Save Movement Germany veranstalteten Mahnwache vor dem Schlachthof Vion in Perleberg (Brandenburg) teilgenommen. Bei der größten Aktion dieser Art in Deutschland stoppten die Teilnehmer in Absprache mit der Polizei die anfahrenden Tiertransporter für wenige Minuten. Diese Zeit nutzten sie, um die Transporter zu kontrollieren, sich von den Tieren zu verabschieden und ihre Geschichte durch Foto- und Videoaufnahmen zu verbreiten. Mehrere LKWs wurden auf diese Weise kurz gestoppt, um den Tieren ein letztes Geleit zu geben. "Das System der Massentierhaltung und Tiertransporte als Teil derer bringt nichts als Leid für Millionen von Tieren - und das immer noch sehr unbeachtet. Mit Aktionen wie dieser Mahnwache wollen wir auf die qualvollen Zustände für Tiere aufmerksam machen und ihnen eine Stimme geben. Das so viele Aktivisten vor Ort waren, zeigt, dass das Thema Tierrechte viele Menschen bewegt!", so Fabian Steinecke, Sprecher des Deutschen Tierschutzbüros. Der Schlachtbetrieb in Perleberg wird seit 125 Jahren betrieben. Derzeit werden dort 4.500 Schweine pro Tag geschlachtet - etwa alle neun Sekunden ein Tier. Bei der Mahnwache wurde darauf geachtet, dass sie sich nicht gegen die Fahrer der Transporter oder die Schlachthofmitarbeiter richtete, sondern sich auf das Mitgefühl für die Tiere und die Kritik am System insgesamt fokussierte.



Die Aktion fand vor dem Hintergrund der immer wieder aufkeimenden Diskussion um Tiertransporte und die Massentierhaltung statt. Allein in Deutschland werden jährlich ca. 800 Millionen Tiere geschlachtet, davon werden täglich 3,7 Millionen Tiere in LKWs über deutsche Straßen transportiert. Schweine, Rinder, Schafe und viele mehr werden nicht ausschließlich zur Schlachtung transportiert. Auch Aufzucht und Mast findet meist an unterschiedlichen Orten, nicht selten in verschiedenen Ländern statt. Innerhalb der EU werden so jährlich Milliarden an Tieren über tausende Kilometer weit transportiert, hunderttausende Tiere werden auch in Länder außerhalb der EU verfrachtet. Regelmäßig kommt es neben Platzmangel, Unterversorgung und nicht eingehaltenen Ruhephasen zu schweren Verletzungen und tödlichen Auswirkungen auf diesen Todesfahrten. Über diesen Umstand diskutiert momentan auch der Deutsche Bundestag.



Anfang Juni antwortete die Landesregierung Brandenburgs auf eine kleine Anfrage der Grünen Landtagsfraktion zum Thema Tierschutz bei Tiertransporten. Dieser ist zu entnehmen, dass die Verstöße bezüglich des Tierwohls bei Tiertransporten in Brandenburg in den letzten Jahren enorm gestiegen sind. So hatte sich unter anderem die Anzahl der Verstöße hinsichtlich der Transportfähigkeit der Tiere von 2013 zu 2016 beinahe vervierfacht (2013: 53 Verstöße, 2016: 196 Verstöße). Die Grüne Landtagsfraktion fordert wie viele Tierrechts- und Tierschutzorganisationen stärkere Kontrollen und strengere Strafen bei Verstößen.



Am 1. Juli startet das Deutsche Tierschutzbüro in Berlin ebenfalls eine neue Kampagne zum Thema Tiertransporte. Mit einem umgebauten Tiertransporter fahren die Tierrechtler in 32 Großstädte, um die Bevölkerung über die Missstände im Bereich Tiertransporte und Massentierhaltung zu informieren. Bereits am 29. Juni findet dazu ein Pressetermin vor dem Brandenburger Tor statt, bei dem der umgebaute Transporter enthüllt und vorgestellt wird und begangen werden kann.



Fotomaterial der Aktion erhalten Sie gern auf Anfrage.


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Herr Jan Peifer (Tel.: 030-27004960), verantwortlich.

Pressemitteilungstext: 513 Wörter, 3936 Zeichen. Pressemitteilung reklamieren

Unternehmensprofil: Deutsches Tierschutzbüro e.V.


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