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Global Micro Initiative e.V. |

Entwicklungshilfe mit Mikrokrediten, Ausbildungsförderung und Beratungen

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Seit ihrer Gründung arbeitet die Hösbacher Hilfsorganisation Global Micro Initiative e.V mit Project Life Subic zusammen, um Menschen einen Weg aus der Armut zu ermöglichen.

Interview mit der Leiterin der philippinischen Partnerorganisation von Global Micro Initiative e.V.



Leslie Nabong ist eine humorvolle, engagierte Frau. Seit 2007 arbeitet die gebürtige US-Amerikanerin in Slumgebieten rund um die Stadt Olongapo, ca. 80 km nordwestlich der philippinischen Hauptstadt Manila. Als Vorsitzende der gemeinnützigen Organisation Project Life Subic (PLS) setzt sie sich zusammen mit ihrem philippinischen Ehemann Sonny und einem zuverlässigen Team für die dortige Bevölkerung ein. Im Interview mit GMI's Gründer Tobias Schüßler beantwortet Leslie Fragen, die Spender und Mitglieder dem Vorsitzenden vorher geschickt hatten.



Was schätzt du an der philippinischen Kultur am meisten?

Die große Hilfsbereitschaft der Leute. Außerdem hat Familie hier einen sehr hohen Wert; vor allem gegenüber den Älteren sind die Jüngeren unglaublich hilfsbereit. Senioren werden hier sehr respektvoll behandelt.



Letztes Jahr war der philippinische Präsident oft in den Schlagzeilen, Stichwort: Drogenkrieg. Ihr lebt und arbeitet in einer der ärmsten Gegenden der Region. Was ist hier passiert?

Innerhalb einer Woche wurden in unserer Straße sechs Leute erschossen! Ein paar Monate lang war es sehr extrem, aber mittlerweile hat sich die Situation wieder beruhigt. Außerdem merkt man, dass die Korruption stark zurückgeht.



GMI vergibt mit euch Mikrokredite und finanziert Nähausbildungen. Welche Zulassungskriterien gibt es für die Teilnahme der Ausbildungen?

Die Teilnehmer müssen mindestens 17 Jahre alt sein. Außerdem priorisieren wir diejenigen, die am meisten von unserem Training profitieren. Das kann ein Opfer von Menschenhandel sein, die noch keinerlei Erfahrung im Nähen hat oder ein Müllsammler. Wir nehmen Männer und Frauen. Religion oder andere Aspekte spielen bei der Auswahl keine Rolle. Natürlich haben wir begrenzte Kapazitäten durch Budget und Material, die wir nicht überschreiten können, weswegen wir nicht alle Interessenten nehmen können.



Die asiatische Textilbranche hat einen sehr schlechten Ruf in Europa. Warum sollte jemand dort arbeiten wollen und wie wird sichergestellt, dass die Absolventen nicht in missbräuchliche Arbeitsverhältnisse geraten?

Wir leben neben der Subic Freeport Zone, eine Freihandelszone mit über 200 internationalen Firmen aus verschiedenen Industrien. Um im Freeport tätig zu sein, müssen die Firmen ISO Kriterien erfüllen. Außerdem zahlen sie für hiesige Verhältnisse sehr gute Gehälter. Worin sich die Situation außerdem unterscheidet ist, dass die Mitarbeiter sich bei Problemen bei einer neutralen Stelle melden und beschweren können. Um eingestellt zu werden, braucht man außerdem verschiedene Dokumente, eine Geburtsurkunde und ein medizinisches Attest. Kinderarbeit gibt es da nicht.



Eine Frage zu den Mikrokrediten: Wie findet Ihr heraus, wer welches Training benötigt?

Die Bewerber müssen eine Geschäftsidee vorstellen. Durch diesen Vorschlag und das darauffolgende Interview können unsere Mitarbeiter evaluieren, welches Training die Bewerber brauchen. Und natürlich, ob sie bereit sind, ein Geschäft aufzubauen.



GMI hat zusammen mit PLS vor fast vier Jahren den ersten Mikrokredit vergeben. Gibt es langfristige Veränderungen bei den Teilnehmern?

Auf jeden Fall ein stärkeres Selbstbewusstsein. Die Teilnehmerinnen haben gelernt, dass sie ihr Leben selbst verändern können. Und genau das haben sie getan. Wir haben drastische Ergebnisse bei alleinerziehenden Müttern gesehen, die von zu Hause arbeiten konnten und unabhängig wurden. Manche können mittlerweile ihre Familie durch das Geschäft finanzieren. Cindy, eine unserer ersten Teilnehmerinnen, hat sogar Familienmitgliedern beigebracht, wie sie ihr eigenes Unternehmen führen können!



Siehst du Bedarf nach mehr Mikrokrediten? Was kann GMI machen, um mehr Leute zu erreichen?

Wir arbeiten hier mit den Ärmsten der Region zusammen. Das Schicksal hat die Leute teilweise in schreckliche Situationen gebracht. Aber die Menschen sind oft intelligent und sehr kreativ. Meistens ist das größte Problem für diese Leute, das nötige Startkapital zu bekommen und sobald sie dieses bekommen, geht es bergauf. Nach wie vor gibt es großen Bedarf. Hätten wir jemanden, der sich wirklich in Vollzeit mit diesem Teil unserer Zusammenarbeit beschäftigt, könnten wir noch viel mehr Menschen erreichen.



Das vollständige Interview und viele weitere Informationen gibt es auf der Homepage von Global Micro Initiative e.V.


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Herr Tobias Schüßler (Tel.: 06021 550332), verantwortlich.

Pressemitteilungstext: 654 Wörter, 4996 Zeichen. Pressemitteilung reklamieren

Unternehmensprofil: Global Micro Initiative e.V.


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