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Gabriele Baron Text & Training |

Verkehrte Welt in Sprache und Wirklichkeit

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Längst haben wir uns daran gewöhnt, dass Besprechungen jetzt Meeting heißen und wir keinen Kaffee mehr trinken, sondern mit Coffee-to-go an jeder Ecke vermeidbaren Müll erzeugen. Wir besuchen Events statt Veranstaltungen und joggen mit Sneakers zum Fitness-Workout....

Fürstenzell, 04.10.2018 (PresseBox) - Längst haben wir uns daran gewöhnt, dass Besprechungen jetzt Meeting heißen und wir keinen Kaffee mehr trinken, sondern mit Coffee-to-go an jeder Ecke vermeidbaren Müll erzeugen. Wir besuchen Events statt Veranstaltungen und joggen mit Sneakers zum Fitness-Workout. Einfach in Sportschuhen durch den Wald laufen, ist mega out.

In der Arbeitswelt ist das nicht anders: Wo wir früher einfach konzentriert gearbeitet haben, wenn wir eine Sache termingerecht und in bestmöglicher Qualität fertigstellen wollten, muss heute erst einmal „Deep Work“ gelernt werden. Geht’s noch? Weil anscheinend viele nicht mehr in der Lage sind, ihr Smartphone auszuschalten und länger als ein paar Sekunden bei einer Sache zu bleiben, braucht es unzählige Apps, die zum Beispiel daran erinnern, Pause zu machen oder helfen, die automatischen Benachrichtigungen von diversen Kurznachrichten-Diensten abzuschalten.

Unsinnige Sprachhürden

Bereits am Anfang ihres Leselern-Prozesses werden Kindern im Lesebuch Vornamen zugemutet, bei denen man nur weiß, ob es ein Jungen- oder Mädchenname ist, weil es ein Bild dazu gibt. Außerdem ist die Aussprache unbekannt. Damit sind zwei von drei wichtigen Merkmalen zum Verstehen eines Wortes unklar. Was spricht eigentlich dagegen, die Kinder erst einmal an vertrauten Namen und Begriffen üben zu lassen? So würden sie viel schneller Sicherheit beim Lesen erreichen. Später kann dann Exotisches und Ungewohntes dazu kommen, ohne dass sie die Lust am Lernen verlieren.

Mittlerweile ist in Studien zur Sprachförderung in Kindertagesstätten schon die Rede von Kindern mit „Flüchtlingshintergrund“. Was soll das sein? Entweder sind das Kinder mit Fluchterfahrung oder eben Kinder von Einwanderern. Merken unsere obersten Wortschöpfer nicht mehr, was sie da für einen (nicht nur) sprachlichen Unsinn verzapfen?

In dieselbe Richtung geht auch die Bezeichnung „Zeitumstellung“ für die gesundheitlich bedenkliche Umstellerei der Uhren im Frühjahr und im Herbst. Längst wissen wir, dass das ursprüngliche Ziel – nämlich Energie zu sparen – nicht erreicht wurde.  Wir hätten also längst zur biologischen Zeit zurückkehren können. Ich kann nur hoffen, dass die EU-Kommission die Entscheidung trifft, ganzjährig zur mitteleuropäischen Zeit (MEZ) zurückzukehren, die im Übrigen keine Winterzeit ist, wie häufig fälschlich zu lesen ist. Aber darf man so viel Sachverstand von einer Bürokraten-Kommission erwarten?

Beitrag zu Einheit oder Spaltung?

Am Mittwoch erlebten wir einen Tag der deutschen Einheit, an dem die Bundeskanzlerin nach Israel fliegt, statt mit den Helden und Ermöglichern der Einheit in Berlin ein Fest zu feiern. Kein Wunder, dass sich gerade die Bürger in den neuen Bundesländern nicht wahrgenommen fühlen und sich das Verhältnis unserer Regierung zu Russland nicht verbessert.

Und anstatt dass alle unser Fest mit uns feiern, luden die Moscheen in Deutschland zum Tag der offenen Tür ein, an unserem Feiertag. Die Idee der offenen Moschee ist sehr gut, wäre meiner Meinung nach aber besser aufgehoben entweder an einem islamischen Feiertag oder an einem eigenen Tag der offenen Gotteshäuser. In letzterem Fall könnte sich jeder, der das möchte, an einem Tag über alle Glaubensrichtungen informieren, die in Deutschland vertreten sind.

Das waren nur einige Beispiele für Ungereimtheiten, die eine offene, unbefangene Kommunikation erschweren und ein echtes Miteinander verhindern. So erleben wir allerorten aufmerksamkeitsheischende Störungen, statt Vielfalt im Einklang. Mein heutiges Plädoyer lautet: Achten Sie in Ihrem Umfeld darauf, dass Sie möglichst die Worte nutzen, die die Wirklichkeit bestmöglich bezeichnen und zwar in der Sprache, die hierzulande die meisten verstehen. 

Die Autorin:

Gabriele Baron, seit 25 Jahren freiberufliche Texterin sowie Trainerin mit dem Schwerpunkt empfängerorientierte Korrespondenz und Kundenorientierung in der Kommunikation. Autorin u.a. des Bestsellers „Praxisbuch Mailings. Print- und Online-Mailings planen, texten und gestalten.“, mi-Verlag sowie „Glückwunsch! Passende Worte zu Jubiläum, Beförderung & Co.“, Verlag C.H. Beck.

Gabriele Baron, Text & Training, Abt-Walther-Straße 4, 94081 Fürstenzell, Telefon (08502) 9174965, info@baron-texttraining.de, www.baron-texttraining.de 


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