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Smartwatches in der Produktion

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Mobile Maschinenbedienung


Durch den stetig wachsenden Automatisierungsgrad in der Produktion hat sich das Verhältnis von Menschen und Maschinen in der Produktion verändert. War es vor einigen Jahren üblich, dass ein Mitarbeiter für eine einzige Maschine zuständig war, hat sich...

Walldorf, 15.02.2019 (PresseBox) - Durch den stetig wachsenden Automatisierungsgrad in der Produktion hat sich das Verhältnis von Menschen und Maschinen in der Produktion verändert. War es vor einigen Jahren üblich, dass ein Mitarbeiter für eine einzige Maschine zuständig war, hat sich dies über die Jahre deutlich gewandelt.

Je nach Art der Fertigung und den eingesetzten Maschinen ist es heute nicht unüblich, dass ein Mitarbeiter für mehrere Maschinen gleichzeitig verantwortlich ist. Obwohl diese Veränderungen so deutlich waren, hat sich die Kommunikation sowohl zwischen Maschinen und Mitarbeiter als auch untereinander kaum verändert. Dies hat zu einer Reihe von Problemen und Herausforderungen geführt.

Neben der Effektivitätssteigerung, besteht eine weitere Herausforderung in der komplexer gewordenen Kommunikation der Werker und des damit verbundenen Shopfloormanagement in der Produktion. Wo früher ein kurzer Zuruf genügt hat, sind die Entfernungen einzelner Mitarbeiter heutzutage so groß, dass eine Unterstützung entweder nicht kurzfristig koordinierbar ist, mit langen Laufwegen verbunden ist oder über ein Telefon organisiert werden muss. Für den – in der Praxis oft auftretenden Fall – dass Ansprechpartner bei einem Anruf stark eingespannt sind, führt dies zu Frust bei den Mitarbeitern sowie einem großen Aufwand, um qualifizierte Ansprechpartner zu erreichen. Durch die Verwendung von Wearables, wie Smartwatches, lassen sich kurze Meldungen direkt über das Gerät austauschen. Durch ein cleveres Priorisierungs- und Eskalationskonzept wird sichergestellt, dass besonders wichtige Meldung auf jeden Fall gelesen werden.

Eigenorganisation als Schlüssel zum Erfolg

Produktionsmitarbeiter arbeiten täglich in den betriebsinternen Prozessen und haben daher auch die größte Erfahrung über herrschende Probleme und wie man Verbesserungen angehen kann. Sie haben ein eigenes Interesse die Probleme im Unternehmen zu lösen und Verbesserungen schnell und effektiv umzusetzen.

Dafür benötigen sie ausreichenden Freiraum, um auf unvorhergesehene Probleme oder Änderungen im Produktionsablauf reagieren zu können. Eine zu enge und unflexible Zuordnung und Bewältigung von Aufgaben ist somit nur selten möglich. Deshalb müssen Prozessverantwortliche gemeinsam mit den Maschinenführern in Lage sein, Arbeitsabläufe individuell zu gestalten und mobil umzustrukturieren. Nur über diesen Weg können in der Produktion Änderungen kurzfristig, spontan und flexibel umgesetzt werden.

Im Umgang mit Software wird das häufig nicht gelebt. Besonders beim Einsatz von neuen Technologien ist es sehr wichtig, die Mitarbeiter von Anfang an mit einzubeziehen. Durch eine aktivierbare Abstimmungs- und Weiterleitfunktionen, können sich die Mitarbeiter untereinander abstimmen und Sachverhalte einfach klären. Software Systeme müssen dafür so entwickelt werden, dass Prozesse auch ohne Programmierkenntnisse angepasst und individualisiert werden können.

Warum gerade Smartwatches eine Lösung darstellen

Fehlende Informationen sind sehr oft die Ursache für Ineffizienzen in der Produktion, beispielsweise wenn der Füllstand von Behältern, eine sofortige Unterstützung durch Mitarbeiter oder Maschinenzustände nicht direkt vermittelt werden.

An dieser Stelle kommen Smartwatches ins Spiel. Wichtige Informationen können mobil und zielgerichtet an den zuständigen Mitarbeiter transportiert werden. Der Werker wird mobil!

Konkret werden die Informationen durch eine Vibration am Arm wahrgenommen. So wird sichergestellt, dass wichtige Informationen sofort erkannt werden. Als zusätzlicher und positiver Nebeneffekt bleiben beide Hände frei zum Arbeiten. Nicht zuletzt wird durch das Tragen am Körper sichergestellt, dass die Smartwatch auch in hektischen Situationen nicht liegen gelassen werden kann.

Über die bidirektionalen Kommunikationsmöglichkeiten einer Smartwatch können Informationen nicht nur angezeigt, sondern Aktionen ausgelöst beziehungsweise auf Anfragen reagiert werden. Beispielsweise kann auf Knopfdruck eine Unterstützungsanfrage an verschiedene Mitarbeiter gesendet und von den empfangenden Mitarbeitern umgehend und ohne Aufwand beantwortet oder weitergeleitet werden.

Im Ergebnis ist der Werker zuverlässig im gesamten Werk erreichbar, ohne dass andere Mitarbeiter wissen müssen, wo der Werker aktuell unterwegs ist.

Zuverlässig auch unter Produktionsbedingungen

Produktionsbedingungen in einer Fabrik sind raue Umgebungen für funkbasierte Systeme. Metall und elektromagnetische Wellen (z.B. aus Schweißanlagen) können zu Störungen in der Kommunikation führen.

Aufgrund dieser Umstände sind Funkstandards wie Bluetooth in der Produktion nicht einsatzfähig. In Produktionsumgebungen hat sich dafür WLAN als stabile Lösung bewährt. Industrielle Wireless Router sorgen für eine gute und sichere Kommunikation zwischen Smartwatches und Maschinen.

Häufig genannte Kritikpunkte für die Nutzbarkeit einer Smartwatch im Produktionsalltag sind kurze Akkulaufzeit sowie die notwendige Kopplung an Smartphones. Da moderne Smartwatches mit einem Ladevorgang ausreichend Energie für mindestens eine Schicht erhalten, stellt dies in der Praxis kein Problem dar. Die Abhängigkeit von Smartphones wird durch eine Verbindung ins WLAN-Netz der Produktion sowie mit Hilfe von speziell entwickelten Apps gelöst. Die Smartwatch wird “stand-alone” fähig und ohne Smartphone nutzbar.

Klare monetäre Vorteile

Der automatisierte, vereinfachte und flexible Austausch von Informationen führt dazu, dass in der Produktion viele Wege eingespart werden.

Anstatt nachzuschauen, ob eine Maschine bereits ihren Auftrag gefertigt hat oder neues Material benötigt wird, meldet sich die Maschine beziehungsweise ein Sensor ohne menschliches Eingriff selbständig beim Werker. Somit werden nicht nur Wege, sondern insbesondere Wartezeiten des Werkers oder der Maschinen vermieden, womit die Auslastung einer Maschine signifikant erhöht wird. Je nach Stundensatz und Betriebsdauer einer Anlage ergeben sich mehrere 10.000 € Einsparungspotenziale bei den Betriebskosten pro Maschine pro Jahr. Darüber hinaus ermöglicht die neue Mobilität der Mitarbeiter eine Mehrmaschinenbedienung, was wiederum zu einer besseren Auslastung der vorhandenen Mitarbeiter führt. Neben der Maschinenbedienung sind Smartwatches auch in anderen Bereichen interessant. Einfach überall wo Mitarbeiter viel in Bewegung sind, z.B: in der Intralogistik und der Instandhaltung, lässt sich die Kommunikation zwischen Mensch und Maschine mit Smartwatches optimieren.

Fazit

Smartwatches tragen dazu bei, die Kommunikation zwischen Mitarbeitern sowie zwischen Anlagen und Werkern deutlich zu verbessern.

Hierbei gehen die Möglichkeiten über eine einfache Alarmierung der Mitarbeiter weit hinaus. Vielmehr können Events und Aktionen der Smartwatch gezielt auf Anforderungen der Mitarbeiter und Umstände angepasst werden, um in der Praxis schnell und flexibel die Prozesse in der Produktion zu verbessern. Sind diese Voraussetzungen gegeben, werden erhebliche Effizienzgewinne erzielt.

Das von aucobo entwickelte Smartwatch-System, ist auf die Bedürfnisse von Instandhaltern,  Maschinenbediener und Logistikern in der Produktion spezialisiert. Ziel ist die Kommunikation von Mensch und Maschine zu optimieren. Maschinenmeldungen gehen im reizüberfluteten Produktionsverhältnis nicht unter, sondern erscheinen direkt am Handgelenk. Unnötig komplizierte Abstimmungen über Telefonate erübrigen sich per Knopfdruck, und Dokumentationsprozesse vereinfachen sich durch Funktionen wie Sprachnotiz und Kamera der industrietauglichen Smartwatch.


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