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Studie “FutureMadeInGermany.de” vergleicht Innovations-Investments

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Deutschlands größten Unternehmen fehlt es an disruptiven Innovationen


  • Der neue Corporate Innovation Benchmark „Future made in Germany“ hat die Investments in Innovation der DAX-Unternehmen der letzten 10 Jahre analysiert und die Ergebnisse in einer umfassenden Studie quantifiziert.

  • Insgesamt verwenden die 30 DAX-Unternehmen 96 Prozent ihres Innovations-Budgets für interne Abteilungen, die sich primär auf Verbesserungen bestehender Produkte und Dienstleistungen konzentrieren. Lediglich 4 Prozent entfallen auf externe Innovationen, welche eher zu radikalen Umbrüchen und mehr Wachstum führen.

  • Wettbewerber in den USA und China investieren bis zu 50 Prozent ihres Budgets in Akquisitionen (M&A), Corporate Venture Capital sowie Acceleration und Incubation Projekte – allesamt externene Innovationen.

  • Auf Basis von Unternehmen wie SAP und Deutsche Börse in Deutschland, Alibaba und Tencent in China sowie Facebook und Alphabet in den USA lässt sich ableiten, dass mindestens 10 Prozent des gesamten Innovations-Budgets in externe Innovationen fließen sollte. Insbesondere der Kauf von innovativen Unternehmen sowie Corporate Venture Capital spielen dabei eine wichtige Rolle.



Garching bei München, 22. November 2019. Die marktführenden Positionen, die sich deutsche DAX-Unternehmen über Jahrzehnte hinweg erarbeitet haben, sind das Ergebnis leistungsfähiger interner Forschungs- und Entwicklungs-Abteilungen (R&D-Abteilungen). Die dadurch errungenen Innovationen und deren Qualität sind der Grund, weshalb „Made in Germany“ ein internationales Qualitätssiegel darstellt. Allerdings verpassen Marktführer mit Schwerpunkt auf interner Innovation – unabhängig von ihrem Standort – nicht selten den Anschluss an “disruptiven” Technologien. Bekannte Beispiele hierfür sind etwa Siemens vs. Cisco (Router), Microsoft vs. Google (Betriebssysteme), Nokia vs. Apple (Mobiltelefone) und BMW/Mercedes vs. Tesla (Elektrofahrzeuge). In allen Fällen haben etablierte Unternehmen die Zeichen der Zeit verkannt und es verpasst, neue Märkte im Wert von hunderten Milliarden Euro zu erschließen. 

Die Analyse der Innovationsaktivitäten, die von den DAX-Unternehmen sowie deren Pendants in den USA und China in den letzten Jahren verfolgt wurden, ergab, dass im Zeitraum von 2008 bis 2017 764 Innovationsprojekte realisiert und mehr als 1,1 Billionen Euro investiert wurden. Ein durchschnittliches DAX-Unternehmen führte dabei 3,3 Prozent seines Umsatzes internen sowie externen Innovationsprojekten zu. In den USA waren es 5,6 Prozent, in China 2,6 Prozent.  


Interne vs. externe Innovation
Deutliche Unterschiede sind bei der Verteilung des Budgets auf interne und externe Innovationen festzustellen. Interne R&D-Teams konzentrieren sich auf die Entwicklung und Verbesserung existierender Produkte und Prozesse, während M&A sowie Corporate Venture Capital im externen Innovationsbereich radikale Umbrüche fördern und das Wachstum anregen. Derzeit investieren DAX-Unternehmen 96 Prozent ihres Innovationsbudgets in interne und lediglich vier Prozent in externe Innovationen.
 
Ein signifikanter Kontrast zu den USA und China: Die größten Unternehmen Chinas führen über 50 Prozent ihres Budgets externen Innovationen zu – das entspricht mehr als dem Zwölffachen der DAX-Firmen. Unternehmen in den USA investieren mit 9 Prozent mehr als den doppelten Betrag in disruptive Projekte.

Best Practice
Die innovativsten DAX-Unternehmen und deren weltweite Pendants wenden mindestens 10 Prozent ihres Umsatzes für Innovationen auf. Alibaba führt das internationale Feld mit 45 Prozent an. In den USA erreicht Facebook 37 Prozent, in Deutschland steht SAP mit 17 Prozent an erster Stelle.
 
Der durchschnittliche Anteil für Investitionen dieser Unternehmensgruppe in externe Innovationen liegt bei 23 Prozent. Hauptsächlich fließen diese in M&A sowie Corporate Venture Capital. Facebook, Tencent und Alibaba haben jeweils mehr als 10 Milliarden Euro in M&A gesteckt, während die drei führenden DAX-Unternehmen etwa 2,7 Milliarden Euro (SAP), 700 Millionen Euro (Deutsche Börse) sowie 600 Millionen Euro (Bayer) in die Übernahme innovativer Start-ups investierten.
 

Empfehlungen für den Vorstand

Wir haben die Verhaltensweisen der innovativsten Unternehmen unterschiedlicher Branchen analysiert und aus den Ergebnissen folgende Empfehlungen abgeleitet, die Vorstände hinsichtlich externer Innovationen unterstützen sollen:

  • Innovationsbudget: Eröhung des Budgetanteils, der für externe Innovationen aufgewendet wird, auf 10 Prozent des gesamten Innovations-Budgets.
  • Externe Innovationen: 80 Prozent des entsprechenden Budgets sollten M&A und die verbleibenden 20 Prozent in Corporate Venture Capital fließen.
  • Corporate Venture Capital: Investitionen in Start-ups indirekt über unabhängige Venture Capital Fonds in der Frühphase. Investitionen direkt über eigenen Corporate Venture Capital Fonds in Scale-ups in der Spätphase.
  • M&A: Akquisition von Unternehmen im Spätstadium, um in bestehenden Märkten zu wachsen und in benachbarte Märkte zu expandieren. Eigenständigkeit der akquirierten Unternehmen.

„Es freut uns sehr, dass wir mit unseren Erkenntnissen im Rahmen der ‚Future made in Germany‘-Studie zum breiteren öffentlichen Diskurs hinsichtlich Innovation und der Konkurrenzfähigkeit Europas mit den USA und China beitragen können. Unsere Gespräche mit DAX-Vorständen und Aufsichtsräten verdeutlichen das große Interesse am Thema und an wesentlich umfangreicheren Investitionen in externe Innovation. Wir begrüßen und befürworten neue Perspektiven und Diskussionen in Hinblick auf unsere Ergebnisse“, so Matthias Hilpert, CEO von MH2 Capital. Matthias Hilpert, Johannes von Borries, Managing Partner bei Unternehmertum Venture Partners, und Christian Meermann, Founding Partner bei Cherry Ventures, sind Co-Autoren der „Future made in Germany“-Benchmark-Studie.
 
„Es ist von zentraler Bedeutung, dass wir nun über Daten darüber verfügen, wie genau Unternehmen mit Innovationen umgehen. Die vorliegenden Ergebnisse bestätigen unsere Vermutung, dass noch wesentlich mehr in externe Innovationen investiert werden kann. Dank dieser Erkenntnisse werden wir unser Innovationspotenzial in Deutschland grundlegend anders ausschöpfen können“, sagt Joachim Faber, Aufsichtsratsvorsitzender der Deutsche Börse AG.
 

„Erfolg heute hängt von der Fähigkeit ab, mit technologischen Innovationen Schritt zu halten und neue Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln, aber auch bestehende zu verbessern und zu erweitern. In Ergänzung unserer starken internen Innovationskultur helfen uns M&A und Corporate Venture Capital auch Zugang zu führenden Talenten und Innovationen weltweit zu erhalten und dadurch unser Portfolio zu ergänzen. Diese Kombination verschafft uns eine klare Differenzierung und einen Wettbewerbsvorteil im sich schnell verändernden Umfeld von heute. Wir sind stolz darauf, auf diesem Gebiet als führend anerkannt zu sein“, kommentiert Christian Klein, CEO, COO und Mitglied des Vorstandes von SAP SE.

Über Matthias Hilpert, MH2 Capital
Matthias Hilpert ist Investor in den Bereichen Early Stage Technology, Real Estate und Public Assets. Er gründete bereits während seines Studiums avalas.com, das erste Internetportal für Mobiltelefone Deutschlands, und war für mehr als 20 Jahre weltweit in der Telekommunikationsbranche für Vodafone, Orange und Salt tätig. Im Rahmen seiner letzten operativen Rolle verantwortete er das Privatkundengeschäft von Orange Schweiz mit 1 Milliarde Euro Umsatz. Er trug dort maßgeblich zu einem sehr erfolgreichen Private Equity Investition für Apax Partners bei, wodurch 800 Millionen Euro Unternehmenswert erwirtschaftet wurden. Als CEO von MH2 Capital mit Sitz in Berlin gilt er als einer der aktivsten privaten Investoren in Europa. Matthias studierte Betriebswirtschaftslehre, Philosophie und Künstliche Intelligenz an der FAU Erlangen-Nürnberg, University of Edinburgh und LMU München. 

Über Johannes von Borries, Managing Partner bei UVC Partners
Johannes ist ein erfahrener Risikokapital-Investor und erfolgreicher Entrepreneur. Seine Karriere im Bereich VC begann 2001 bei Wellington Partners. Nach einigen Jahren im anlaufenden Start-up-Ökosystem Deutschlands gründete Johannes NandaTech, ein Start-up für Halbleiteranlagen, welches er erfolgreich skalierte und veräußerte. Im Anschluss investierte er als Business Angel und stieg 2015 bei UVC Partners als Managing Director ein. Johannes hat einen MBA der U.C. Berkeley und einen Master der TU Berlin im Wirtschaftsingenieurwesen. Bei UVC Partners investiert er in Industrial Technologies, B2B SaaS und Mobility. Dank der Partnerschaft mit UnternehmerTUM verfügt UVC Partners über ein umfassendes Unternehmensnetzwerk und Zugang zu technisch begabten Arbeitskräften.
 
Über Christian Meermann, Founding Partner bei Cherry Ventures
Christian ist ein Founding Partner bei Cherry Ventures. Nach einigen Jahren bei The Boston Consulting Group trat er Zalando als deren erster CMO bei. Christian war in dieser Position


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Markus Bosch (Tel.: 017681924943), verantwortlich.

Pressemitteilungstext: 1044 Wörter, 8677 Zeichen. Pressemitteilung reklamieren

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