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Ehemaliger Audi-Chef Rupert Stadler kündigt im Betrugsprozess Geständnis an


Von PortalDerWirtschaft.de UG (haftungsbeschränkt)

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Der ehemalige Audi-Chef Rupert Stadler hat im Betrugsprozess um manipulierte Abgaswerte bei Dieselautos ein Geständnis angekündigt. Wie sein Verteidiger Thilo Pfordte vor dem Landgericht München erklärte, stimme Stadler dem Verständigungsvorschlag des Gerichts zu. Die Wirtschaftsstrafkammer hatte Stadler bei einem umfassenden Geständnis und der Zahlung von 1,1 Millionen Euro eine Bewährungsstrafe in Aussicht gestellt. Auch die Staatsanwaltschaft stimmte dem Vorschlag des Gerichts zu.

Nach Jahren des Beteuerns seiner Unschuld wird Stadler nun doch ein umfassendes Geständnis ablegen und somit in zwei Wochen dem Gericht vorgetragen. Das Urteil ist jedoch nicht vor Pfingsten zu erwarten. Infolge der Verständigung wird das Gericht Stadler zu einer Freiheitsstrafe zwischen eineinhalb und zwei Jahren verurteilen. Die Bewährungszeit beträgt dann drei Jahre und die Bewährungsauflage muss an gemeinnützige Einrichtungen gezahlt werden.

Wolfgang Hatz, der ehemalige Chef der Audi-Motorenentwicklung, sowie zwei seiner leitenden Ingenieure hatten bereits gestanden, dass sie die Ausgestaltung der Motor-Software veranlasst hatten. Auch Stadler hat letztendlich gestanden, dass er spätestens im Juli 2016 erkannt hatte, dass die Abgaswerte manipuliert gewesen sein könnten. Statt jedoch die Sache auf den Grund zu gehen und die Handelspartner zu informieren, hatte er den Verkauf der Autos bis Anfang 2018 weiterlaufen lassen.

Rupert Stadler war 2007 Chef der Ingolstadter VW-Tochter geworden, als Nachfolger von Martin Winterkorn, der damals an die Konzernspitze wechselte. Ab Juni 2018 saß Stadler wegen Verdunkelungsgefahr vier Monate lang in Augsburg in Untersuchungshaft, bis zu seinem Rücktritt als Audi-Chef und VW-Vorstandsmitglied. Mit dem Volkswagen-Konzern hatte er bereits einen zivilrechtlichen Vergleich geschlossen und wegen Pflichtverletzung 4,1 Millionen Euro an seinen früheren Arbeitgeber gezahlt.

 



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