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Poko-Institut | 21.08.2017

Symposium Mitbestimmung in Kliniken und Krankenhäusern


Kategorie:
Zeitraum:
PLZ/Ort:
Wissenschaft, Forschung, Bildung
21.11.2017 - 22.11.2017
DE-53175 Bonn-Bad Godesberg
Firmenlogo von Poko-Institut

Kurzbeschreibung

Fachkräftemangel, stetig steigende Arbeitsverdichtung, persönliche Haftung, politische Dauerreformierung, Leistungsvorgaben, Spezialisierung und Kostendruck – das sind die Themen, denen sich Personal- und Betriebsräte in Kliniken und Krankenhäusern stellen müssen. Viele Mitarbeiter fühlen sich an ihrer Belastungsgrenze, oft leidet auch die Arbeitsqualität. Traurige Bilanz: Inzwischen hat die Pflege mit den krankheitsbedingten Fehlzeiten die Metallindustrie überholt. Personelle Verstärkung oder Maßnahmen zur Entzerrung der Arbeitsdichte sind meist nicht in Sicht. Dazu kommt eine Politik, die immer noch aus Kostengründen Krankenhäuser dezentralisieren oder gar schließen will.



Inhalt

Fachkräftemangel, stetig steigende Arbeitsverdichtung, persönliche Haftung, politische Dauerreformierung, Leistungsvorgaben, Spezialisierung und Kostendruck – das sind die Themen, denen sich Personal- und Betriebsräte in Kliniken und Krankenhäusern stellen müssen. Viele Mitarbeiter fühlen sich an ihrer Belastungsgrenze, oft leidet auch die Arbeitsqualität. Traurige Bilanz: Inzwischen hat die Pflege mit den krankheitsbedingten Fehlzeiten die Metallindustrie überholt. Personelle Verstärkung oder Maßnahmen zur Entzerrung der Arbeitsdichte sind meist nicht in Sicht. Dazu kommt eine Politik, die immer noch aus Kostengründen Krankenhäuser dezentralisieren oder gar schließen will.


Auf den Punkt: In diesem Symposium erfahren Sie, welche Auswirkungen auch die neuesten politischen Aktivitäten auf das deutsche Krankenhaussystem und die Pflege hat. Wir zeigen Ihnen auf, welche Möglichkeiten Betriebs- und Personalräte trotz ungünstiger Rahmenbedingungen haben, die Ärmel hochzukrempeln und die Probleme anzupacken. Lernen Sie verschiedene Ansätze zu konkretem Handeln in der derzeitigen Situation kennen und anzuwenden und wie Sie im Sinne der über eine Million Beschäftigten kompetent und nachhaltig Verhandlungen mit dem Arbeitgeber über die anstehenden Veränderungen führen können.

1. Tag


Vorträge


(Vormittags)


Stand der Umsetzung des Krankenhausstrukturgesetzes



  • Orientierungswert und Tarifrate

  • Pflegezuschlag und Pflegestellenförderprogramm

  • Sicherstellungszuschlag

  • Qualitätsindikatoren, Qualitätszuschläge, Qualitätsabschläge

  • Fixkostendegressionsabschlag

  • Absenkung von Bewertungsrelationen

  • Strukturfonds


Vom Wunschdienstplan zur rollierenden Schichtplanung – Vor- und Nachteile



  • Wissenschaftliche Empfehlungen zur Schichtplanung

  • Statistik und persönliche Wahrnehmung

  • Wunschdienstplan – Vorteile, Nachteile

  • Notwendige Rahmenbedingungen für das Gelingen

  • Rollierende Dienstplanmodelle – Vorteile, Nachteile


Delegation und Allokation – richtig eingesetzt!



  • Delegation als Chance für den Einzelnen und den Berufsstand

  • Delegationsfähige und nicht delegationsfähige ärztliche/ pflegerische Tätigkeiten

  • Wichtige Delegationsgrundsätze

  • Allokation – beschränkte Ressourcen richtig nutzen


(Vertiefungs-)Workshops


(Nachmittags)


Wählen Sie einen der 3 folgenden Workshops aus:


1. Dienstplan – Gestaltungsmöglichkeiten des Betriebsrats



  • Übungsbeispiel Dienstplan

  • Gestaltungs- und Formulierungshilfen für eine Betriebsvereinbarung


2. Delegation und Allokation – Mitbestimmung des Betriebsrats



  • Übungsbeispiel Delegation

  • Umsetzung der Mitbestimmung an konkreten Beispielen


3. Das DRG-System – Vergütung nach Fallpauschalen



  • Grundlagen des DRG-Systems

  • Konstruktionsprinzipien der Fallpauschalen

  • Von den Einzel-DRGs zur Erlössumme

  • Erlösorientierte Personalbedarfsbemessung

  • Unter- und überfinanzierte DRGs?

  • Bedeutung der Zusatzentgelte

  • DRGs und Investitionen


2. Tag


Vorträge


(Vormittags)


Zivil- und strafrechtliche Verantwortlichkeit von Ärzten, medizinischen Fachangestellten und Pflegekräften



  • Haftungsdreieck – Patient, Einrichtungsträger und Mitarbeiter

  • Beweislastumkehr und Dokumentation

  • Verschiedene Verschuldensgrade und Verschuldenstypen

  • Pflegestandards

  • »Typische« Straftatbestände: Körperverletzung ohne/mit Todesfolge, Schweigepflichtverletzung, Freiheitsberaubung

  • »Mit einem Bein im Knast« – warum?


»Gefährliche Pflege« und »Holen aus dem Frei«



  • Burn-out und »Jammerkultur« in der Pflege

  • Initiative ergreifen bei Arbeitszeit und Arbeitsorganisation

  • Springerpool und andere Ausfallkonzepte: Vorteile und Nachteile

  • Rufbereitschaften, Disposchichten, noch was?

  • Auswirkungen des BAG-Urteils vom 25.04.2013 zu § 7 TVöD


Pflegekräfte 50+ und Patienten multimorbid



  • Demografiebewusste Personalentwicklung in der Pflege – Beispiele aus der Praxis

  • Alter(n)sgerechte Arbeitsgestaltung und -organisation, Arbeitszeit, Arbeitsaufgaben

  • Maßnahmen zur Erhöhung der Zufriedenheit der Pflegenden

  • Know-how: Transfer von Generation zu Generation Punkt gebracht


(Vertiefungs-)Workshops


(Nachmittags)


Wählen Sie einen der 3 folgenden Workshops aus:


1. Zivil- und strafrechtliche Verantwortlichkeit – Risikominderung durch den Betriebsrat, aber wie?



  • Übungsbeispiele zur persönlichen Haftung von Fachkräften in Medizin und Pflege

  • Gestaltungsmöglichkeiten durch den Betriebsrat


2. Pflegekräfte 50+ – Aufgabenfelder für Arbeitnehmervertreter und Klinikleitung



  • Altersgemischte Teams – Herausforderung und Chance

  • Gestaltungsmöglichkeiten des Betriebsrats, insbesondere bei der Gefährdungsbeurteilung und dem Betrieblichen  Gesundheitsmanagement

  • Praxishinweise für das weitere Vorgehen


3. Gefährliche Pflege: Die Überlastungsanzeige – genug ist genug!



  • Überlastungsanzeige mit Folgen – Gestaltungsmöglichkeiten des Betriebsrats

  • Übungs- und Gestaltungsbeispiele



Zielgruppe

Betriebsrat

Preis: 1195 €


Zur Veranstaltungsseite: http://www.poko.de/Betriebsrat/Seminare/Mandate-besondere-Funktionen/Personalrat/Symposium-Arbeitnehmervertretung-in-Krankenhaeusern?utm_source=PDW&utm_medium=link&utm_campaign=seminarsuchmaschinen

Unternehmenseintrag: Poko-Institut

Eingestellt am: 21.08.2017 von: Poko-Institut.

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