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Chinesischer Drache birgt Chancen und Risiken

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Keine Frage: Der chinesische Markt ist für deutsche Unternehmen ebenso attraktiv wie der deutsche für Firmen aus dem Reich der Mitte. Umso mehr verwundert es auf den ersten Blick, dass die M&A-Aktivitäten zwischen den beiden Ländern zuletzt eher gering waren. Die Tendenz ist sogar rückläufig. ...

Keine Frage: Der chinesische Markt ist für deutsche Unternehmen ebenso attraktiv wie der deutsche für Firmen aus dem Reich der Mitte. Umso mehr verwundert es auf den ersten Blick, dass die M&A-Aktivitäten zwischen den beiden Ländern zuletzt eher gering waren. Die Tendenz ist sogar rückläufig. Während laut M&A DATABASE 2008 immerhin noch 13 Transaktionen deutscher Unternehmen in China verbucht werden konnten, wurden 2009 lediglich fünf Käufe als vollzogen erfasst.

"Der hohen Attraktivität des chinesischen Marktes stehen Probleme bei der Bewertung der dort ansässigen Unternehmen gegenüber", erklärt Dr. Michael Thiele, Geschäftsführender Partner der Angermann M&A International GmbH. So treten unter anderem Komplikationen aufgrund undurchsichtiger Eigentumsverhältnisse und einer mangelnden Planungsgüte auf. "Die tatsächliche Verfügung von Rechten kann vielfach nur sehr ungenau angegeben werden. Vorhandene Finanz- und Liquiditätspläne sind zudem oft schwer nachvollziehbar", so Thiele. Mängel in der Rechnungslegung sind ein weiterer Grund für das zögerliche Akquisitionsverhalten der deutschen Unternehmen. International anerkannte Standards werden häufig nicht beachtet. Abweichende Praktiken bei der Buchhaltung stehen einer transparenten Datenlage entgegen.

Trotz des somit nicht unerheblichen Risikoprofils ist zu erwarten, dass die deutschen Unternehmen in naher Zukunft ihre Zurückhaltung aufgeben und verstärkt nach Transaktionszielen in China suchen werden. Um die hohen Grundrisiken zu minimieren, erfordern M&A-Transaktionen in China jedoch eine genaue Analyse des Geschäftsumfeldes sowie ein gutes interkulturelles Verständnis. "Eine eigene Planungsrechnung sollte als Grundlage für Verhandlungen obligatorisch sein. Des Weiteren ist eine gewisse Improvisationsfähigkeit bei der Durchführung eines Due-Diligence-Prozesses gefordert. So erweisen sich Interviews häufig wertvoller als Papieranalysen", erläutert Thiele.

Veränderungen sind künftig hinsichtlich der Treiber für deutsche M&A-Aktivitäten in China zu erwarten. In der Vergangenheit waren vor allem der Zugang zu Ressourcen und die Sicherung kostengünstiger Produktionsstätten entscheidend. "Angesichts der stetig steigenden Konsumfreude und -fähigkeit der Chinesen bekommt die Markterschließung auch aus diesen M&A-Gesichtspunkten ein größeres Gewicht", so Thiele. Leider sind jedoch immer noch einige Branchen sehr stark reglementiert. Je nachdem welche strategische Bedeutung der chinesische Staat der Industrie beimisst, fallen die Regulierungen und Beschränkungen unterschiedlich aus. An hohe Auflagen sind beispielsweise Industriezweige gebunden, die in den Bereichen Rohstoffversorgung, Infrastruktur, Einzelhandel und im Finanzsektor tätig sind. In den Industrien für die hingegen ein hoher Technologiestandard benötigt wird, wie zum Beispiel in der Veredlungsindustrie, werden M&A-Transaktionen sogar gefördert. "Die chinesische Regierung handelt überaus strategisch. Sobald die Abhängigkeit einzelner Wirtschaftszweige als nicht mehr bedrohlich angesehen wird, öffnet sich der Markt, und die Regulierungen werden zurückgefahren", erklärt Thiele. Viele chinesische Unternehmen plädieren zudem mittlerweile für einen freieren Zugang internationaler Player zu ihrem heimischen Markt, da sie selbst ebenfalls auf die Öffnung anderer Märkte angewiesen sind.

Die internationalen M&A-Aktivitäten Chinas sind bereits heute signifikant und werden in Zukunft weiter wachsen. Die Regierung unterstützt die Expansion nicht nur, sondern treibt sie sogar regelrecht an. Durch Akquisitionen im Ausland erhalten chinesische Unternehmen dort Marktanteile und haben Zugriff auf kritische natürliche Ressourcen. Dass insbesondere staatliche Unternehmen wie die Zentralbank ihre Investments auf diesen Sektor konzentrieren, zeigt, wie wichtig letzteres Anliegen aus chinesischer Sicht ist. Außerdem besteht ein allgemein großes Bedürfnis nach Luxusgütern und Markenartikeln sowie innovativen Technologien. "Es ist somit auch hierzulande nur eine Frage der Zeit, bis chinesische Unternehmen vermehrt als Käufer auftreten", prognostiziert Thiele.



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