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Prometheus Asset Management GmbH |

Serie: Das kleine Einmaleins der Finanzkrise

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Teil 4: Die Finanzkrise und die Wirtschaft


Langenfeld. Viele Marktteilnehmer beobachten die Entwicklung des Euros kritisch und halten einen Zerfall der Währung für möglich. Im vierten Teil des kleinen Einmaleins der Finanzkrise erklärt André Kunze, geschäftsführender Gesellschafter der Prometheus Asset Management GmbH, wie die Euro-Diskussion aus deutscher Sicht zu bewerten ist und wie er die aktuelle Kontroverse Inflation vs. Deflation für sich auflöst.

Euro – eine Währung ohne Einheit?

In den letzten Monaten unterlag der Euro erheblichen Schwankungen. Zeitweise rund 20% gegenüber dem USD abgewertet, wurde über die Stärke der europäischen Währung flächendeckend diskutiert. „Nicht vergessen darf man an dieser Stelle allerdings, dass der Euro gegenüber seinem Tiefststand im Oktober 2000 bei rund 0,83 USD/Euro um rund 50% aufgewertet hat. Aus rein deutscher Sicht sind die Vorteile eines schwächeren Euro jedoch nicht von der Hand zu weisen“, erklärt André Kunze die Situation. „Im Ausland günstiger werdende deutsche Produkte steigern die Exportleistung der hiesigen Wirtschaft. Während sich die öffentliche deutsche Wahrnehmung fast dogmatisch eine feste Währung herbeizusehnen scheint, liegt beispielsweise Chinesen hieran wenig. Die chinesische Regierung unterbindet seit Jahren stärkere Aufwertungen des Renmimbi (Yuan) gegenüber Dollar und Euro und hält die Währung künstlich auf zu niedrigem Niveau“, konstatiert Kunze mit Blick ins Ausland. Schließlich ist Chinas Wachstum nahezu ausschließlich auf Exporte und damit auf konkurrenzfähige Preise im Ausland angewiesen. „Besorgniserregend stellen sich derzeit die drastischen Unterschiede der Euroländer zueinander dar“, so Kunze weiter. Während Deutschland trotz seiner Exportabhängigkeit, jedoch Dank seiner hohen Produktivität, mit einem deutlichen höheren Euro gut leben könne, seien Länder wie Griechenland und Spanien nur mit einem erheblich abgewerteten Euro wirtschaftlich rentabel. Eine derart heterogene Währungsgemeinschaft ergebe wirtschaftlich keinen Sinn und ließe sich nur über den – derzeit noch intakten – politischen Willen rechtfertigen. Ein Auseinanderbrechen des Euro scheint weiterhin aufgrund der dramatischen Unterschiede zwischen den Teilnehmerländern alles andere als ausgeschlossen. Deutschland dagegen scheint einen Zerfall des Euro letztlich nicht zu sehr fürchten zu müssen. „Auch wenn unsere Staatsfinanzen bessere Zeiten gesehen haben, so gilt Deutschland aufgrund der im Vergleich hohen Produktivität der Wirtschaft und der vergleichsweise moderaten Verschuldung als zahlungskräftig“, so Kunze. „Die zuletzt auf ihre historischen Tiefststände gesunkenen Zinsen deutscher Staatsanleihen belegen, dass die Bewertung Deutschlands an den Kapitalmärkten als sehr stabil angesehen wird.“

Wahrscheinlichkeit für Währungsschnitt denkbar gering

Manch deutschen Anleger umtreibt derzeit jedoch noch eine weit größere Angst, als die vor einem Zerfall des Euro oder dem Ausfall eines einzelnen Landes: Ein möglicher Währungsschnitt bzw. eine Währungsreform. „Das grundsätzliche Risiko einer Währungsreform ist auch in der heutigen Zeit sicherlich nicht auszuschließen“, räumt Kunze ein. „Von einem Währungsschnitt sind wir in Deutschland aufgrund der immer noch als solide und stabil einzuschätzenden Staatsfinanzen meilenweit entfernt.“ Er besänftigt die Ängste seiner Kunden: „Einem Währungsschnitt unterliegen lediglich Geldwerte, also beispielsweise Bargeld, Tagesgeld oder Festgeld, nicht hingegen Sachwerte. Letztere erleiden zwar aufgrund der mit einem Währungsschnitt einhergehenden Wirtschaftskrise zwischenzeitlich ggf. einen Preisverfall, erhalten aber über die Zeit i.d.R. ihren eigentlichen, substantiellen Wert.“ Auch mit Blick auf globalisierte Märkte sieht Kunze eine geringe Wahrscheinlichkeit für einen Währungsschnitt: „In der heutigen global vernetzten Welt ist ein einzelnes Land schwerlich in der Lage, die eigenen Schulden durch einen Währungsschnitt zu beseitigen. Einer derartigen Maßnahme müssten ausländische Kapitalgeber ebenfalls zustimmen. Das wiederum würden diese nachvollziehbarerer Weise kaum oder nur gegen besondere Gegenleistung tun“, so Kunze weiter.

Mehrheit der Investoren erwartet keine Inflation

Viel diskutiert ist derzeit das Thema Inflation. „Der Markt, also die Mehrheit aller privaten und institutionellen Investoren, erwartet aktuell keine Inflation“, beschreibt Kunze seinen Eindruck. „Ein untrügliches Zeichen hierfür sind die seit Monaten rückläufigen Zinsen. Die 10-jährige Bundesanleihe notiert aktuell mit rund 2,3% p.a. nahe ihres historischen Tiefs. Da ist schlicht keine nennenswerte Inflation ‚eingepreist’“, erklärt Kunze. Dennoch biete die aktuelle Diskussion um das Thema Inflation / Deflation zu viele unbekannte Variabeln. „Sowohl für inflationäre als auch für deflationäre Tendenzen gibt es aus unserer Sicht durchaus nachvollziehbare Argumente.“ Seine Konsequenz: „Wer eher inflationäre Tendenzen für wahrscheinlich hält, sollte sein Vermögen nahezu vollständig in sachwertorientierte Anlagen investieren, um an den gestiegenen Preisen für diese Güter vollumfänglich partizipieren zu können. Hält man eine Deflation für die wahrscheinlichere Variante, sind geldwertorientierte Anlagen die beste Lösung für das eigene Vermögen“, rät Kunze. Seine eigene Strategie setzt derzeit auf beide Varianten. „Wir glauben, dass in der aktuell unsicheren Marktsituation eine breite Vermögensdiversifikation mit Sach- und Geldwerten die einzig sinnvolle Lösung ist und das höchste Maß an Sicherheit bieten kann.“

Die Schwankungsanfälligkeit sämtlicher Anlageklassen sollte in den nächsten Monaten wieder deutlich zunehmen. Irrationale Bewegungen – sowohl in die eine als auch in die andere Richtung – werden dem Kapitalmarkt nicht erspart bleiben. Auch die historischen Renditeziele sind laut Kunze neu zu hinterfragen. Bei einem historischen Tiefststand der deutschen Zinsen und zusätzlich deutlich eingetrübten weltweiten Wachstumsraten wäre alles andere als im historischen Vergleich niedrigere Renditen in den nächsten Jahren eine Überraschung. Auf diesen Umstand muss man sich als Anleger mit hoher Wahrscheinlichkeit einstellen.

Die P.A.M. Prometheus Asset Management GmbH versteht sich als fokussierte Investment-Boutique und untermauert mit stets innovativen und einzigartigen Fondskonzepten ihren eigenen Anspruch: Nur wer anders denkt, kann besser sein.

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Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Thomas Galla, verantwortlich.

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