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Marktanalyse: Europa in der Zinsfalle

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Niedrige Kapitalkosten ermuntern zum Konsum auf Pump


Düsseldorf - Niedrige Zinsen, so lautet das gängige Argument, sind gut für die Konjunktur. Sie machen Kredite für Investitionen oder Konsumausgaben billiger. Dies kurbelt die Nachfrage an – und damit auch die Produktion. Doch stimmt diese Gleichung immer? Und warum kommt bei uns die Konjunktur nicht in Fahrt, obwohl die Zinsen schon sehr lange auf dem tiefsten Stand seit Jahrzehnten verharren? „Die Höhe der Zinsen für langfristige Anleihen hängt bekanntlich von zwei Komponenten ab: vom Realzins und der Inflationserwartung. Analysen zeigen, dass das gegenwärtig niedrige Zinsniveau nicht von den Inflationserwartungen geprägt ist, denn diese sind zuletzt eher gestiegen. Also ist der Realzins gesunken.

Den Grund hierfür sehen Ökonomen vor allem in der Erwartung eines auch künftig niedrigen Wirtschaftswachstums, das eben nur eine schwache Verzinsung des volkswirtschaftlichen Kapitalstocks ermöglicht. Nur wenn das Wachstum anzieht, eine rege Nachfrage einsetzt und die Produktion in Schwung bringt, würden sich höhere Renditen erzielen lassen und so höhere Zinsen rechtfertigen“, führt der Branchendienst „Erfolg“ der Düsseldorfer Unternehmensgruppe Investor und Treuhand http://www.investor-treuhand.de aus. Doch gegenwärtig sei damit nicht zu rechnen.

„Es ist die Aussicht auf ein weiteres Dahindümpeln der Konjunktur, das die Zinsen am Boden hält. Ist dies jedoch die Erwartung der Märkte, dann vermögen eben auch die niedrigen Zinsen die Akteure nicht zu zusätzlichen Investitionen oder Konsumausgaben zu animieren – der an sich belebende Effekt stellt sich nicht ein“, so die Marktanalyse von „Erfolg“.

Das niedrige Zinsniveau halte zur Zeit die Kapitalkosten künstlich niedrig. So würden auch Unternehmen mit geringer Produktivität überleben. „Anreize für strukturelle Reformen unterbleiben. Die öffentlichen Haushalte werden zum Konsum auf Pump ermuntert. All dies trifft nicht nur auf Deutschland zu, sondern ist auch in Italien und Frankreich – und damit für die wichtigsten Volkswirtschaften des Euro-Raums – festzustellen“, führt Erfolg aus.

Billiges Geld reiche in Europa allein nicht aus, das Wachstum wieder in Schwung zu bringen. Statt dessen müsse der Staat seine Kreditaufnahme zurückführen, die Markt- und Wettbewerbsprozesse müssten gestärkt werden. „So lange dies nicht geschieht, bleibt Europa in der Zinsfalle stecken“, kommentiert „Erfolg“ den Status quo.



Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Claudia Klemp, verantwortlich.

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