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Wissenszugang und Informationskompetenz für alle?

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Diskussion der Herausforderungen und Chancen auf der ODOK 2010 in Leoben


Elsevier, der weltweit führende Verlag für wissenschaftliche, technische und medizinische Informationsprodukte bzw. -dienstleistungen, hat die Fachtagung ?ODOK 2010" an der Montanuniversität Leoben in Österreich als Sponsor unterstützt. Das Engagement erfolgte mit dem Ziel, Partnerschaften mit BibliothekarInnen zu bilden und ihre Rolle in der sich verändernden Bibliotheksumgebung von heute zu unterstützen.\r\n

Elsevier, der weltweit führende Verlag für wissenschaftliche, technische und medizinische Informationsprodukte bzw. -dienstleistungen, hat die Fachtagung "ODOK 2010" an der Montanuniversität Leoben in Österreich als Sponsor unterstützt. Das Engagement erfolgte mit dem Ziel, Partnerschaften mit BibliothekarInnen zu bilden und ihre Rolle in der sich verändernden Bibliotheksumgebung von heute zu unterstützen.

Unter dem kritisch formulierten Leitthema "Wissenszugang und Informationskompetenz für alle?" war in diesem Jahr die "ODOK 2010" in Leoben zu Gast. Die gemeinsame Tagung der Vereinigung Österreichischer Bibliothekarinnen und Bibliothekare und der Österreichischen Gesellschaft für Dokumentation und Information befasste sich mit der Finanzierung, Erschließung und Verwaltung elektronischer Medien sowie mit den relevanten Entwicklungen in der heutigen Informations- und Wissensgesellschaft. Dabei reichte das Themenspektrum vom Wissenszugang für eine breite Öffentlichkeit bis zur umfassenden Informationskompetenz und Forschungsevaluation.

Seit dem Aufkommen von Web-Datenbanken, eJournals und eBooks wird der Kreis der elektronischen Medien immer breiter. Zu den Aufgaben von wissenschaftlichen BibliothekarInnen gehört daher auch die Vermittlung von Informationskompetenz als eine Schlüsselqualifikation für den Erfolg in Studium und Wissenschaft. Aufgrund der Dynamik und des steigenden Umfangs an Informationsangeboten wird die Qualifikation, sich effizient Zugang zu den benötigten Informationen zu verschaffen, die gefundenen Informationen und Quellen zu bewerten, sachgerecht auszuwählen sowie gewonnene Erkenntnisse effektiv zu verarbeiten und zu vermitteln, immer wichtiger.

Das Angebot von Print- und elektronischen Subskriptionen schafft in wissenschaftlichen Bibliotheken einen breiten Zugang zu Inhalten. Für Bibliothekarinnen und Bibliothekare besteht dabei die Herausforderung vor allem darin, den Zugang und die Auswahl interner und zugekaufter Informationen effizient zu managen.

"Durch eine Vielzahl von Angeboten im Internet wie beispielsweise Zeitschriften, Suchmaschinen und Nachschlagewerken scheint ein breiter kostenfreier Zugang zu Informationsquellen für alle zu bestehen", erklärte Dr. Christian Hasenhüttl, Leiter der Universitätsbibliothek der Montanuniversität im Umfeld der Veranstaltung. "Öffentliche Bibliotheken und Dokumentationsinstitutionen geben jedoch sehr hohe Beträge für den Erwerb von Spezialinformation aus", betont Hasenhüttl. Daher sollte auch ein entsprechendes Bewusstsein für den Nutzen geschaffen werden.

Die 19 Universitätsbibliotheken in Österreich haben im Jahr 2008 Informationsträger für mehr als 33 Millionen Euro erworben, etwa 35 Prozent davon als elektronische Medien wie elektronische Zeitschriften, eBooks und Datenbanken. "Für eine zeitgemäße Forschungstätigkeit sind diese elektronischen Informationsquellen unverzichtbar", unterstreicht Hasenhüttl.

ScienceDirect in Österreich
Im Rahmen der Kooperation E-Medien Österreich (KEMÖ) hat auch die Montanuniversität Leoben den Zugriff auf Hunderte elektronische Zeitschriften des Wissenschaftsportals ScienceDirect von Elsevier in einem konsortialen Dreijahresvertrag abonniert. Die Kooperation E-Medien Österreich ist das nationale Konsortium universitärer, wissenschaftlicher und öffentlicher Bibliotheken des Landes. Der neue Rahmenvertrag ermöglicht österreichischen Studenten, Institutsmitarbeitern, Forschern und Entwicklern in sieben Bundesländern den Zugriff auf mehr als 2.500 Zeitschriften und mehr als 9,5 Millionen Volltextartikel aus dem Wissenschaftsportal ScienceDirect sowie Zugriff auf Spezialkollektionen des Verlages im Bereich Life Sciences. Die Elsevier Freedom Collection bietet einigen Einrichtungen der KEMÖ zudem den flexiblen, digitalen Zugriff auf nicht-subskribierte Zeitschriften im Wissenschaftsportal ScienceDirect.

ScienceDirect genießt eine Spitzenposition bei wissenschaftlichen, technischen und medizinischen Veröffentlichungen. Die meisten Zeitschriftenartikel sind unmittelbar nach der Begutachtung und noch vor der Veröffentlichung der gedruckten Version verfügbar. Darüber hinaus haben die Abonnenten Online-Zugang zu Features, die in der gedruckten Version nicht zur Verfügung stehen, z.B. zu Querverweisen und zu Multimedia-Features wie Videos, Audiodateien und ergänzenden Tabellenkalkulationsdateien. Das Wissenschaftsportal verfügt auch über eine wachsende Sammlung von Büchern, Standardwerken, Buchreihen und Taschenbüchern.


Über die Kooperation E-Medien Österreich (KEMÖ): Zentrale Aufgabe der Kooperation E-Medien Österreich ist die Intensivierung der Zusammenarbeit von Bibliotheken, Archiv-, Informations- und Forschungseinrichtungen im Bereich der Nutzung von E-Ressourcen. Angestrebt werden der koordinierte Kauf- und Lizenzerwerb von Datenbanken, elektronischen Zeitschriften, elektronischen Büchern und die koordinierte Administration dieser Ressourcen. Operativ unterstützt wird die KEMÖ von der Österreichischen Bibliothekenverbund und Service GmbH (OBVSG), bei der die Zentrale Koordinationsstelle der KEMÖ angesiedelt ist. Kooperationspartner sind Universitätsbibliotheken, Fachhochschulbibliotheken, Landesbibliotheken, die Österreichische Nationalbibliothek sowie sonstige öffentliche und private nicht gewinnorientierte Informations-, Forschungs- und Bildungseinrichtungen und Lehrkrankenhäuser. Seit der Gründung der Kooperation E-Medien Österreich am 1. Juli 2005 hat ihre Mitgliederzahl beständig zugenommen und umfasst derzeit 50 Mitgliedseinrichtungen (https://www.konsortien.at/ssl/mitglieder.asp).

Über den Österreichischen Bibliothekenverbund (OBV): Der Österreichische Bibliothekenverbund (OBV) ist der große nationale Verbund universitärer, wissenschaftlicher und administrativer Bibliotheken des Landes. Über 75 Bibliotheken von 59 Trägerinstitutionen nehmen aktiv durch Online-Katalogisierung an diesem Verbund teil, darunter auch die Österreichische Nationalbibliothek sowie alle bundesstaatlichen Universitätsbibliotheken. Seine im Web zugängliche Datenbank (http://opac.obvsg.at/acc01) bzw. (http://search.obvsg.at/OBV)weist 7 Mio. Titel mit 12,5 Mio. Exemplaren sowie 0,7 Mio. Zeitschriftenbestandsangaben nach.

Über die Verbundzentrale des Österreichischen Bibliothekenverbundes: Die Österreichische Bibliothekenverbund und Service GmbH (OBVSG) ist die Dienstleistungs- und operative Leitungseinrichtung des Österreichischen Bibliothekenverbundes. Sie stellt eine Vielzahl von Dienstleistungen und IT-Lösungen für das moderne Bibliotheks- und Informationsmanagement zur Verfügung. Durch die Mitarbeit in nationalen und internationalen Gremien beteiligt sich die Verbundzentrale an der Entwicklung und Umsetzung neuer bibliothekarischer Standards. Die Verbundzentrale ist zudem Application Service Provider (APS) für die Implementierung und den Betrieb lokaler Bibliothekssysteme (derzeit 40 Einrichtungen) und bietet in den Bereichen Software-Entwicklung und Systemintegration eigene Produkte an.



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