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Google und Facebook kämpfen um Vorherrschaft

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Die Titanen im Internet machen das Match unter sich aus: Google, Facebook und Microsoft. Für Neues ist da kaum noch Platz.

Berlin / San Francisco (wnorg) - Die Titanen im Internet machen das Match unter sich aus: Google, Facebook und Microsoft. Für Neues ist da kaum noch Platz. Geht die Vielfalt im Web so auf Dauer verloren?

"Wir steuern auf eine Ära zu, in der die Internet-Titanen mehr daran interessiert sind, sich gegenseitig um Macht und Einfluss zu bekämpfen als User mit neuen Erfindungen zu erfreuen." Derart resignierend beschreibt Mercury News die Stimmung beim diesjährigen Web 2.0 Summit in San Francisco, einem der weltweit wichtigsten Branchentreffs. Ersichtlich wird die Entwicklung etwa an härter werdenden Konkurrenzkämpfen um Nutzerdaten wie jenem zwischen Google und Facebook oder dem zunehmenden Druck auf ähnliche Plattformen wie MySpace.

"Der Ausleseprozess wird sich mit hoher Wahrscheinlichkeit weiter fortsetzen, da wohl die meisten User aus Zeitgründen nur in einem oder zwei Netzwerken wirklich aktiv sein können", meint Kai-Uwe Weidlich, Geschäftsführer Medien Institut in Ludwigshafen gegenüber pte. Allerdings, so Weidlich sei damit zu rechnen, "dass nach einer Phase der Konsolidierung auch wieder ein Phase der Differenzierung folgen" werde. In dem Markt wird dem Experten zufolge weiterhin Dynamik bleiben. Für neue Angebote werden die Nutzer aber erst offen sein, wenn sie gegenüber den etablierten einen Mehrwert bieten können.

Nur eine Handvoll Internet- und Technologie-Konzerne dominieren das Web 2.0. Daneben finden Start-ups hingegen kaum mehr Platz. Während sich die Macht im Netz immer stärker auf Online-Giganten wie Google oder Facebook, aber auch Microsoft, Apple oder Amazon konzentriert, scheinen die Tage gezählt, an denen die Online-Welt noch eine Spielwiese mit grenzenlosem Potenzial für neue Ideen von Nachwuchs-Unternehmen war. Innovationen und fortschrittliche Services für die User könnten so auf der Strecke bleiben.

"Gerade im Bereich der sozialen Netzwerke, wo etwa die Menge von Nutzern über den Erfolg entscheidet, haben es neue Anbieter inzwischen sehr schwer", unterstreicht Medienwissenschaftler Kai-Uwe Weidlich. Weidlich geht davon aus, "dass generell überhaupt kein Platz mehr für neue Angebote ist". Und ihre Marktführerschaft und ihre Vormachtstellung wissen die großen Internetfirmen zu verteidigen.


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