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EWC Weather Consult GmbH |

Windkraftanlagengenaue Wetterinformationen für die Direktvermarktung von Strom

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Karlsruhe, 02.02.2011. EWC Weather Consult GmbH liefert aus „Ventus“, dem Windstromprognosesystem der Karlsruher Wetterdienstleister, anlagenscharfe Windleistungsprognosen. Sie werden von Anlagenbetreibern und Händlern zur Ermittlung des Fahrplans bei der Direktvermarktung von Erneuerbaren Energien genutzt.

Ventus nutzt in einem ersten Schritt ein physikalisches Modell und berechnet eine Regelbetriebsprognose für Windanlagen und -parks weltweit mit den spezifischen Anlagen- und Standortparametern. Koordinaten, Meereshöhe, Nabenhöhe, Typ der Anlage und Leistungskurve sowie ein standortbezogenes Downscaling werden berücksichtigt. Die Kompetenz der Karlsruher liegt in der Prognoseveredelung: Hierbei vergleichen die Wetterexperten extra angefertigte historische Windleistungsprognosen mit den historischen Zeitreihen der standortspezifischen Produktionsdaten der jeweiligen Windkraftanlage. Ein Feedback-Modul eliminiert systematische Fehler, ein MOS-System (Model Output Statistics) und Neuronale Netze finden weitere Fehler und reduzieren diese.

Anlagenbetreiber, Stromhändler und Netzbetreiber erhalten die Leistungsprognosen als Stunden- und Tagesmittelwerte für Windleistung, Windgeschwindigkeit und Windrichtung sowie Angaben zum prozentualen Nutzungsgrad für den Park. Jon Meis, Geschäftsführer von EWC, sieht hier ein probantes Informationsinstrument zur Fahrplanermittlung: „Windflauten unter und Stürme über den anlagenspezifischen Geschwindigkeiten finden Berücksichtigung und Ausfälle durch Wartung lassen sich aus der Bilanz herausrechnen beziehungsweise planen“. Die Regelbetriebsprognose der Meteorologen kann auch mit einem Regelwerk zu Ausfallzeiten durch Wartungsarbeiten, Fledermaus- und Lärmbestimmungen, Schattenwurfzeiten und Eis versehen werden. Mit der Modellierung von Kabelverlusten optimiert sich so die Fahrplanprognose, so der Diplom-Meteorologe.

Web: http://www.weather-consult.com


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Mira Steinmetz (Tel.: +49 (0)721-663 23 20), verantwortlich.

Pressemitteilungstext: 175 Wörter, 1592 Zeichen. Als Spam melden

Unternehmensprofil: EWC Weather Consult GmbH

Maschinelle Lernverfahren machen Windkraftprojekte sicherer

Karlsruhe/Stuttgart 28.11.2013. Um festzustellen, ob sich ein Standort für ein Windkraftprojekt eignet, brauchen Investoren, Projektierer und Anlagenbetreiber ein Gutachten. Dabei müssen sie allerdings Unsicherheiten aus Meteorologie und Technologie in Kauf nehmen – was sich wiederum direkt auf die Finanzierung der Projekte durch die beteiligten Banken auswirkt. Neue Wege, um solche Risiken zu minimieren, geht der Karlsruher Wetterdienstleister EWC. In Kooperation mit dem Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) wurde eine neuartige Methode des Langzeitbezugs von Windmessungen (MCP) für Windkraftstandorte entwickelt, die wetter- und technologiebedingte Unsicherheiten gegenüber den herkömmlichen Verfahren deutlich reduziert.

Auf tiefen neuronalen Netzen aufbauend, ermöglicht dieses Verfahren der süddeutschen Projektpartner nicht-lineare Korrekturen der langen Zeitreihen, die die Korrelation, also die zeitliche Übereinstimmung, zur Messung verbessert. Das Ergebnis basiert auf aktuellen Messwerten vor Ort und liefert eine 34 Jahre umfassende, stündliche Windzeitreihe für die projektierte Windkraftanlage bzw. den Messstandort.
Bei der detaillierten Evaluation des maschinellen Lernverfahrens zeigt sich eine deutliche Überlegenheit gegenüber herkömmlichen Methoden.
So ist die Häufigkeitsverteilung der Windgeschwindigkeit sowie die Korrelation zwischen Messung und Langzeitdaten optimiert und weist in allen betrachteten Fällen wesentlich geringere Fehler in der Ertragsabschätzung auf als zum Beispiel bei klassischen Verfahren mit linearen Regressionen oder der Matrix-Methode. Bei der Untersuchung stellte sich heraus, dass schon bei einer Messdauer von neun Monaten das vorgestellte Verfahren der süddeutschen Forscher und Dienstleister das Qualitätsniveau der klassischen Methoden erreicht. Bei längeren Beobachtungszeitreihen kommt die ganze Stärke des Verfahrens zum Tragen: Selbst an komplexen Standorten lassen sich bisherige Fehler um bis zu 50 Prozent reduzieren, sobald die Messdauer 12 Monate erreicht.
Neben der Messdauer spielt auch die Verfügbarkeit der Langzeitdaten eine große Rolle. Die Zeitreihen basieren auf MERRA-Reanalyse-Daten, für die EWC aus 3D-Daten individuelle Windprofile mittels verifizierter Downscaling-Verfahren berechnet. Ein weiterer Vorteil: Die letztmonatlich fehlenden Reanalysen werden durch Daten anderer Wettermodelle ersetzt. Ein Bezug zu aktuellen Messdaten von "gestern" ist somit immer gegeben.

„Mit Hilfe der selbstoptimierenden neuronalen Netze können wir den systematischen Fehler (BIAS) und den Verteilungsfehler so stark minimieren, dass die Korrelation der Langzeitreihe der Winddaten auf stündlicher Basis extrem hoch ist.


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