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Studiengebühren sollen Deutschlands Hochschulen wieder nach vorn bringen

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Deutscher Hochschulverband und die Wirtschaft sprechen sich für neue Form der Finanzierung des Bildungswesens aus


Bonn/Berlin - Wenn Nobelpreise verliehen werden, sind in Deutschland tätige Forscher meistens nicht mehr dabei. Internationale Studien stellen dem deutschen Bildungswesen insgesamt ein eher negatives Zeugnis aus. Oft fehlt es am nötigen Geld, um die heimischen Universitäten gegenüber der ausländischen Konkurrenz fit zu machen. Der Deutsche Hochschulverband (DHV) http://www.hochschulverband.de hat bei der Vorstellung seines neuen Modells zur Hochschulfinanzierung die Notwendigkeit von Studiengebühren betont. Allerdings will der DHV der Politik keinen Blankoscheck ausstellen. Es müssten mehrere Bedingungen erfüllt werden: Die Gebühren sollten eine zusätzliche Einnahmequelle der Universitäten darstellen – also nicht zum Stopfen von Haushaltslöchern dienen - und das Niveau der Lehre wieder deutlich anheben. Darüber hinaus müssten sich die Bundesländer durch einen Staatsvertrag verpflichten, ihre Zahlungen in der derzeitigen Höhe auch dann beizubehalten, wenn die finanziellen Quellen aus den Studiengebühren sprudeln sollten. Zudem empfiehlt der DHV ein besseres Stipendien- und Darlehenssystem, damit niemand aus finanziellen Gründen von einem Studium ausgeschlossen würde.

Derzeit fehlten den deutschen Universitäten jährlich etwa drei Milliarden Euro, so der DHV-Präsident Bernhard Kempen bei der Präsentation des Positionspapiers. Bis zum Jahresende will das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe über die Zulässigkeit von Gebühren für ein Erststudium entscheiden. Die meisten Experten vermuten, dass die Länder künftig Studiengebühren erheben dürfen. In Kreisen der Wirtschaft ist die Forderung nach Studiengebühren ebenfalls populär. Auch der Präsident des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW) http://www.bvmwonline.de, Mario Ohoven, spricht sich für eine schnelle Einführung von Studiengebühren aus: „Studiengebühren verkürzen die Ausbildungszeiten deutlich und fördern den Wettbewerb unter den Hochschulen. Das würde letztlich auch die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Deutschland stärken. Die verantwortlichen Hochschulpolitiker sollten nicht erst auf eine Entscheidung aus Karlsruhe warten und den Weg zur Einführung von Gebühren spätestens vom Sommersemester 2005 an freimachen.“ Ohoven wies darauf hin, dass der Anteil privater Mittel an der Finanzierung der Fachhochschulen und Universitäten hierzulande nur sechs Prozent beträgt. In den USA dagegen trügen Gebühren mit knapp 20 Prozent zur Finanzierung der Hochschulen bei. „Ein Semesterbeitrag von 500 Euro kann den meisten Studenten durchaus zugemutet werden“, so die Einschätzung des Mittelstandspräsidenten. Bei Studiengebühren in dieser Höhe erhielten die deutschen Hochschulen zusätzliche Mittel von jährlich rund 1,5 Milliarden Euro. Dies Geld könnten sie gut gebrauchen, da laut DHV jährlich ja sogar drei Milliarden Euro fehlten.


Web: http://www.bvmwonline.de


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Ansgar Lange, verantwortlich.

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