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Experten fordern rasche Klärung der Frequenzzuteilung für WiMAX

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Regulierungsbehörde behindert Marktentwicklung


Bonn/Düsseldorf - Während bei WLAN die geringe Reichweite ein Hemmnis für eine breite Nutzung ist, wird mit dem neuen Standard 802.16a, bekannter unter dem Kürzel WiMAX, diese Restriktion aufgehoben. WiMAX wird bei hohen Bandbreiten Reichweiten von 30 Kilometern erreichen und ist damit für flächendeckende Dienste in Städten und Ballungsräumen prädestiniert. Der Prozessor-Hersteller Intel hat bereits angekündigt, ab 2005 seine Technologie für mobile Geräte generell WiMAX-fähig zu machen. Um zeitgerecht entsprechende Dienste zu etablieren, müsste das Thema Lizenzen und Frequenzen für den betroffenen 3,4 GHz und 3,5 GHz Bereich kurzfristig geklärt werden. Bisher aber hat die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP) http://www.regtp.de aber noch keine Initiative ergriffen. Omar Khorshed, Vorstandschef der Düsseldorfer acoreus AG http://www.acoreus.de, kritisiert die mangelnde Zeitnähe der RegTP-Aktivitäten zu aktuellen Entwicklungen: „Während in Österreich die WiMAX-Frequenzen bereits versteigert wurden, ist die Regulierungsbehörde in Bonn überhaupt noch nicht aktiv geworden. Viel zu oft agiert man dort nur, wenn Klagen eingebracht werden oder Deutschland von der EU-Kommission abmahnt wird. Einem wettbewerbsfähigen Telekommunikationsmarkt kommen wir auf diese Weise aber nicht näher“.

In Österreich hat die Telekom Control Kommission (TKK), angesiedelt bei der Rundfunk & Telekom Regulierungs-GmbH http://www.rtr.at/web.nsf, die WiMAX-Lizenzen gerade versteigert. Für insgesamt 464.000 Euro gingen an vier Anbieter insgesamt 17 Frequenzpakete, alle im Bereich 3,4 GHz und 3,5 GHz und somit für WiMAX geeignet. „Im Vergleich zu UMTS sind das geringe Beträge, die zeigen, dass der Regulierer und die Marktteilnehmer in Österreich die Zeichen der Zeit erkannt haben. Die Branche braucht frühzeitig Planungssicherheit, um Netzinfrastruktur und Dienste planen zu können, aber keine hohen Einstiegskosten für die Genehmigungen. Im Gegenteil, wir brauchen attraktive Marktbedingungen, die nicht nur in Österreich, sondern auch in Deutschland für frisches Kapital sorgen“, so der Kommentar von Khorshed.. In Deutschland wurden 1999 und 2000 diverse Lizenzen im 3,4 GHz und 3,5 GHz Spektrum versteigert, für Wireless Local Loop als so genannter Punkt-zu-Mehrpunkt-Richtfunk.. Dieser Dienst, der in Richtung Geschäftskunden zielte, erwies sich aber unter kommerziellen und technischen Aspekten als Fehlschlag. Die meisten der Lizenznehmer existieren längst nicht mehr, die Frequenzen liegen größtenteils brach. Nach Ansicht von Khorshed und anderen Branchenexperten müsste die Regulierungsbehörde hier schleunigst aufräumen und geeignete Frequenzbereiche für WiMAX zu Verfügung stellen.

„WiMAX sieht Frequenzen von 2 GHz bis 66 GHz vor, aber im Interesse einer internationalen Interoperabilität sollten auch in Deutschland Frequenzen vorgesehen werden, die auch in anderen Ländern für WiMAX genutzt werden. Das sind nach der derzeitigen Entwicklung die 2,5 GHz, 3,5 GHz und 5 GHz Bänder“, erläutert Khorshed. Da Netzdienste ein bis zwei Jahre Vorlauf und Planung und Aufbau funktionierender Strukturen brauchten, sei es nun an der Zeit, hier das Frequenzzuteilungsverfahren zu starten. Khorshed sieht enorme Möglichkeiten in diesen drahtlosen Breitbandzugängen hoher Reichweite, die auch für öffentlich vermittelte IP-Telefonie in Frage kommen. Nicht nur die Konvergenz von Sprache und Daten, sondern auch von Festnetz und Mobilfunk werde durch WiMAX vorangetrieben, , prognostiziert der acoreus-Chef. Keinesfalls dürfe Deutschland den frühzeitigen Eintritt in diesen Markt verpassen.



Web: http://www.acoreus.de


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Silke Landwehr, verantwortlich.

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