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Gründergeist bei Schweizer Hochschulabsolventen

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Studie sieht vor allem Informatiker vorn


Bonn/Zürich – Unternehmensgründungen sind nicht einfach. Nicht jeder taugt zum Bill Gates. Dennoch ist das Potenzial für Selbständige hoch. Dieses Ergebnis zeigt zumindest eine aktuelle Studie über die Gründer-Aktivitäten von Schweizer Hochschulabsolventen. Häufig werden Klagen laut, dass potenziellen Gründern zu wenig Risikokapital zur Verfügung gestellt werde und die begleitende Unterstützung während der Startphase mangelhaft sei. Bisher lag aber auch keine repräsentative Untersuchung vor. Der Schlussbericht "Studieren, Forschen, Unternehmen gründen" http://www.nfp43.unibe.ch/PDF/synthesis25.pdf, der im Nationalen Forschungsprogramm "Bildung und Beschäftigung" von fünf Zürchern erstellt wurde, erhebt den Anspruch, einen repräsentativen Überblick über die Situation in der Schweiz zu liefern.

Die Autoren konzentrierten sich allerdings nur auf die Hochschulabsolventen technischer Fächer. Neben den Fachhochschulen wurden die beiden Universitäten ETH Zürich und EPF Lausanne berücksichtigt. Von den 7.750 über Internet Angeschriebenen hätten 935 den Fragebogen ausgewertet. Bei einer Rücklaufquote von 11,3 Prozent könne - so die Autoren der Studie – auf die Gesamtschweiz geschlossen werden, berichtet die Neue Zürcher Zeitung (NZZ) http://www.nzz.ch. Schlüsselt man die Untersuchung nach den einzelnen Fachrichtungen auf, so lässt sich folgendes Ergebnis festhalten: Ein sehr gutes Resultat erzielen die Informatiker. Immerhin 33 Prozent dieser Berufsgruppe, die zwischen 1985 und 2001 mit dem Diplom abgeschlossen haben, wurden später zu Unternehmensgründern. Bei den Materialwissenschaftlern liegt der Anteil bei 19 Prozent, gefolgt von Elektrotechnik/Elektronik mit 18 Prozent, Feinwerktechnik/Mikrotechnik mit 15 Prozent sowie Maschinenbau und Chemie mit 13 Prozent. Die übrigen technischen Fachrichtungen rangieren bei 15 Prozent.

Es fällt auf, das die Absolventen der technischen Fachhochschulen über ein deutlich schlechteres Netzwerk verfügen als die ETH-Abgänger. Außerdem haben die FH-Absolventen größere finanzielle Schwierigkeiten bei der Unternehmensgründung. Ein Plus der Hochschulen: Die Umsetzung und Kommerzialisierung von Wissen und Know-how aus Forschungsarbeiten ist die große Stärke dieser Institutionen. Auch wenn die Hochschulen nicht direkt Unternehmensgründungen initiieren könnten, so ein Fazit der Studie, seien sie durchaus in der Lage, den entsprechenden Gründergeist bei den Studenten zu wecken und für gute Netzwerke wie Alumni und Kontakte zur Wirtschaft zu sorgen.

Bei den Ingenieuren klappt die Zusammenarbeit von Hochschulen und der Wirtschaft nicht nur in der Schweiz, sondern auch in Deutschland recht gut, meint Martin Sauerbier, der am Institut für Geodäsie und Photogrammetrie an der ETH Zürich forscht und in Bonn Vermessungswesen studiert hat. "Möglichkeiten der Zusammenarbeit bestehen in der Kommerzialisierung von Produkten, die bei gemeinsamen Forschungsprojekten entstanden sind. Eine gute Alternative sind auch so genannte Spin-off Firmen, die ehemaligen Hochschulangehörigen den Sprung in die Selbständigkeit erleichtern, in dem zum Beispiel Hochschulressourcen eine Zeit lang durch diese Firmen genutzt werden", sagt der junge Wissenschaftler. Unternehmer wie der Deutsche Michael Müller, der Wirtschaftssenator im Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) http://www.bvmwonline.de und Geschäftsführer der Neusser a & o after sales & onsite services GmbH http://www.ao-services.de ist, vermisst jedoch das richtige gesellschaftliche Klima hierzulande. "Schon Hayek schrieb in seinem Klassiker ‚Der Weg zur Knechtschaft‘, dass die Deutschen die Sicherheit der Freiheit und dem Risiko vorziehen und lieber Beamter werden als selbständiger Unternehmer."



Web: http://www.ao-services.de


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Gunnar Sohn, verantwortlich.

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