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Krisenzeiten brauchen wetterfeste Persönlichkeiten

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Eliten in Deutschland keine Leuchttürme


Bonn – Die jüngsten Skandale in Wirtschaft, Politik und Sport werfen in der öffentlichen Diskussion zunehmend ein schiefes Licht auf die Qualität von Führungskräften. Höhere Ideale, gesellschaftliche Verantwortung und Werte sind zur Zeit nicht en vogue. Nach Ansicht von Wilhelm Staudacher, Generalsekretär der Konrad-Adenauer-Stiftung http://www.kas.de , gehe es beim Begriff der Elite nicht nur darum, ob wir als Wissensgesellschaft zukunftsfähig sein können. „Es geht um unsere Veränderungsfähigkeit, es geht um die Frage, ob ein Teil der gegenwärtigen stagnierenden Situation, der vorherrschenden Stimmung nicht auch auf ein massives Führungsversagen zurückzuführen ist“, sagte Staudacher bei einer Diskussionsveranstaltung der katholischen Studentenverbindung Arminia in Bonn http://www.kstv-arminia.de .

Der KAS-Generalsekretär fordert eine zielgerichtete und umfassende Diskussion darüber, welche Eliten, welches Verhalten von Führungskräften in allen Bereichen wir brauchen, damit wir einen Neuanfang angehen können. „Vor allem in Umbruchzeiten, in krisenhaften Zeiten braucht es Eliten – Vorbilder, Leuchttürme, Richtungsgeber. Dabei ist Elite nicht eine Frage der Position innerhalb der Gesellschaft. Wir brauchen Eliten an allen Schlüsselstellen der Gesellschaft, gewissermaßen als gesamtgesellschaftliches Leitmotiv oder Organisationsprinzip. Ich verstehe Elite im Sinne von leadership. Das heißt Bereitschaft, Entscheidungen zu treffen auch mit Wirkung für andere und dafür Verantwortung zu übernehmen. Gerade Wendezeiten brauchen wertefeste, brauchen ‚wetterfeste Persönlichkeiten’“, betonte Staudacher in seinem Bonner Vortrag. Führungskräfte seien nicht gleich automatisch Eliten.

„Nicht umsonst verwenden die Eliteinternate anglo-amerikanischer Prägung viel ihrer Zeit darauf, ihren Schülern den Dünkel auszutreiben und dafür zu sorgen, dass sich Oberschichtenkinder von Mittelschichtenlehrern etwas sagen lassen. Die Herkunft, das Diplom und der Doktortitel sind noch lange kein Ausweis sozialer Kompetenz, sondern verantwortungsvolles und gemeinwohlorientiertes Handeln. Wollen wir Eliten, deren herausragende Fähigkeiten sich auf Eigenschaften beschränken wie: Durchsetzungsvermögen, Kondition, Gespür für den Moment, Abgebrühtheit, die Fähigkeit zur Vereinfachung und Nervenstärke vor Kameras“, so die kritische Frage von Staudacher.

Ein sinnentleerter Pragmatismus führe zu einer Demontage von normativen Fixpunkten. Nicht zuletzt deshalb sei die Reformpolitik in Deutschland so unpopulär, so gering an Unterstützung. Die politische und wirtschaftliche Elite sei nicht in der Lage, genau anzugeben, wohin die Reise gehen soll, wo sich das gelobte Land am Ende der Wüste aus Sparsamkeit, Einschränkungen Verzicht und Abbau befinde, wie es dort aussehen sollte.

„Die Krise, die wir in Deutschland haben, ist ein Elitenversagen durch mangelnden Mut und der Bereitschaft zur Führung und Verantwortung zu leadership“, so Staudacher und verweist auf ein Zitat von Mathias Döpfner, Vorstandchef der Axel Springer AG: „Ich weigere mich zu glauben, was in konsensualen Kaminrunden gerne einmal festgestellt wird: Dass ‚die Deutschen‘ und ihre Mentalität an der Misere schuld sind. Die Deutschen sind an gar nichts schuld. Sie sind grundsätzlich weder faul noch selbstzufrieden, weder risikoscheu, noch veränderungsfeindlich. Sondern Sie sind genauso fleißig, selbstkritisch, risikofreudig und veränderungsbereit, wie sie dazu motiviert werden.“ Hier liege die derzeitig wirklich vorherrschende Krise: Eine Motivationskrise, ein Führungsversagen.


Web: http://www.ne-na.de


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Gunnar Sohn, verantwortlich.

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