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Rückgang der Schwarzarbeit einziger Lichtblick bei Arbeitsmarktstatistik

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Nürnberger Mammutbehörde verwaltet sich selbst


Bonn/Düsseldorf – In Zeiten katastrophaler Arbeitsmarktdaten gibt es jetzt erstmals positive Signale. Die Schwarzarbeit - so ein Bericht der Welt http://www.welt.de – hat ihren ersten Rückgang seit dreißig Jahren zu verzeichnen. Im Jahr 2004 sank das Volumen der Schattenwirtschaft um 14 Milliarden auf 356 Milliarden Euro. Nach Angaben des Finanzministeriums deckten die zuständigen Beamten Schäden von 475 Millionen Euro auf. Hierbei handelt es sich um nicht gezahlte Steuern, Sozialversicherungsabgaben und erschlichene Sozialversicherungen. Wirtschaftsexperten gehen davon aus, dass die Schattenwirtschaft in diesem Jahr noch einmal um 10 Milliarden Euro zurückgehen wird. Der Aufwand ist jedoch hoch: Die Zahl der Zollbeamten, die sich der Bekämpfung dieser Art der Wirtschaftskriminalität widmen, soll von 5.000 auf 7.000 aufgestockt werden.

Doch trotz der guten Nachrichten: Der immer noch sehr hohe Anteil an Schwarzarbeit ist ein Indikator dafür, dass der Arbeitsmarkt in Deutschland zu unflexibel ist und die Arbeitskosten zu hoch sind. Eine Umfrage der American Chamber of Commerce in Germany http://www.amcham.de ergab, dass amerikanische Unternehmer die Qualität der Mitarbeiter in Deutschland durchaus hoch einschätzen. Allerdings halten 60 Prozent der Befragten die stattlichen Personalkosten für ein echtes Investitionshindernis, gefolgt von der Überreglementierung mit 43 Prozent, dem starren Arbeits- und Tarifrecht mit 34 Prozent und der mangelnden Arbeitsmarktflexibilität mit 20 Prozent. "Mit den Arbeitslosenzahlen hierzulande kommen wir nur runter, wenn wir völlig neue Wege gehen", sagt Udo Nadolski, Geschäftsführer des Beratungshauses Harvey Nash http://www.harveynash.de in Düsseldorf. "Und andere Wege können wir nur gehen, wenn wir flexibler werden und unser Markt sich durchgreifend liberalisiert. Von einer weiteren Flexibilisierung und der Möglichkeit, verstärkt Zeitverträge und befristete Arbeitsverhältnisse zuzulassen, erhoffe ich mir größere Impulse für den verkrusteten Arbeitsmarkt."

Der Bundesagentur für Arbeit (BA) in Nürnberg stellt Nadolski keine gute Note aus. Sein Unternehmen habe zum Beispiel schlechte Erfahrungen bei der Vermittlung von Ingenieuren gemacht. Obwohl schätzungsweise 12.000 dieser Spezialisten in Deutschland beschäftigungslos seien, sei Harvey Nash über die BA nicht an geeignete Kandidaten gekommen. Der Managementberater Reinhard K. Sprenger schließt sich in seinem jüngst bei Campus http://www.campus.de erschienenen Buch "Der dressierte Bürger. Warum wir weniger Staat und mehr Selbstvertrauen brauchen" dieser Kritik an und schreibt, die BA verwalte bloß die Arbeitslosigkeit: "Dort gibt es interne Anweisungen, Meldetermine möglichst ungünstig zu legen, um so die Versäumnisrate zu erhöhen, was wiederum Leistungskürzungen erlaubt. Nicht um den Bürger geht es, sondern um die kalkulierten Sparziele. Im modernen Sprachgewand und bei lauthals proklamierter ‚Bürgernähe‘ erleben wir die Wiederauferstehung einer Obrigkeit, die den Bürger als Untertan und Bittsteller betrachtet." Auch der Journalist Max A. Höfer wies in der GELDidee http://www.geldidee.de darauf hin, dass die Nürnberger Mammutbehörde knapp 100.000 Bedienstete habe, von denen lediglich zehn Prozent in der Arbeitsvermittlung tätig seien. Als Hartz IV die BA zwang, auch die arbeitsfähigen Sozialhilfeempfänger zu betreuten, habe der Personalrat 20.000 neue Planstellen gefordert. Die positiven Signale von der Schwarzarbeiterfront sind also wohl nicht mehr als ein kleines Strohfeuer.


Web: http://www.harveynash.de


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Ansgar Lange, verantwortlich.

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