info@PortalDerWirtschaft.de | 02635/9224-11
Suchmaschinenoptimierung
mit Content-Marketing - Ihre News
Cap Gemini Ernst & Young |

Cap Gemini Ernst & Young stellt neue Studie vor: Konsequente Einführung steigert Nutzen von SAP-Systemen

Bewerten Sie hier diesen Artikel:
1 Bewertung (Durchschnitt: 4)


Bad Homburg - Im Vergleich zu Vorgängersystemen zeigen heutige Enterprise Resource Planning (ERP)-Systeme deutliche Verbesserungen. Die größte Nutzensteigerung beim Marktführer SAP R/3 wurde in den Kategorien "Geschäftsprozesse" und "Unternehmenssteuerung und Controlling" erzielt, wobei die Vorteile bei den Geschäftsprozessen die ursprünglichen Erwartungen sogar übertrafen. Die Studie zeigte, dass die Durchlaufzeiten dank des Einsatzes von SAP R/3 im Schnitt um 11,7 Prozent gesenkt werden konnten. Die Liefertermintreue stieg um 4,8 Prozent, genauso wie sich der Lieferbereitschaftsgrad um 4,3 Prozent erhöhte. Die Kapazitätsauslastung in der Produktion konnte durchschnittlich um 3,8 Prozentpunkte gesteigert werden. Konsequenz zahlt sich in der Umsetzung aus – je breiter SAP R/3 im Unternehmen eingeführt wird, desto höher ist der Nutzen. Dies ergab die gemeinsam erarbeitete Studie der Fachhochschule Konstanz, der Universität Karlsruhe und der Unternehmensberatung Cap Gemini Ernst & Young. Im Rahmen der Untersuchung wurde die nutzenorientierte Einführung von ERP-Systemen am Beispiel von SAP/3 in Unternehmen deutschlandweit untersucht. Anlässlich des Forschungsprojekt BeFITT (Benefit Focus in IT-enabled Transformations) wurden insgesamt 361 IT-Leiter und SAP R/3 Projektleiter befragt. Die untersuchten mittelständischen- oder Großunternehmen gehören zur Fertigungsindustrie und haben das System R/3 mit mindestens den Modulen Finance (FI), Controlling (CO), Materialwirtschaft (MM), Produktion (PP) und Vertrieb (SD) seit wenigstens drei Monaten vor der Befragung eingesetzt. Analysiert wurden die fünf Nutzenkategorien "Kunden- und Marktorientierung", "Geschäftsprozesse", "Unternehmenssteuerung und Controlling", "Produktivität und Wirtschaftlichkeit" sowie "Mitarbeiter- bzw. User-Ebene".

Im Gegensatz zu den sich aus der Studie ergebenen Vorteilserwartungen gibt es in den Bereichen "Produktivität und Wirtschaftlichkeit" sowie "Mitarbeiter- User-Ebene" Einschränkungen in der Erhöhung des Nutzens durch ein ERP-System. Der geringste Anstieg im Nutzen entsteht für die befragten Manager auf "Mitarbeiter- bzw. User-Ebene". Die Unternehmen selbst vertrauen SAP R/3 langfristig und erwarten in allen Kategorien neue Nutzendimensionen, unabhängig davon, wie lange das System bereits im Einsatz ist.

Die Studie stellt fest, dass die Anzahl der Standorte, an denen SAP R/3 eingeführt wird, entscheidenden Einfluss auf den Projekterfolg hat. Der Nutzen für das Unternehmen lässt sich umso schneller erzielen, je weniger Standorte bei der Implementierung berücksichtigt werden müssen. Je weniger Schnittstellen zu Fremdsystemen existieren, desto erfolgreicher ist das Projekt. Je konsequenter Altsysteme abgelöst werden und ein Unternehmen dem Standard folgt, umso erfolgreicher wird die Einführung. Außerdem wird aufgezeigt, dass je breiter SAP R/3 in einem Unternehmen eingeführt wird, desto höher ist der Nutzen, den das Unternehmen aus der Einführung ziehen kann.

Schlussfolgerungen
Aus der aktuellen Studie werden folgende Prinzipien abgeleitet: Grundsätzlich sollten Unternehmen in jeder Phase noch mehr Augenmerk auf die betroffenen Mitarbeiter bzw. User legen (Schulungen, Informationen über neue Prozesse und neue Rollen, etc.). Während des gesamten Projekts sollte bedacht werden, dass es sich bei der Implementierung eines ERP-Systems um eine Systemeinführung handelt, die Auswirkungen auf alle Bereiche eines Unternehmens (Organisation, Mitarbeiter, Reporting usw.) hat. ERP-Einführungen müssen konsequent mit einer Geschäftsstrategie verknüpft werden, um die Business Erwartungen zu managen. Von Anfang an sollte auf die Durchgängigkeit des Projekts von der Vorphase bis zur Optimierungsphase geachtet werden und ein professionelles Change Management das gesamte Projekt begleiten. Nach dem Going-Live beginnt eine Optimierungsphase. Diese sollte genauso gut geplant und organisiert werden wie die eigentliche Einführungsphase. Der Umstieg auf ein ERP-System sollte so konsequent wie möglich erfolgen. Unternehmen sollten die ERP-Software so wenig wie möglich modifizieren und gleichzeitig möglichst wenige Fremdsysteme einsetzen. Bei richtigem Einsatz bieten ERP-Systeme eine solide Plattform für Geschäftsprozesse im E-Business-Bereich.

Das Projekt BeFITT
Das Forschungsprojekt BeFITT (Benefit Focused IT-enabled Transformations) wird vom Land Baden-Württemberg im Rahmen der Initiative "Innovative Projekte / Kooperationsprojekte Wissenschaft-Wirtschaft" gefördert. Es handelt sich um ein Kooperationsprojekt des Fachbereichs Informatik der Fachhochschule Konstanz (Projektleitung), des Instituts für Angewandte Betriebswirtschaftslehre und Unternehmensführung der Universität Karlsruhe (TH) und der Unternehmensberatung Cap Gemini Ernst & Young in Bad Homburg. Ziel des Forschungsprojektes ist, den durch eine ERP-Einführung erzielbaren Nutzen so umfassend und fundiert wie möglich zu systematisieren und zu erklären.

Prof. Dr. Reiner Martin ist Projektleiter dieser Studie und verantwortlich für den Fachbereich Informatik, an der Fachhochschule Konstanz. Er wurde 1957 in Grötzingen/Kreis Esslingen geboren und studierte Wirtschaftsingenieurwesen an der Universität (TH) Karlsruhe. Nach seinen zahlreichen beruflichen Aktivitäten im Bereich Systemimplementierung und Anwendungsberatung sowie mehreren Veröffentlichungen promovierte er an der Universität (TH) Karlsruhe und wirkt seit 1993 als Professor im Fachbereich Informatik, Studiengang Wirtschaftsinformatik der FH Konstanz. Er ist Leiter des SAP-Anwenderarbeitskreis der Bodenseeregion und seit drei Jahren Vorsitzender des Aufsichtsrates der Bäurer AG.

Heiko Mauterer unterstützt als Doktorand Prof. Dr. Reiner Martin. Sein Dissertationsthema: "Der Nutzen von ERP-Systemen – eine theoretische und empirische Analyse am Beispiel von SAP R/3". Mauterer wurde 1974 in Heidenheim a.d. Brenz geboren, studiert Wirtschaftsingenieurwesens an der Universität (TH) Karlsruhe und ist seit Oktober 1999 an der Fachhochschule Konstanz im Forschungsprojekt BeFITT tätig.

Dr. Peter Lempp, Jahrgang 1958, ist Geschäftsbereichsleiter der "Enterprise Application Service Line" von Cap Gemini Ernst & Young Zentraleuropa. Er verantwortet Beratungen und Projekte, die auf Prozessmodellen und Standard Software-Lösungen aufbauen. Nach seinem Studium der Elektrotechnik und Informatik war der gebürtige Stuttgarter mehr als 15 Jahre in Managementpositionen bei Consultingfirmen tätig. Seine Erfahrungen der letzten acht Jahre konzentrierten sich auf Business Development und Großprojekte im Bereich Enterprise Resource Planning-Lösungen.




Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Thomas A. Becker, verantwortlich.

Pressemitteilungstext: 824 Wörter, 6717 Zeichen. Als Spam melden


Kommentare:

Es wurde noch kein Kommentar zu diesem Thema abgegeben.



Ihr Kommentar zum Thema





Weitere Pressemitteilungen von Cap Gemini Ernst & Young lesen:

Cap Gemini Ernst & Young | 25.07.2002

Vorläufiges Halbjahresergebnis der Cap Gemini Ernst & Young-Gruppe und Veränderungen in der Unternehmensführung

Paris, 25. Juli 2002 - Der Umsatz beträgt im ersten Halbjahr 2002 3,733 Milliarden Euro. Das entspricht – bei konstanten Wechselkursen und Parametern – einem Rückgang von 14,5 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2001 (4,440 Milliarden Euro). D...
Cap Gemini Ernst & Young | 25.07.2002

Qualifizierte Finanz-Beratung ist oft reine Glückssache

Berlin, 26. Juli 2002 – Die Beratungsqualität der größten deutschen Finanzdienstleister ist bestenfalls Mittelmaß. Die Leistung der einzelnen Berater schwankt enorm, so dass die Qualität der Finanzberatung für den Kunden zu einem reinen Glück...
Cap Gemini Ernst & Young | 11.07.2002

Größte Unternehmensberatung europäischen Ursprungs zieht nach Berlin

Berlin, 11. Juli 2002 - Die größte IT- und Managementberatung europäischen Ursprungs verlegt den Zentraleuropasitz nach Berlin. Ab sofort koordiniert Cap Gemini Ernst & Young die Aktivitäten der rund 3.000 Mitarbeiter für die Länder Deutschland...