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Nicht immer nach den Großen schielen

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Führung nach Feldherrenart nicht mehr zeitgemäß


Bonn/Köln – Für viele Kleinkinder ist Papa der Größte. Ihn bewundern sie. Er ist ihr Held. Irgendwann sind die größer gewordenen Kinder dann in der Lage, den eigenen Vater realistischer zu sehen; nämlich als eine Person mit Stärken und Schwächen. Mancher Arbeitnehmer scheint jedoch wieder in eine Art infantile Phase zu geraten, wenn er sich Vorbilder für den beruflichen Alltag sucht.

Feldherren und Philosophen sollen dem deutschen Angestellten den Weg weisen, auf dass er ein erfolgreicher Manager werde. Anke Sophie-Meyer beleuchtete dieses Phänomen vor kurzem im Karriereteil der Welt http://www.welt.de. „Zum Trend der Buchbranche gehört die Renaissance der historischen Vorbilder“, schrieb sie. „Besonders große Namen der Geschichte sind gefragt. Von Alexander dem Großen, Julius Cäsar und Dschingis-Khan schaut man sich gern deren zeitlose Führungsprinzipien und die Kunst der Strategie ab. Dass diese Bücher gut verkauft werden, mag vor allem mit den geheimen Sehnsüchten zu tun haben, die man Führungscharakteren nach der Lage der Dinge wohl unterstellen darf. Wer möchte nicht so machtvoll und erfolgreich wie die großen Herrscher durch das Berufsleben gehen? Besonders die, die noch einige Stufen auf der Karriereleiter erklimmen wollen, sind eifrige Käufer solcher Managerliteratur, wissen Verleger und Buchhändler.“

Aber auch Klassiker wie Clausewitz, Machiavelli und Seneca stehen hoch im Kurs. „Natürlich schadet die Lektüre der Klassiker nicht. Aber ob sie viel nutzt, sei dahin gestellt. Feldherrentypen sind nicht geeignet, an der Spitze moderner Unternehmen zu stehen“, sagt Marc Emde, Mitglied der Geschäftsleitung der Kirch Personalberatung http://www.kirchconsult.de in Köln. Erfolgreiche Unternehmen, so die Überzeugung des Beraters, werden nicht von einer einsamen Figur an der Spitze gesteuert, sondern von einer Führungsgruppe, die immer wieder mit neuen Ideen hervortritt. Führung nach Feldherrenart sei nicht zeitgemäß. Managementberater plädieren daher für eine dezentralisierte, verantwortungsvolle und kundenorientierte Führung und eine Abkehr vom in Deutschland weiterhin gepflegten Spezialistentum. „Eine zu enge Ausbildung ist kontraproduktiv“, meint Sander. „Wir brauchen mehr Fach- und Führungskräfte, die nicht nur beispielsweise wie ein Ingenieur denken, sondern über den Tellerrand hinausschauen können. Wenn jemand unternehmerisch erfolgreich sein will, muss er die neuesten Trends aus verschiedenen Sparten aufnehmen; gleichgültig, ob sie aus dem Ingenieurwesen, dem Finanz- und Dienstleistungsgewerbe oder der Technologie kommen.“

Selbstherrliche Führungstypen scheitern bisweilen an der Wirklichkeit, wie man in den vergangenen Wochen studieren konnte. Klaus Methfessel, stellvertretender Chefredakteur der Wirtschaftswoche http://www.wiwo.de, beschreibt dies in seiner Kolumne anhand zweier Beispiele. Er nimmt die Demission von Bundeskanzler Schröder und Daimler-Chrysler-Chef Jürgen Schrempp zum Anlass für weitergehende Spekulationen: „Beide, Schrempp und Schröder, sind von berstendem Ego: Alphatiere, die mit Kritik wenig anzufangen wissen. Beide stammen aus bescheidenen Verhältnissen, Machotypen mit dem narzistischen Drang, sich durch ihren Aufstieg beweisen zu müssen.(...)Beide, Jürgen Schrempp wie Gerhard Schröder, sind an ihrer Hybris gescheitert“.



Web: http://www.ne-na.de


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Nicolaus Gläsner, verantwortlich.

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