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Mit 66 ist noch lange nicht Schluss – Arbeitswelt entdeckt Charme des Alters

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Bonn/Düsseldorf – In der Regel dient die Debatte über die demographische Entwicklung in Deutschland als Drohkulisse. Vor dem geistigen Auge der verunsicherten Menschen entstehen entvölkerte Landstriche vor allem im Osten, leere Kindergärten und Schulen sowie Armut im Alter. Doch Fatalismus und Defensive sind die falschen Rezepte.

Das Alter der Beschäftigten steigt zwar, doch wenn Unternehmen diesen Prozess aktiv gestalten, so die Wirtschaftswoche http://www.wiwo.de, dann kann die Produktivität sogar zunehmen. Und es gibt schon einige ermutigende Beispiele. Der Anlagenbauer ABB http://www.abb.de hat im Frühjahr 2005 das „Qualifikationsprogramm 50+“ gestartet. Arbeitnehmer, die älter sind als 45 Jahre, werden ebenso wie ihre jüngeren Kollegen mit neuer Soft- und Hardware geschult, erfahren, wie man Besprechungen führt und Projekte organisiert, und lernen, sich in Teams zu integrieren. Die Realität sieht oft anders aus, da man das Potenzial der über 45-jährigen meist brach liegen lässt und nur die Jüngeren schult.

Bisher galten ältere Mitarbeiter vielfach als unproduktiv, langsamer und technisch rückständig. Hier ist teilweise ein Bewusstseinswandel eingetreten, weil er eintreten musste. Schon 2015 könnten qualifizierte Arbeitskräfte in Deutschland Mangelware werden. „Wir sehen das in dramatischer Weise bei den Ingenieurwissenschaften und den Naturwissenschaften. Abiturienten entscheiden sich häufig für ein geisteswissenschaftliches Studium, weil es ihnen leichter und interessanter erscheint. Bei der didaktischen Vermittlung von Fächern wie Physik, Biologie, Informatik, Mathematik und Chemie liegt bei uns einiges im Argen. Und auch bei den Informatikstudenten haben wir festgestellt, dass die Unis manchmal nicht das vermitteln, was im Beruf von einem Informatiker verlangt wird. In diesem Jahr werden nur 8.000 Elektrotechniker die Hochschulen verlassen, obwohl bei den Unternehmen ein Bedarf an rund 10.000 Elektrotechnikern besteht. In einer solchen Mangelsituation wäre es fahrlässig, das Wissen und die Erfahrung der älteren Mitarbeiter zu ignorieren“, sagt Udo Nadolski, Geschäftsführer des Düsseldorfer Beratungshauses Harvey Nash http://www.harveynash.de.

Wissenschaftliche Studien bestätigen diese positive Sicht auf die „Senioren“. Bis zum Alter von etwa 70 Jahren nimmt die intellektuelle Leistungsfähigkeit der Menschen normalerweise nicht ab. Altersgemischte Teams funktionieren am besten. Jüngere setzen sich dem größeren Stress im operativen Geschäft aus, ältere punkten nicht nur bei den Kunden mit ihrer Beratungskompetenz. Die Wirtschaftswoche bringt das Beispiel des Stuttgarter High-Tech-Unternehmens microtec http://www5.microtec.de. Von 36 Ingenieuren sind dort 17 über 50 Jahre alt. Der Altersdurchschnitt liegt bei fast 45 Jahren. Dies sei für ein High-Tech-Unternehmen zwar ungewöhnlich hoch, aber durchaus gewollt. Auch wenn die Jüngeren selbstverständlicher mit der neuesten Software umgehen können, verfügen die älteren Fachkräfte über ein breiteres Wissen und wesentlich mehr Erfahrung. Und das sei unerlässlich, um schwere Fehler zu vermeiden.

Die neue Sicht auf das Alter betrifft jedoch nicht nur das Erwerbsleben. In den Vereinigten Staaten ist es schon jetzt normal, mit über 70 noch irgendeinem Nebenjob nachzugehen. Die FDP fordert in ihrem Wahlprogramm, dass Rentner unbegrenzt hinzuverdienen können. Da die Lebenserwartung jeden Tag um 40 Tage steigt, können die Menschen nicht mehr verfahren wie ihre Mitbürger in den 80er oder 90er Jahren: Mit 60 in Rente gehen und dann noch rund 30 Jahre den Ruhestand genießen.



Web: http://www.ne-na.de


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Ansgar Lange, verantwortlich.

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