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Bewegte Geschichte – die Rolltreppe wird 120 Jahre

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Von der Jahrmarktattraktion zum Massentransportmittel: Die Rolltreppe ist aus unserer modernen Welt nicht mehr wegzudenken. Heutige Modelle zeichnen sich durch ein Höchstmaß an Sicherheit aus und produzieren sogar eigenen Strom.

Berlin – Als am 16. Januar 1893 die erste Rolltreppe in der New Yorker Cortlandt Station den Betrieb aufnahm, waren die Meinungen gespalten. Von Menschen, die wie „Kisten, Kartons oder Vieh“ transportiert werden, sprachen die einen, vom „Endlosband der Moderne“ die anderen. Letztere sollten Recht behalten. So viel steht 120 Jahre später fest. Täglich werden Hunderte Millionen Menschen sicher auf Fahrtreppen, wie sie offiziell heißen, befördert. Beinahe unbemerkt verrichten sie ihren Dienst in Kaufhäusern, Bahnstationen oder Flughäfen. Dabei erweisen sich die stillen Stars des Personentransports als unverzichtbar für einen reibungslosen und geordneten Verkehrsfluss.

Erfolg mit Verzögerung
Zum Massentransportmittel avancierte die Rolltreppe allerdings nicht von heute auf morgen. Erst 1895 konnte Erfinder Jesse W. Reno ein zweites Exemplar installieren – als Jahrmarktattraktion im Vergnügungspark Coney Island. Auf der Pariser Weltausstellung im Jahr 1900 wurde die Rolltreppe zwar vom technikbegeisterten Publikum gefeiert. Aber erst als die Einwohnerzahlen der größeren Metropolen in den 1930er Jahren anstiegen, etablierte sie sich allmählich als fester Bestandteil des öffentlichen Lebens.

Erstaunlicherweise hat sich an dem Antriebsprinzip über all die Zeit wenig geändert. „Grundsätzlich basieren Fahrtreppen auch heute noch auf einem Endlosband, an dem Stufen befestigt sind und das durch Zahnräder betrieben wird. Selbst den sich mitbewegenden Handlauf gab es damals schon“, sagt Markus Elsenberger vom führenden Hersteller Schindler. Eine Menge getan hat sich dennoch. Vor allem bei der Sicherheit: „Die ersten Anlagen waren ziemlich grobe Kisten, die vielfältige Gefahrenpotenziale bargen.“ Beispielsweise bestanden die Handläufe früher aus einzelnen Holzteilen, an deren Zwischenräumen man sich jederzeit schmerzhafte Quetschungen zuziehen konnte. Solche Szenarien sind bei modernen Fahrtreppen vollkommen ausgeschlossen.

Rolltreppen produzieren Strom
Auch mit Blick auf den Energieverbrauch sind inzwischen andere Zeiten angebrochen. So war der Elektromotor der ersten Rolltreppe noch allein darauf ausgerichtet, die klobige Konstruktion in Gang zu halten. Heutzutage hat dagegen ein möglichst Energie sparender Betrieb oberste Priorität. „Das fängt bei leichteren Materialen und Bauteilen an. Beispielsweise bestehen die Stufen aus Aluminium anstelle von Stahl“, erläutert Markus Elsenberger. „Außerdem werden moderne Fahrtreppen lastabhängig betrieben. Der Energieverbrauch des Motors passt sich automatisch an das jeweilige Passagieraufkommen an.“ Eine große Errungenschaft in Sachen Nachhaltigkeit ist zudem die sogenannte Energierückgewinnung. „Hierbei wird überschüssige Energie aus vollbesetzten Abwärtsfahrten zurück in das Versorgungsnetz geleitet. Die Anlagen produzieren also eigenen Strom.“

Somit ist die Rolltreppe zum 120sten Geburtstag bestens für die Zukunft gerüstet.
Die Bescheidenheit des stummen Dieners steht ihr dabei gut zu Gesicht. Schließlich ist es nur ein Zeichen ihrer Zuverlässigkeit, dass sie von den meisten Nutzern bewusst nicht mehr wahrgenommen wird.

Text sowie weitere Bilder zu dieser Medienmitteilung stehen für Sie unter www.schindler.de im Bereich Presse zur Verfügung.

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Über Schindler
Der Schindler Konzern, gegründet 1874 in der Schweiz, ist einer der weltweit führenden Anbieter von Aufzügen, Fahrtreppen und entsprechenden Service-leistungen. Die Mobilitätslösungen von Schindler bewegen täglich eine Milliarde Menschen auf der Welt. Schindler trägt mit sicheren, zuverlässigen und umwelt-freundlichen Aufzügen und Fahrtreppen zu einer nachhaltigen städtebaulichen Entwicklung bei.



Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Irena Leonieni, verantwortlich.

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