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Hochschulabsolventen sind die besseren Unternehmensgründer

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Universitäten wollen ihren Studenten verstärkt Gründergeist vermitteln


Bonn/Düsseldorf – Deutsche Universitätsabsolventen sind häufig auf eine Karriere in einem Großunternehmen, im öffentlichen Dienst oder in der Wissenschaft vorbereitet, aber nicht auf die berufliche Selbständigkeit. Manche wollen gar nicht ihr eigener Chef werden, da die staatliche Reglementierung das Leben eines Unternehmers nicht einfacher macht. In Deutschland wird zwar gern das Zerrbild raffgieriger Unternehmer und gewissenloser Manager gezeichnet.

Mit der gesellschaftlichen Wirklichkeit hat das aber oft nichts zu tun, wie Andreas Oberholz in der Zeitschrift Wirtschaftsbild http://www.wirtschaftsbild.de ausführt: "Wer als Existenzgründer mit 10.000 Euro von Oma, Tante oder Sparkasse einen Laden oder ein Büro aufmacht, wird selten froh. Bereits ab 17.500 Euro Umsatz fällt zwangsweise Umsatzsteuer mit umfangreichen Berichts- und Voranmeldepflichten an. Bei monatlich je 300 Euro Kosten und Pflichtversicherungen bleibt dem Gründer bei 50 Wochenarbeitsstunden gerade noch ein Stundenlohn von 4,29 Euro. Ohne Urlaub. Davon kann er weder leben noch etwas investieren. Dennoch sind schon über den Grundfreibetrag von 7.664 Euro Gewinn Einkommenssteuern fällig. Stellt er eine erste Pauschalkraft ein, dann erheben neben Kammern und Sozialversicherungen auch die Berufsgenossenschaften ihre Zwangsbeiträge, und die Kreditgeber verlangen Sondertilgungen."

Vor dem Hintergrund dieser Zahlen überrascht es nicht, dass der Band "Unternehmensgründungen" von Jürgen Schmude und Robert Leiner zu folgendem Schluss kommt: "Deutschland wird seiner Gründungsbilanz nicht recht froh. Trotz dem in neueren Untersuchungen ermittelten hohen Gründungsinteresse baut nur ein Bruchteil tatsächlich eine selbständige Existenz auf. Das Gründerpotenzial(...)und tatsächliche Gründungen klaffen trotz aller Anstrengungen seitens der Politik und weiterhin hohen Arbeitslosigkeit weit auseinander." Doch es sind nicht hohe Abgabenquoten oder bürokratische Hemmnisse allein, welche die Unternehmensgründung oft so schwer machen. "Unternehmensgründungen fangen im Kopf an", meint Michael Müller, Wirtschaftssenator des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW) http://www.bvmwonline.de und Geschäftsführer der a & o-Gruppe http://www.ao-services.de. "Schon in der Schule muss die Grundlage für eine Kultur der Selbständigkeit gelegt werden. Verschiedene Forschungen zeigen auf, dass die unterschiedlichen Wachstumsraten der entwickelten Volkswirtschaften zu einem Drittel auf unterschiedlich ausgeprägtes Unternehmertum zurückzuführen ist. Und hier kann Deutschland im EU-Schnitt und auch im globalen Maßstab noch deutlich zulegen.“

Nach einem Bericht des Handelsblattes http://www.handelsblatt.de ist in Sachen Entrepeneurship zumindest an deutschen Hochschulen einiges geschehen. Einer Studie des Regensburger Wirtschaftsgeographen Jürgen Schmude zufolge bieten heute nur noch sechs Universitäten schlechte bis sehr schlechte Angebote für potenzielle Gründer – vor allem kleine Hochschulen wie Erfurt, Flensburg und Koblenz. Wichtig für ein gründerfreundliches Klima seien die Gründungsaktivitäten im Umfeld der Hochschule, das Angebot an Förderprogrammen und die Einbindung in Netzwerke. Grundlage der Studie der Beratungsfirma von Jürgen Schmude waren die Auswertung der Vorlesungsverzeichnisse, verdeckte Anfragen an die Studienberatung und Befragungen von Entrepeneur-Experten.

„Die vielen kleinen und mittleren Unternehmen, also das Rückgrat unserer mittelständisch geprägten Wirtschaft, stehen viel zu oft im Schatten. Nicht nur die Medien schauen vor allem auf die Konzerne, auch die Betriebswirtschaftslehre orientierte sich hier zu Lande traditionell an den Großunternehmen“, moniert Müller. Dass Deutschland mehr Existenzgründer braucht, steht außer Zweifel: Gründer schaffen Wachstum und Beschäftigung. Und Hochschulabsolventen scheinen besonders prädestiniert zu sein, Unternehmen zu gründen, denn Studien belegen, dass von Akademikern initiierte Unternehmen seltener scheitern. An der Universität Lüneburg ist Gründungsmanagement auf jeden Fall schon zu einem der beliebtesten Wahlfächer der BWL-Studenten geworden.

Web: http://www.ne-na.de


Für den Inhalt der Pressemitteilung ist der Einsteller, Ansgar Lange, verantwortlich.

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