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Zwei-Faktor-Authentifizierung: Ja, aber...

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Ein Kommentar von Udo Schneider, Sicherheitsexperte und Pressesprecher beim IT-Sicherheitsanbieter Trend Micro


In diesen Tagen verhandelt das Bundesverfassungsgericht über die Rechtmäßigkeit unbegrenzter Anleihekäufe durch die Europäische Zentralbank. Und alle Kommentatoren rechnen mit einer "Ja, aber"-Entscheidung, also mit einer Zustimmung unter Auflagen. So...

Hallbergmoos, 13.06.2013 - In diesen Tagen verhandelt das Bundesverfassungsgericht über die Rechtmäßigkeit unbegrenzter Anleihekäufe durch die Europäische Zentralbank. Und alle Kommentatoren rechnen mit einer "Ja, aber"-Entscheidung, also mit einer Zustimmung unter Auflagen. So könnte auch das Urteil ausfallen, wenn es um die Schutzwirkung der Zwei-Faktor-Authentfizierung mittels mobiler Endgeräte geht. Ja, die Anbieter von Webdiensten aller Art haben Recht, diese Art von Authentifizierung einzuführen und die Menschen sollten diesen Service unbedingt nutzen. Aber ein paar Dinge müssen noch verbessert werden.

Mit der rasanten Verbreitung von Smartphones und Tablet-PCs im Alltag steigt auch die Zahl der mobilen Schädlinge. Da die meisten der angebotenen Varianten der Zweifaktorauthentifizierung den Zugangscode als unverschlüsselte Textnachricht auf das Endgerät des Anwenders schicken, lässt sich diese mit der entsprechender Schadsoftware ohne Probleme abgreifen.

Außerdem ersetzt das Smartphone zunehmend die gute alte Brieftasche. Und wer die schon einmal verloren hat, weiß, wie viel Mühe es kostet, den Missbrauch von Kredit- oder EC-Karten zu verhindern und die persönlichen Dokumente wiederzubeschaffen. Das Smartphone ist eine ähnliche Schatztruhe aus der Sicht der Kriminellen. Wie kann man sich bei einem Diensteanbieter ohne Probleme anmelden, um das Passwort zu ändern, wenn man das Handy, über das allein man sich anmelden kann, nicht mehr hat - entweder weil es verloren ging oder weil es gestohlen wurde?

Auf beide Probleme müssen die Anbieter von Zwei-Faktor-Authentifizierungen noch überzeugende Antworten liefern. Der Einsatz spezieller Apps, die den Zugangscode erst auf dem Endgerät erzeugen, wäre ein möglicher Weg. Allerdings erlauben nicht alle Apps oder mobilen Plattformen die Eingabe von Authentifizierungs-Codes. Hier muss also noch nachgebessert werden. Auch fehlen zum Beispiel Hotlines, über die ein Anwender rund um die Uhr seine Online-Konten sperren kann, ähnlich wie beim Verlust einer Kreditkarte. Die Anbieter der ach so bequemen mobilen Welt sollten es sich nicht zu einfach machen und am falschen Ende sparen, sondern in durchgängige Sicherheitsinfrastrukturen investieren, und zwar nicht erst dann, wenn etwas passiert ist, sondern schon vorher.

Weitere Informationen

Weitere Informationen finden sich auf dem deutschen Trend Micro-Blog.

Über Udo Schneider

Udo Schneider kennt sich aus mit den Gefahren, die im Internet lauern, und weiß, wie man sich vor ihnen schützen kann. Bevor er beim IT-Sicherheitsanbieter Trend Micro seine jetzige Position als Senior Manager PR Communications DACH antrat, beschäftigte er sich als Solution Architect EMEA mehrere Jahre lang mit der Entwicklung geeigneter Maßnahmen gegen diese Gefahren ? mit Fokus auf Cloud-Computing, Virtualisierung, Verschlüsselung und Netzwerksicherheit.

Schneider kommt dabei seine langjährige Erfahrung zugute, die er als Berater, Trainer und Security-Analyst bei verschiedenen Anbietern des IT-Sicherheitsmarktes erworben hat.


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